Radikale Selbstführung: Zwischen Business-Erfolg, Burnout & Heilung
Shownotes
„So wie es ist, kann es nicht weitergehen.“ Kennst du diesen Satz aus deinem eigenen Kopf? In dieser Folge spricht Jochen Schropp mit Jen Rosenberg darüber, das eigene Leben komplett umzukrempeln. Wir alle kommen im Leben an Punkte, an denen wir wissen: Der Job passt nicht mehr, die Beziehung fühlt sich falsch an oder wir spielen nur noch eine Rolle, die gar nicht unsere ist. Aber warum ist der Sprung ins Unbekannte so verdammt gruselig? Jen hat das geschafft, wovor die meisten zurückschrecken. Sie hat alles auf Links gedreht – nicht nur einmal. Mit 16 verließ sie ohne Plan ihr Zuhause, gründete später erfolgreiche Unternehmen, beriet Top-Manager*innen und hatte alles, was die Gesellschaft als “Erfolg” definiert. Und dann? Hat sie alles beendet. Weil sie gemerkt hat: Das bin ich nicht.
Triggerwarnung: In dieser Folge geht es unter anderem um sexuellen Missbrauch an Minderjährigen.
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“Happy Life” ist ein Podcast von Podimo und erscheint immer donnerstags.
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Transkript anzeigen
00:00:03: Viele von euch kennen dieses Gefühl gerade.
00:00:05: So wie es ist, kann es nicht weitergehen und gleichzeitig ist da die Angst vor dem Sprung ins Unbekannte.
00:00:10: Soll ich den Job kündigen?
00:00:12: Die Beziehungen verlassen?
00:00:13: Noch mal ganz neu anfangen?
00:00:16: Und darf ich das überhaupt?
00:00:17: Die Frage dahinter ist immer dieselbe!
00:00:19: Wie führe ich mich selbst wenn es keinen Fahrplan mehr
00:00:22: gibt?!
00:00:23: Meine heutige Gästin hat auf diese Frage keine theoretische Antwort – sie hatte eine gelebte Mehrfach Willkommen zu Happy Life.
00:00:38: Jen Rosenberg hat mit sechzehn ihr Elternhaus verlassen, alleine ohne Plan.
00:00:43: von dort hat sie sich hoch gearbeitet Unternehmen gegründet verkauft neu gegründe.
00:00:48: Sie war Beraterin für Topmanager und Konzerne in ganz Europa hatte alles was Erfolg bedeutet und hat dann alles beendet.
00:00:57: Und nicht weil sie gescheitert ist sondern weil sie gemerkt hat das bin ich nicht.
00:01:01: Was danach kam klingt wie ein Film Eine Community auf Ibiza, Burning Man eine Hochzeit in der Wüste mit jemandem den sie erst ein paar Wochen lang kannte.
00:01:11: Ein Leben das sie zweimal komplett auf links gedreht hat.
00:01:14: Irgendwann hat sie dann zurück geschaut Auf all die Momente an denen alles hätte zerbrechen können Als Sie mit sechzehn alleine losging als sie mit vierundzwanzig durch Hypnose-Sitzung herausfand dass sie als Kind missbraucht worden war Als sie Jahre später ihren Körper verlor Mit chronischen Schmerzen und totale Erschöpfungen.
00:01:31: Und sie hat gemerkt Jedes Mal hat etwas in ihr überlebt und das nicht durch Zufall.
00:01:38: Sondern, dass sie immer tat ohne es zu wissen eine Methode, die sie heute entwickelt hat wie man sich selbst hält wenn alles wegzubrechen droht.
00:01:50: Jen, schön, dass du da bist.
00:01:54: Wie geht's?
00:01:55: Gut Ja, ich glaube sehr, dass Du da bist.
00:01:58: Wir haben im Vorfeld viel über den heutigen Tag gesprochen Und auch für euch, denn es ist eine sehr gute Freundin von mir.
00:02:06: Wir kennen uns mittlerweile seit ...
00:02:09: fünf Jahren?
00:02:11: Sechs Jahre?
00:02:12: Ja, kann sein vielleicht fünf.
00:02:16: Ich bin total stolz, ehrlich gesagt, dass wir dich hierherbekommen haben.
00:02:20: Denn ich glaube so ehrlich und offen hast du noch nie bei deinem Leben gesprochen.
00:02:24: Und ich glaube das das ganz vielen Hörerinnen und Hörern Kraft geben wird und Mut machen wird.
00:02:34: gehen wir auch direkt rein.
00:02:35: Also wenn man von außen dein Leben anguckt oder dich anguckt, dann denkt man das ist erst mal eine krasse Erfolgsgeschichte.
00:02:42: was es ja auch ist muss man sagen du hast große Unternehmen beraten hast Unternehmen aufgebaut und Du bist aber so viel mehr was man vielleicht erst mal nicht sieht.
00:02:56: Also du bist wahnsinnig schlau und klug, aber ich glaube nicht die Karriere hat dich zu der Person gemacht, die ich so liebe und schätze sondern eher das, was du in den letzten Jahren erlebt hast deine ganzen Momente einen kurzen Abriss deines Lebens hab' ich ja schon erzählt Und die meisten würden sagen, die ist ja verrückt dass sie das alles so gemacht hat.
00:03:19: Wie war's für Dich?
00:03:20: Die letzten Jahre auch Dich zu finden?
00:03:22: Du bist immer noch auf der Suche.
00:03:26: Danke für das schöne Intro.
00:03:27: Ich freue mich sehr, dass wir dieses Gespräch miteinander haben!
00:03:31: Ich glaube wenn man auf mein Leben schaut wie du es gerade gesagt hast meine wichtigsten Mahlenstände findet man nicht auf LinkedIn sondern eben zwischen allem was davor war und ich würde gerne ein Stück weiter hinten anfangen weil dann ist es leichter zu verstehen bin, wie ich bin oder wie ich da hingekommen bin.
00:03:55: Ich hab dann meine Kinder sehr viel Pech und mit sechzehn war es dann so dysfunktional in der Familie das ich beschlossen habe auszuziehen aber wollte trotzdem die Schule nicht abbrechen und hab dann sozusagen immer wieder auf dem Weg Menschen gefunden, die wie heute oft sagen wenn ich zurück schaue auch mein Leben gerettet haben an einer gewissen Art und Weise, Mentoren die mich unterstützt haben Und wirklich tolle Freunde, die immer wieder für mich da waren.
00:04:22: Dann hat mich irgendwann nachgefunden was mich glücklich gemacht hat und wo ich gemerkt habe bin ich richtig gut drin und dann hatte ich vollen Fokus auf die Karriere gelegt.
00:04:29: Ich hab damit mit dem ersten mal selbst gegründet, dann verkauft nach Berlin mit einem Dreißig noch einmal gegründe so richtig das Leben, dass jeder Selbstoptimierer und jede Selbstoptimererin anstrebt.
00:04:45: Also vor zwei Jahren war dann plötzlich der große Crash, den auch alle vorher gesehen haben nur ich selbst nicht.
00:04:51: Ja, ich möchte da kurz einhaken weil ich das wirklich interessant finde dass wir hier sitzen... Ich weiß nicht ob du es damals geglaubt hast als wir uns kennengelernt haben?
00:04:58: Also ich nicht!
00:05:00: Weil wir waren damals und haben gemeinsame Freunde.
00:05:02: also beziehungsweise einen Pärchen mit dem ich befreundet bin hat dich und deinen damaligen Partner mit zum Essen eingeladen.
00:05:10: Es wurde sehr viel über Geld gesprochen.
00:05:12: Es wurden sehr viele EFTs gesprochen, ich weiß Norman Mein-Ex-Mann hat die ganze Zeit gesagt so, oh das sind ja so Geld getrieben und es geht nur um Status-Symbole und du hattest diese wahnsinnig tolle Wohnung und ihr wart dieses Powerpaar!
00:05:25: Und du bist ja so anders eigentlich?
00:05:27: Warum war das für dich... warum war Status oder eben Erfolg so wichtig für dich?
00:05:33: Sicherheit.
00:05:35: Das war man Sicherheitsanker damals.
00:05:40: Sprechen wir nachher noch mal kurz drüber, aber diese Art aufs Leben zu blicken und dieses Konzept mein Leben zu leben hat mir zu einem großen Teil- und über sehr lange Strecken also fast fünfzehn Jahre einfach Sicherheit gegeben die ich von Zuhause nicht kannte.
00:05:58: Ich bin in einem unfassbar unsicheren Elternhaus groß geworden.
00:06:03: Kannst du da ein bisschen reingehen, einfach nur weil ich glaube viele Menschen hatten vielleicht eine nicht so gute Kindheit oder Probleme mit den Eltern.
00:06:10: Warum hast Du Dich so unsicher gefühlt?
00:06:13: Also ein großer Teil was sicher man wird sie heute also unavailable parents nennen ja im Gesamtüberblick ist einfach emotional schwer verfügbare Eltern sowohl auf Mutter als auch Vaterseite.
00:06:28: und Ein großes Thema ist bestimmt auch, da möchte ich jetzt eine Triggerwarnung aussprechen zum Thema Vergewaltigung und sexueller Missbrauch.
00:06:39: Ich wurde von meinem vierten bis zu meinem elften Lebensjahr vom jemandem im engsten Familienkreis sexuell misshandelt.
00:06:49: Wir sprechen über täglich-wöchentlich.
00:06:53: Und wenn man so sozusagen aufwächst und dann noch ... sehr disfunktionale andere Systeme darum hat, dann ist etwas wie Sicherheit ... war etwas das ich bitterlich gesucht habe.
00:07:08: Und das hab' ich halt mit Anfang zwanzig in der Karriere gefunden.
00:07:13: also mir selber Sicherheit zu geben über Erfolg, über das Erlebnis, den Dopaminausschuss des Erfolgs und auch über das Geld.
00:07:22: Du warst wer?
00:07:23: Du wurdest ernst genommen du wurdest gesehen
00:07:25: Ja, aber vor allem ich konnte für mich selber sorgen.
00:07:28: Weil für mich niemals gesorgt wurde.
00:07:30: also es war und das ist auch bis heute auch glaube ich ein Grund warum's dann jetzt am Ende leichter war das Geld loszulassen oder den Status?
00:07:39: weil es niemals was war mit dem ich mich nach außen repräsentieren wollte sondern weil es weil es für mich das erste mal was war indem ich in mir eine gewisse Ruhe und Sicherheit gefunden hatte und dass ich selber unter Kontrolle hatte.
00:07:53: Also, ich wusste umso mehr ich arbeite, um so größer wird mein Erfolg, umso größer sind die Verkaufszahlen ist das Sales was auch immer.
00:08:03: Unser mehr Kohle-Geld landet am Konto und umso eher Geld ich habe, ums mehr Sicherheit hab' ich und muss auch nie wieder da zurück wo ich war.
00:08:12: Das heißt diese, dieser Wechselwirkung aus der eigenen sichert und dem Geld in einer gewissen Weise Sicherheit gegeben hat, dass ich dort nie wieder zurück muss.
00:08:20: Das war glaube ich damals ein riesengroßes Feld warum ich mich so vierhundertprozentig auf die Karriere gestürzt habe und mich darüber auch so extrem definiert hab.
00:08:32: Okay dann hast du es vorhin schon angesprochen, im Jahr zwanzig vierundzwanzig kam denn der große Crash?
00:08:36: Wie hatte er sich bemerkbar gemacht?
00:08:39: Der hat sich tatsächlich schon über Monate bemerker gemacht.
00:08:44: Ich hab's aber erfolgreich ignoriert.
00:08:47: Ich hatte damals einen Geschäftspartner, der dann irgendwann meinte ich mach mir wirklich Sorgen um dich und auch eine Mitarbeiterin meinte damals das was du tust ist unmenschlich.
00:08:57: es hat mich damals unfassbar berührt in einem Mitarbeiter Gespräch mit einer Mitarbeiterinnengespräch wo sie gesagt hat dass was du tuest das ist schwer anzuschauen.
00:09:06: Und ich dachte nur so wow das ist ein Feedback Das möchte man eigentlich nicht bekommen.
00:09:10: als Vorgesetzte Und als mein Geschäftsmann, da meinte es ist wirklich schwer dir zuzuschauen.
00:09:18: Weil ich sehe dass du dich selber zerstörst hat so das erste mal begonnen was ich mir dachte Okay, vielleicht sollte ich schon mal irgendwie schauen was da los ist.
00:09:27: Aber was genaues passiert?
00:09:28: Weil wir waren damals noch nicht so eng aber wir waren ja schon befreundet und ich persönlich habe das nicht gemerkt, aber es scheint sich sowieso sehr viel in deinem Arbeitsumfeld abgespielt zu haben.
00:09:37: Ja, ich war einfach manisch!
00:09:40: Ich hab gemerkt dass alles zu viel ist... Die Woche arbeiten, kaum schlafen.
00:09:46: Ich hatte Schlafstörungen an, dass ich im Endeffekt heute rückblickend ... Ich war in der Stöpfungsdepression und in Bern schon auf der Zielgerade.
00:09:55: Hast du das
00:09:56: aber verdrängt?
00:09:57: Ja, ich wollte es sehen!
00:09:58: Immer noch mehr gemacht.
00:10:00: Das
00:10:01: wird schon vorbeigehen.
00:10:01: Und auch
00:10:02: sechsmal die Woche Sport und Gibim.
00:10:04: Vollgas vollgas.
00:10:05: Und dann kam der Moment, wo ich einfach krank geworden bin.
00:10:08: Ich hab einfach im ganzen Körper Entzündungen bekommen ... so stark, also im Fall mit dem gesamten Rachen und als Kopfbereich, dass ich nicht mehr sprechen konnte.
00:10:19: Dann hat mein Körper eigentlich gesagt, okay, ich nehm dir die Stimme, weil du hast das Beraterin dein Problem, wenn du nicht mehr sprächen
00:10:25: kannst.".
00:10:26: Das war auch mein größtes Tool für die Sprache,
00:10:28: Menschen zu überzeugen.
00:10:28: Aber es
00:10:29: ist ja auch so verrückt, weil das passierte tatsächlich immer wieder?
00:10:33: Ja!
00:10:34: weil du bist ja auch noch im Lernprozess und übernimmst dich immer noch gerne, vielleicht nicht mehr so häufig wie früher.
00:10:40: Aber als du so eine Auszeit machen wolltest war das letzte oder vorletztes Jahr.
00:10:45: da solltest du doch eigentlich zur Ruhe kommen und bist aber jeden Tag gerannt Läuferin eigentlich, wie eine Hochleistungssportlerin.
00:10:54: Ich weiß und dann hast du dir den Knöchel verstaucht oder was war das?
00:11:01: Meine Wade ist gerissen.
00:11:04: Damit du endlich mal zur Ruhe kommst.
00:11:07: also da sorgt das Universum doch irgendwie für dich.
00:11:09: Mein Körper ist mein größter Lehrer ja absolut.
00:11:13: Also wenn ich beginne meinem Körper zuzuhören Dann würde ich mir wahrscheinlich einige große Pausen Früher sparen.
00:11:21: Und das weißt du doch eigentlich mittlerweile?
00:11:22: Das weiß ich mittlerweile, ja!
00:11:23: Es ist immer
00:11:25: noch ein bisschen, bis es ankommt.
00:11:27: Okay gut also deine Mitarbeitenden oder deinen Vorgesetzter oder dein Partner hat sich... Dein beruflicher Partner hatte sich Sorgen um dich gemacht.
00:11:35: Ja Ich habe das aber trotzdem alles ignoriert.
00:11:38: am Ende des Tages ist vor allem passiert dass sich wirklich einfach von einem Tag auf dem anderen Es ging nichts mehr.
00:11:45: Also das ist ja auch das, was sehr oft beschrieben wird von Menschen mit Burnout oder der Schöpfungsdepressionen.
00:11:51: Es gibt diesen einen Moment im Supermarkt zu Hause im Bett wenn du aufstehen möchtest.
00:11:58: in meinem Fall war es halt wirklich ich konnte nicht mehr sprechen und ich konnte mich der Arbeit nicht mehr zuwenden.
00:12:06: also zwei Wochen der Realisation, was da los ist.
00:12:11: Und ich hab zum ersten Mal nicht mein Handy abgehoben und konnte keine E-Mails mehr lesen.
00:12:15: Habe ich einfach nur zu meinen damaligen Geschäftspartnern gesagt ... Ich muss hier bitte jetzt sofort raus!
00:12:22: Kann nicht mehr zurück.
00:12:25: Wie schwer ist es dir gefallen diesen Cut zu machen?
00:12:28: Gar nichts.
00:12:28: Zu dem Zeitpunkt gar nicht mehr.
00:12:30: Weil du so
00:12:31: am Boden
00:12:33: warst?
00:12:33: Ich habe einfach wirklich gemerkt... Ich bin so am Boden, ich kann nicht mehr.
00:12:38: Wenn ich jetzt ... Und ich hab damals auch einen tollen Arzt hier in Berlin gefunden, wo der Termin schon Monate vorher vereinbart war und dann saß ich bei dem zwar genau zwei Tage nachdem das passiert ist und er hat mich angesehen gesagt, hat ihnen schon mal jemand gesagt, dass sie Burnout haben?
00:12:52: Und ich war so ... Wie bitte?
00:12:56: Ich doch nicht!
00:12:57: Das passiert allen aber nicht mir.
00:12:59: Genau.
00:13:00: Ja, und dann meinte der so also ... Das wichtigste, was sie jetzt tun ist, dass sie nur noch Dinge tun die sie glücklich machen.
00:13:10: Und das hast du dann gemacht?
00:13:11: Das habe ich sehr ernst genommen wie alles andere davor auch.
00:13:14: Wie sah es danach aus?
00:13:18: Ich weiß, du hast eine Argy wederkur gemacht glaube ich.
00:13:22: Und das war
00:13:22: für dich ja auch ein Mindblowing?
00:13:25: Ja weil es so reinigend war und diese Stille da sind sich nicht mit irgendwas beschäftigen müssen, nichts beweisen müssen, nicht leisten müssen.
00:13:32: Es waren auch in stillen Zehntage mit niemandem sprechen umsorgt werden, gesundes Essen bekommen... diese Entgiftung, die ihr da stattfindet.
00:13:42: Der Wald, der dir dafür gegeben hat?
00:13:44: Der
00:13:44: Wald!
00:13:44: Der unfassbar tolle Wald dort, genau richtig.
00:13:48: Dort war so ein ganz toller, mußiger Wald in dem ich jeden Tag fünf Uhr morgens im Dunkeln reingestaft bin und dann mich aufs Moos gelegt habe mit den Waldmeistern und mit den Fähnwesen der festen Bezeugung war, mit denen in Kontakt zu treten und das war unfassbaheilsam.
00:14:07: Ich hab ja dann auch dort naja wederko gemacht auf deiner Anraten und ich muss sagen dieser Wald war wirklich unglaublich schön.
00:14:14: Und wahnsinnig reich
00:14:16: irgendwie.
00:14:16: Ja, das ist unfassbar oder?
00:14:17: Ich war nicht um fünf oder dreißig da.
00:14:20: Jetzt bist du wurscht aber das bist halt du.
00:14:24: Und hattest du auch das Gefühl... Du hast gerade gesagt du wurdest umsorgt.
00:14:29: Ich glaube der Arzt der dich begleitet hat sehr hatte auch deinen Vertrauen.
00:14:34: also
00:14:35: wie sehr
00:14:35: konntest du dich darauf einlassen?
00:14:38: auch, weil du ja schon eine Person bist die immer für sich selbst ja seit vielen vielen Jahren gesorgt hat.
00:14:44: Es war der Punkt erreicht wo ich gesehen habe dass mein umsorgen mich einerseits dorthin gebracht und krank gemacht hat und das andere war dass ich auch so krank war.
00:14:56: also es war ja also die haben Geschwüre gefunden in meinen Organen da.
00:15:02: die Blutbilder waren wirklich Gottlos am Boden.
00:15:06: Ich hatte kein Serotonin mehr, keine Glücksumme und gar nichts mehr in meinem Körper.
00:15:11: Also alle Hormonwerte waren im Keller.
00:15:12: Es war wirklich ... also ich war einfach nicht mehr von der Hand zu weisen krank so.
00:15:19: Und da konnte ich auch nicht mehr wegschauen.
00:15:21: Dafür hatte ich zu viel weil ich zu lange auch in der Analyse von Dingen als dass sich da noch irgendwie in der Verweigerung sein konnte.
00:15:31: Jetzt muss man auch sagen was uns beide verbindet ist auf die Spiritualität.
00:15:35: Hattest du die schon, bevor das Burnout
00:15:38: kam?
00:15:38: Ja.
00:15:39: Ich hatte es immer schon.
00:15:39: Aber ich habe keinen Platz mehr dafür gemacht in meinem Leben.
00:15:42: Also ich hab mit neunzehn schon Geomantie-Ausbildungen gemacht und ... Was ist das?
00:15:47: Das ist, wie du Kraftplätze finden kannst.
00:15:49: Okay.
00:15:50: Genau.
00:15:51: Und hab immer wieder... Und hab viele Jahre ja auch in der Traumabearbeitung von meiner Kindheit mit energetikerinnen zusammengearbeitet also immer neben der Schulmedizin auch spirituelle Wege gefunden und alternativ medizinische Wege.
00:16:07: Und das waren auch die, die mir gefühlt immer mehr geholfen haben als die klassischen schulenmedizinischen Ansätze.
00:16:14: Ja.
00:16:16: Dir ist es nicht schwer gefallen, dass alles loszulassen wenn Leute dir jetzt zuhören und denken wow ich glaube ich befinde mich genau auf diesem gleichen Weg aber ich packt das nicht!
00:16:27: Ich hänge da fest.
00:16:29: was würdest du denen raten?
00:16:36: Und das ist das Schwierigste.
00:16:38: Also die Lösung, ich gebe sie gleich mit Don't Get Stuck in the Story.
00:16:42: Das ist ein Satz der mich wirklich Die letzten Jahre unfassbar geprägt hat den ich auch so für mich entdeckt habe.
00:16:48: also bleibt nicht in deiner eigenen
00:16:50: Geschichte hängen.
00:16:51: genau warum natürlich und ich Ich find's, ich möchte auf keinen Fall Gesprächstherapie oder irgendwas schlecht machen.
00:16:58: Das ist unfassbar wichtig.
00:16:59: und dieser Wunsch, den immer mehr Menschen haben die Dinge rational begreifen zu wollen und den Dingen auf den Grund zu gehen, zu reflektieren, das ist unfastbar wichtig.
00:17:08: Es wurde über Generationen nicht gemacht und es ist wichtig dass wir das tun.
00:17:12: Die Frage ist aber was passiert wenn ich's verstanden habe?
00:17:16: Und da war für mich ein riesiges Lernfeld Menschen wie Obacht, denn wir menschenneigen dazu wenn wir die Geschichte haben dass wir sie zu unsere machen und dann erzählen wir sie aber und aber male.
00:17:30: Und dann plötzlich werden wir immer mehr zur der Geschichte und bleiben so in der Vergangenheit stecken.
00:17:35: uns sind immer nur das, was uns passiert ist.
00:17:39: Ja ich verstehe das so gut!
00:17:40: Also ich versteh es insofern so gut weil ich jetzt nach der Trennung von Norman ja immer wieder auf die Trennung angesprochen werde und ich jetzt auch gesagt habe... Und das sind gute Reminder weil ich muss diese Redakteur nochmal anrufen weil ich demnächst in einer Talkshow eingeladen worden bin wo's um mein neues Leben geht und da geht es quasi um all das was wir hier bei Happy Life besprechen.
00:17:59: und sie fingen dann wieder an warum haben Sie sich denken getrennt?
00:18:02: Was ist denn schief gelaufen?
00:18:03: Dann hab' ich gesagt ah ist das mal ein privat?
00:18:06: wenn ich das erzählen will, dann erzähle ich's.
00:18:08: Aber ich möchte diese Frage nicht hören und ich möchte mich nicht immer wieder in dieser Schleife befinden weil es tut mir weh... Ich bin traurig dass die Ehe nicht funktioniert hat aber ich will jetzt weiter kommen und indem ich mich immer wieder damit beschäftige und immer wieder noch eine runde drehe und noch ne runde dreh komme ich nicht weiter so.
00:18:28: also insofern
00:18:29: versteht es Und ich glaube das Problem ist Also jetzt wirst du damit von außen konfrontiert.
00:18:36: Aber wenn wir in so einem Veränderungsprozess sind, dann ist ja das Wichtige, dass ich sozusagen die neue Version von mir gestalte und viel mit Veränderungen hat auch mit Heilung zu tun.
00:18:53: Das ist in meinem Fall ein ganz viele Menschen.
00:18:57: Die kürzeste Definition von Heilung ist für mich Glaubenssätze verändern.
00:19:03: Und wenn es um Veränderungen geht, ist das eigentlich nicht genau das Gleiche?
00:19:07: Im meisten Fall muss ich mal viele Glauben-Sätze verändern, um tatsächlich eine Veränderung zu kommen!
00:19:13: Aber wenn ich immer wieder meine alten Glaubenssätze vor mich hinbete, dann wird das schwierig neu zu definieren.
00:19:20: Und ich habe da so ein kleines Tool für mich, wenn ich eine neue Geschichte von mir erkunde in einer Therapiesession, in einer Rückführung, in der Hypnose-Sitzung, wo auch immer ... Ich darf sie maximal dreimal erzählen.
00:19:31: Das hast du dir... Das
00:19:32: hab' ich mir selber vorgenommen!
00:19:34: Ja?
00:19:35: Das ist extrem hart weil wir uns oft gerade so in meiner Bubble auch so eine Faszination von allem, was wir dann herausgefunden haben in der Therapie und so.
00:19:44: Und ich habe für mich beschlossen, maximal dreimal erzähle ich die Geschichte wenn sie, wenn ich irgendwas Neues gerade entdeckt hab damit nicht, damit ich endlich ... und ich erzähl lieber das neue, was ich sozusagen, nicht was ich gelernt habe sondern was ich daraus mache.
00:20:00: Okay.
00:20:01: Das hast du ja viel... gelernt, also ob das jetzt Tanztherapie ist, Traumatherapie.
00:20:06: Das Gesprächstherapy ist Bücher gelesen, Energiearbeit.
00:20:08: Du hast gerade schon vieles angesprochen und trotzdem hat sich du mal gesagt vieles nicht verändert.
00:20:21: Ist es wirklich so?
00:20:24: Naja ich glaube ich habe es gerade versucht... Also ich hab's grad schon angesprochen.
00:20:28: Es ist tatsächlich eben dieses Ich habe mich lange in alten Identitäten bewegt.
00:20:34: Also du hast, damit ich es richtig verstehe... Du hast zwar was gelernt
00:20:38: über
00:20:39: dich aber es hat sich nicht verändert weil du wusstest dann was los war.
00:20:46: Aber was kommt danach?
00:20:47: quasi diese Frage?
00:20:48: Genau und das ist auch das!
00:20:50: Ich wusste gefühlt alles und ich hatte alle Felder analysiert und jede zwischenmenschliche Interaktion verstanden, aber es fiel mir so schwer es wirklich zu verändern, weil ich eben gefangen war in diesem alten Konstrukt von mir selber.
00:21:07: Ich hab mich nur noch mit dem identifiziert was mir alles passiert ist, was alles vorgefallen ist, warum ich weiß und wie und wo nicht tun kann.
00:21:15: aber ich habe mir eigentlich selber kaum Spielraum dafür gegeben mit einer neuen Linse auf mein Leben zu schauen sondern das war immer die selbe Schablone mit der ich auf mich geblickt habe und auf alle Situationen Aber ich habe meinen Feld sozusagen nicht für neue Lebensräume geöffnet.
00:21:29: damals dann passiert.
00:21:31: Vor allem als ich nach Ibiza gegangen bin, wo wir vielleicht die noch auch kurz zu übersprechen werden.
00:21:35: Ja
00:21:36: jederzeit?
00:21:38: Ich habe einfach komplett neue Perspektiven bekommen neuer Schablonen auf mein eigenes Leben zu blicken ohne die alten Verteufeln oder Negieren zu wollen.
00:21:47: Ich mag das Wort eigentlich nicht aber wenn du das jetzt so beschreibst würdest du sagen du bist in eine Opferhaltung gegangen?
00:21:52: Nö.
00:21:53: Das nicht!
00:21:55: Weil das hört sich so...
00:21:56: Ja, nein.
00:21:57: Was nicht!
00:21:57: Aber ich bin das geworden was mir passiert ist in meinem eigenen Blick auf mich selbst.
00:22:06: Opferhaltung ist ein schwieriges Wort aber ich glaube...
00:22:10: Ich glaube weil es so viel benutzt wird.
00:22:12: Ja, aber ich finde auch schön dass du das ansprichst, weil das ist auch ein wichtiges Thema.
00:22:18: kann ich es schaffen, aus meiner Opferrolle auszusteigen in der es einen Täter gab, der mich sozusagen zum Opfer gemacht hat?
00:22:26: und kann ich mich selbst ermächtigen.
00:22:29: wieder ein Leben zu führen oder endlich ein Leben, in dem ich die hundertprozentige Verantwortung habe.
00:22:35: Und ich glaube das auch ganz auf den Thema wenn wir über Veränderungen sprechen viele Menschen Auch die ich kennengelernt hab in Gruppentherapien Das ist ja bei Traumotherapie ein riesen großes Thema In der Gruppenterapie sozusagen zu teilen Was dir widerfahren ist und warum du nicht sozusagen vom Fleck kommst oder warum Du was auch immer für Probleme und Themen hast.
00:22:54: Am Ende des Tages, wenn du immer da fest überzogen bist, dass du ein Opfer bist selber ist es schwierig für dich ein neues Leben zu gestalten.
00:23:04: Also raus aus dem Selbstmitleid sozusagen?
00:23:06: Ja auch das ist hart ich weiß das sage ich ganz oft.
00:23:08: aber ja raus aus den Sesmen das heißt ja den Schmerz zu spüren aber nicht darin zu ertrinken.
00:23:15: Also dieses Bild zu sagen, ich stehe im Ozean und ich spüre die Welle.
00:23:19: Und ich schwimme aber ich lass sie mich nicht mitreißen unter Trinke.
00:23:26: Ja und das ist einfach wahnsinnig wichtig damit man eben weitergehen kann
00:23:31: ja oder überhaupt los gehen kann.
00:23:33: Wo ist denn da die Grenze zwischen zwischen dem Schmerz Raum geben?
00:23:38: Weil ich glaube es ist auch wichtig für die Verarbeitung teilweise in den Schmerzen reinzugehen und nicht wegzudrücken weil das machen ja auch viele Leute.
00:23:45: dann gibt es auch Blockaden du bist krank auch körperlich.
00:23:49: Also ich glaube, das dürfen wir nie vergessen dass unsere Psyche eine wahnsinnige Kraft über unseren Körper hat wie man ja bei dir dann gemerkt hat.
00:23:56: aber wo siehst du die Grenze zwischen diesem in den Schmerz gehen und aber eben selbst mit Leid?
00:24:06: Ja ich glaub also in den schmerz zu gehen bedeutet den schmärts zu sehen in anzuerkennen in zu fühlen in zuzulassen.
00:24:17: Und die Grenze zum selbsten Kleid ist dort, wo du dich wieder nur über den Schmerz definierst und eigentlich nur noch der Schmerzz bist.
00:24:27: Keine Emotionen sind für immer kein Schmerzt ist für immer.
00:24:31: Das ist glaube ich das Wichtigste.
00:24:34: Aber ich habe sehr viele Menschen erlebt, die wirklich auch daran zerbrochen sind an diesem Schmerzen aber vor allem weil sie der schmerz wurden und dann eigentlich schon nicht mehr in irgendeiner Form, eine andere Form von Emotionen erlebt haben als den Schmerz.
00:24:53: Und sie wurden der eigene Schmerzen und das könnte man mit Selbstmitleid auch vergleichen ist nicht alles selbst Mitleid was Schmerze ist.
00:25:02: manchmal ist der schmerz halt so unendlich dass es auch fast aussichtslos erscheint.
00:25:08: Jetzt um nochmal auf deine Situation zu blicken und vielleicht Leuten auch noch ein bisschen etwas mit auf dem Weg zu geben die mental und körperlich vielleicht in der ähnlichen Situation, wie du gerade sind.
00:25:19: Aber die nicht ... ich sag mal, vielleicht die finanziellen Mittel zurücklegen konnten um jetzt einfach so einen Cut zu machen.
00:25:31: also Du konntest ja sehr sehr radikal sagen Also Ich weiß auch ne von dir dass du auch immer noch Arbeiten musst und so.
00:25:39: aber trotzdem hattest du glaube ich ein gutes gutes Polster und konntes dich erstmal wirklich auf Dich konzentrieren Und andere Leute haben da vielleicht Angst, weil sie eine große Existenzangst haben.
00:25:49: Wobei man auch sagen muss wenn man in einem Burnout ist, ne?
00:25:51: Man kann sich krank schreiben lassen und kann dann in dem Job wieder starten.
00:25:56: aber was würdest du denen... Welchen Ratschlag würdest Du ihnen mitgeben?
00:26:03: Sich krank zu schreiben lassen.
00:26:04: Also selbst ich hab mich krank schreiben lassen obwohl ich Firmen hatte und noch das.
00:26:11: Ich glaube das Wichtigste ist anzuerkennen dass es eine Situation ist die einfach andere Lösungen braucht.
00:26:19: Du bist in der Situation, warum auch immer und ab jetzt gelten andere Regeln ja?
00:26:24: Ich war davor in meiner Selbstständigkeit von fünfzehn Jahren zehn Jahre Entschuldigung niemals krank.
00:26:30: Niemals hätte ich mich krankschreiben lassen weil als Selbstständiger lässt du dich nicht krank schreiben.
00:26:33: es gibt immer einen Weg machst vielleicht ein zwei Tage Ruhe und dann geht's wieder weiter Und wirklich zu sagen ich brauche Hilfe entweder dich auf das Gesundheitssystem zu verlassen oder einfach auch Hilfe einzufordern.
00:26:48: Ich habe größte Schwierigkeiten gehabt, die ersten Wochen und Monate Menschen zu artikulieren wie krank ich bin und wie schlecht es mir geht.
00:26:57: aber am Ende des Tages gibt es immer eine Lösung für alles.
00:27:04: In den Situationen hat man keine Lösungen.
00:27:06: Das Gehirn ist auf Alarmzustand und das Gehirne ist nicht in der Lage, Lösungen herbeizuführen.
00:27:11: Und das ist die größte Gefahr des Gehirns.
00:27:13: Ist in solchen Situationen eigentlich dumm?
00:27:15: Weil es in der kompletten Panik... Angst ist.
00:27:19: Und er sagt, das geht alles nicht!
00:27:20: Das und das... Du hast doch
00:27:22: Verantwortung, du musst
00:27:23: noch das machen.
00:27:24: Vielleicht
00:27:25: hast du Kinder...
00:27:26: Du kannst dein Unternehmen nicht verlassen.
00:27:29: Du bist hier die Kollegin und du laste alle im Stich und der braucht dich und alle sind.
00:27:37: Das Problem ist, dass das größte Problem ist weil das hindert immer wieder die Menschen daran früh genug auszusteigen.
00:27:45: Das macht dich auch nicht gesund, das muss man auslangen.
00:27:46: Es wird
00:27:47: immer noch kranker und schlimmer.
00:27:50: Und ich glaub da einfach wirklich zu sagen okay, ich hör jetzt nicht mehr auf meinen Kopf sondern ich höre jetzt auf meinen Körper und schreibe mal alle Warnsignale die ich so spüren kann runter und sehe einfach mal was hier eigentlich los ist.
00:28:05: also dass war für mich auch so ein Moment wo ich gesagt habe okay ich kann meinem Kopf jetzt nichts mehr zuhören Ich muss jetzt maximal ins fühlen gehen.
00:28:12: Also ja es total eh so.
00:28:14: Nein, weil also, achtzig Prozent meiner Ressourcen noch immer auch meinen Körper nicht nur mein Kopf.
00:28:19: Und damals zu sehen was ist da los und dann zu spüren für mich war das war ... Das war aber auch faszinierend, was da eigentlich in meinem Körper alles los war und dass es eigentlich unmöglich waren.
00:28:31: Das habe ich auch mit diesem Arzt sehr viel besprochen zum Beispiel Was da eigentlich für Warnsignale schon am Agen waren.
00:28:41: Das ist das, was ich jeden wirklich raten kann.
00:28:44: Diese ganzen Geschichten, die das Gehirn erzählt und also der Verstand erzählt ... Die muss man ausschalten.
00:28:50: Kannst du über ein paar Wahnsinngdale ansprechen?
00:28:54: Was du körperlich gespürt hast, die du weggedrückt hast?
00:28:56: Naja, ich war jeden Morgen um drei Uhr morgens wach und konnte nicht mehr schlafen.
00:29:01: Wann bist du ins Bett gegangen?
00:29:02: Und
00:29:02: Mitternacht.
00:29:03: Es gab auch keine Nacht, wo ich länger als drei Stunden geschlafen hab.
00:29:06: Ich hatte Haarausfall.
00:29:07: Wir sind die Wimpern ausgefallen in die Haare generell.
00:29:11: Ich ... Was hatte ich denn noch?
00:29:15: Ja, also ich hab dann so Ideen mehr und Geschwüre sämtlichen Körperorganen bekommen.
00:29:20: Es war bei mir schon wirklich sehr weit fortgeschritten.
00:29:24: Hormonstatus beim Keller als Frau keine Periode mehr.
00:29:29: Also es war ja wirklich ...
00:29:31: Und das hast du einfach weggedrückt, alles?
00:29:33: Ich hatte immer einen Grund.
00:29:36: Mein Verstand hat jeden Monat deinen Grund, warum ich meine Periode dann nicht bekommen hatte und das war aber sechs Monate in Folge.
00:29:45: Also mein Verstand hatte immer eine Antwort auf alles was da passiert um das zu schützen dass das System ja nicht zusammenbricht.
00:29:53: Das hört sich nach super viel... also es ist ja auch superviel.
00:29:57: und trotzdem finde ich bist du so einer der positivsten Menschen die ich kenne Und hast irgendwann mal gesagt, das hast du von indigenen Völkern gelernt.
00:30:13: What are the garden of beautiful?
00:30:15: Also wessere deinen persönlichen Garten des Schönen.
00:30:20: bin ich das jetzt so richtig besetzt habe?
00:30:24: Wie hast du es geschafft?
00:30:28: Oder was bedeutet das auch, ne?
00:30:29: Also Credit mal zu der Schamane mit der ich arbeite.
00:30:32: Die sagt das immer Wenn wir nach längeren Zeremonien und Workshops mit ihr zusammensetzen Sagt sie das immer.
00:30:42: Was im Endeffekt dahinter steht ist Wir haben zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit zu entscheiden Worauf blicke ich?
00:30:51: alles negative, was ist und was passieren könnte.
00:30:54: Und was ich bin und was mich ausgemacht hat?
00:30:57: oder schaue ich auf alles, was sich verändern kann, was schön ist, was es schon gibt?
00:31:03: Schau ich auf die Ressourcen!
00:31:07: Sie sagt uns dann immer dass wir eben den Fokus darauf legen sollen, was uns nähert was uns positiv stimmt, was uns Mut gibt.
00:31:20: Wir haben halt nur vierundzwanzig Stunden und ich kann mich ... Und dann schlafen wir im besten Fall acht davon.
00:31:25: Und die restlichen sechzehn Stunden kann ich entweder damit beschäftigen, was jetzt alles schiefgehen könnte und wer mich alle ablehnen könnte oder was auch immer.
00:31:33: Also jeder hat ja sein eigenes Po an Ängsten!
00:31:37: Oder ich konzentre mich auf das, was ich gut machen kann, was bereits gut ist, was positiv in meinem Leben ist?
00:31:45: Das ist ja auch wieder der Mindset, ne?
00:31:47: Also ist dein Glas halb voll.
00:31:48: Ist es halb leer.
00:31:49: Bist du dankbar für das was du hast oder riechst du dich abends vom Schlafengehen nochmal kurz drüber auf wie scheiße der Tag war?
00:31:56: Ja und es ist so...
00:31:57: Und es ist einfach und es kostet nix!
00:31:59: Ja und vielleicht ist es nicht so schwer weil wir...
00:32:02: Absolut also im eigentlich wenn man drauf guckt ist es so einfach aber wenn man so in seinem Strudel feststeckt..
00:32:09: Richtig.
00:32:11: Du weißt dass ich eine Familie mitglied habe bei der das seit Jahren so ist und die Person kommt da einfach nicht raus.
00:32:22: Ja, du kommst doch nichts vom Fleck!
00:32:25: Aber es gibt eben auch Menschen, die haben gerne Probleme damit sie immer wieder... Das wäre mal eine gute Übung für diese Person.
00:32:31: Einfach jedes Problem darfste nur dreimal erzählen oder
00:32:35: wird ganz österreich verstummen?
00:32:39: Ich komme aus der Sudan-Nation.
00:32:41: Wir lieben es ja zu Sudern, also vor allem die Wienerinnen und Wieners.
00:32:45: Zu Sudern?
00:32:46: Was
00:32:47: ist ein Sudern und
00:32:48: Rundzen?
00:32:49: Du weißt nicht, ich kann's nicht, bin dann gleich wieder im Bayerischen.
00:32:52: Ja das ist genau da, das weh der schlecht und das greizt dort weh... Also immer das negative so richtig ausquetschen wir in den Zitronen täglich mehrfach!
00:33:05: Gut, also wir konzentrieren uns auf das positive und dann hast du aber noch was anderes gelernt.
00:33:11: Ein anderes Konzept.
00:33:15: Firmness.
00:33:17: Ja, Firm-ness.
00:33:20: Festigkeit?
00:33:22: Ja, also es ist... Ich... Also Fermeza ist im Endeffekt dass ich befinde mich ja gerade in Training bei einer Schamanin und wir sitzen sehr oft Zeremonien und es wird gebetet, wobei ich dazu sagen muss das ist jetzt eher von meinen Formen.
00:33:38: Das Gebet so viel gesungen wird eben viele Gebete der indigenen Völker Und vermäser ist etwas was sie immer sagt.
00:33:46: wenn Wenn dich eben eine Angstwelle durch also überkommt wenn du traurig bist wenn Du Panik bekommst dann ist Vermäser und diese Firmness, das heißt dieses Endeffekt aufrecht sitzen.
00:34:02: Und die Dinge durch dich durchfließen lassen wie eine Welle.
00:34:07: Das ist etwas was ich in den letzten Jahren von ihr gelernt habe und versuche zu praktizieren dass sich eben nicht alles umwirft was dir passiert, was du erfährst.
00:34:18: Was dich berührt.
00:34:20: Sondern dass du lernst damit zu sitzen.
00:34:24: und ich finde das ist eine unfassbar schöne Praxis die wir Mitteleuropäer überhaupt nicht mehr haben oder vielleicht auch nie hatten oder in unserer Gesellschaft aktuell in unserer Bubble.
00:34:37: Wir laufen es irgendwas und es immer sofort Action und es muss sofort gehandelt werden.
00:34:42: Und das muss sofort dagegen gesteuert werden, ich bin in der Nehmensberatung gewesen, sofort irgendwelche Känzeln runterblumsen laufen hundertzwanzig tausend Leute in zwanzig unterschiedliche Richtungen um sofort gegenzusteuern Und einfach mal mit den Dingen zu sitzen und sie auf sich wirken zu lassen, um sich nicht gleich davon so umwerfen oder so ein Konzept bringen zu lassen.
00:35:02: Das ist diese Firmness.
00:35:03: Aber auch aufregend zu lassen finde ich.
00:35:04: Aufregend
00:35:05: gelassen!
00:35:06: Richtig!
00:35:06: Es wird immer gleich... Ich sage mal aus einem Mücke einen Elefanten zu machen ja?
00:35:12: Also damit sind wir... Darin sind wir Weltmeister.
00:35:20: Ich versuche nicht mehr so zu sein, aber natürlich wir sind Menschen.
00:35:22: Wir reagieren auch.
00:35:23: Wir sind reaktive Personen und andererseits merke ich das ja selber.
00:35:28: also wenn wenn ich vielleicht mal irgendwas gesagt habe wo sich andere Leute dann tierisch dran aufhalten oder festhalten aber auch in Freundschaften wenn da mal vielleicht nicht sowas läuft wenn es in Freundenschaften nicht einmal so rundläuft dass man sich dann nicht aufregt und bei anderen Leuten vielleicht drüber redet, sondern einfach mal auch in die Stille geht beziehungsweise auch mal beim Gegenüber.
00:35:48: Das haben wir zum Beispiel auch schon ein paar Mal gehabt dass wir uns bevor wir uns vielleicht auch besser verstanden haben.
00:35:53: ich würde nicht sagen das wir angeeckt sind aber wir haben uns vielleicht nicht gegenseitig verstanden und wir haben dann gegenseits gefragt warum hast du jetzt so reagiert?
00:36:00: oder was macht es gerade mit dir?
00:36:01: ja also dadurch sind wir zusammen gewachsen und es ist ein Du zeigst Verständnis für dein gegenüber und willst die andere Person besser verstehen.
00:36:10: Gehst du nicht direkt in die Beurteilung?
00:36:12: Ja,
00:36:12: genau.
00:36:13: Voll!
00:36:13: Das ist ein großes Konzept davon miteinander und mit sich selber zu sein auch dieser Firmness, dass du es nicht beurteilst.
00:36:20: Und ich glaube das ist ganz wichtig.
00:36:22: aber das ist so schwierig weil wer eben alles soll beurtheilt, gelegt oder nicht gelegt, kommentiert was auch immer werden.
00:36:29: wir leben ja schon in einer Welt in der alles gefühlt auch wirklich kommentieren und bewertet werden soll.
00:36:36: Und das ist ganz schwierig, wenn man sich auf das Thema zurückzugehen.
00:36:41: Wenn man sich in Veränderung befindet... Ganz vieles ist noch nicht bewertbar!
00:36:46: Weil Veränderungen ja auch ganz oft darin besteht, dass es ein Prozess ist.
00:36:50: und Prozesse sind in der heutigen Zeit für uns extrem schwer weil sie für uns nicht greifbar sind, weil wir die Destinationen noch nicht kennen.
00:36:58: Es ist schwierig für unser Umfeld wie oft ich heute noch die Frage bin was machst du jetzt?
00:37:02: Ja, bei Veränderungs kannst du nicht analysieren.
00:37:04: Die hat keine Zahlen
00:37:05: Ja, und sie ist auch... Sie begreift sich halt in der Veränderung.
00:37:08: Und nicht in einen ... In fünfundzwanzig kleinen Zwischenschritten die ich jeden März genau erklären kann und manchmal befinde ich mich vielleicht auf irgendeinem Plateau das ich noch gar nichts beschreiben kann.
00:37:18: Und trotzdem will ein ganzes Umfeld immer wissen was los ist und wo es jetzt hingeht und was der nächste Schritt ist und was er letzte Schritt war.
00:37:26: Und in einer Veränderungen ist aber wie das Ding ja schon sagt vor allem die Veränderungs-
00:37:32: da darf auch mal was nicht so funktionieren, weil man findet sich ja noch.
00:37:37: Also nicht nur in der Veränderung darf es nicht funktionieren?
00:37:40: Ja danke dass du das nochmal sagst aber gerade besonders in der veränderung ist okay.
00:37:44: ich war gestern auf einer veranstaltung und saß neben einer person die sehr viel mit social media arbeitet und Ich meine ich nutze es auch als werkzeug und ich könnte das alles auch noch viel besser machen.
00:37:54: und trotzdem habe ich das gefühlt ich verschwende schon Verschwände tatsächlich viel zu viel zeit damit Und die Person war gestehen hab ich aber uns einmal aus händi gespickt.
00:38:04: Die waren nur damit beschäftigt, sich die Storyviews anzugucken und danach dann so nach einer Viertelstunde nochmal zu gucken wie viele Leute jetzt irgendwie schon.
00:38:12: Und hat jemand die Umfrage schon beantwortet?
00:38:17: Wir haben übrigens auch jede Woche eine Umfrage.
00:38:19: dürfte gerne teilnehmen wenn ich gerade meine Social Media habe!
00:38:22: Aber so... Ich war wirklich, dachte so krass Wenn ich das den ganzen Tag machen würde, also ich schaue mir den ganzen tag an wie ich von außen bewertet werde und wie ich vom Außen ankomme.
00:38:35: Das würden mich fertigmachen.
00:38:36: Also ich glaube da musst du auch ein bestimmter Typ Mensch sein oder Stumpf sein.
00:38:40: keine Ahnung dass du das irgendwie nicht an dich ranlässt.
00:38:42: Ich hätte das... ich könnte es nicht!
00:38:43: Ich würde daran Zeit brechen.
00:38:45: Ja gut das ist jetzt sozusagen Also ein gutes Beispiel aus dieser Medienwelt, aber wenn wir jetzt auch auf andere Lebenskonzepte schauen.
00:38:53: Das ist aber nicht nur Medienwelt.
00:38:54: Du weißt unsere Freundin, die auch einen Burnout hatte, sich auch versucht immer selbst zu optimieren und natürlich das mit Social Media auch zu machen also gar nicht aus Selbstbeweihräucherung sondern weil es einfach dazugehört.
00:39:09: Aber es gibt die Selbstoptimierungsfraktionen, aber es gibt auch die, die zum Beispiel in sehr starke Familienkonstrukte eingebettet sind.
00:39:20: Die können sozusagen nicht die Storyfuhr so hoch swalpen... ...aber was sie machen ist eigentlich die ganze Zeit gegen eine Bewertung im System zu arbeiten Und es ist unheimlich schwer, da auszubrechen.
00:39:32: Weil das ist auch der Widerstand, der dann permanent passiert.
00:39:35: Der eigene Wunsch auszubbrechen und gefühlt der Gegendruck... ...der kommt aus dem Arbeitsumfeld, aus den Familienumfeld,... ...aus der engsten Partnerschaft vielleicht oder aus dem Freundeskreis die eigentlich nichts wissen verhindern, dass du dich veränderst und teilt an dieses Zusammenbruch sind?
00:39:56: Und das, glaube ich, unterschätzen wir auch oft in Veränderungsprozessen.
00:40:01: Wie sehr wir von unserem Umfeld mit auch gestaltet werden und das kann euch ja noch von mir sagen... Ich habe halt rigoros damals auch Freundschaften pausiert, wo immer wieder nach vier Wochen schon die Freikunters machst du jetzt?
00:40:18: Wo ich dann gesagt habe, du, dass im Moment ist mir zu viel Druck!
00:40:21: Wir hören uns in ein paar Wochen wieder.
00:40:24: Und auch in meiner Partnerschaft damals habe ich mich total rausgezogen, weil dort einfach weiterhin der Leistungsdruck an der Tagesordnung stand.
00:40:32: Das war das Einzige diesen Raum zu schaffen, war das einzige für mich damals um wieder ansatzweise zu mir zu finden und einen Weg zu finden wie ich sozusagen wieder so viel Ruft bekomme um überhaupt zu wissen wo ich mich hin bewegen kann oder muss um gesund zu werden.
00:40:51: Also es läuft ja alles irgendwie auf eine Sache hinaus auf Eigenverantwortung.
00:40:58: Ja und das ist eben, ich glaube also... Ich habe heute an viele Menschen gedacht, nicht an viel aber in einigen Menschen immer im Umfeld gedacht, die die Folge vielleicht nie hören werden, aber für diese Folge so wertvoll wäre.
00:41:14: Also auch glaube ich diese Sache, die ja mit Eigenverordnung Hand-in-Hand geht.
00:41:19: niemand kommt um dich zu retten.
00:41:21: Es gibt so viele Leute Auch in Beziehungen, die immer nur darauf warten vom Partner emotional aufgefangen oder ausgeglichen zu werden.
00:41:29: Partnerschaft ist was Tolles, ne?
00:41:31: Für andere Personen da sein isst auch was Tolles, das dürfen wir auch sein!
00:41:34: Du bist für mich da, ich bin für dich da vielleicht nicht immer so wie... Aber genau, vielleicht nicht mal so wie der Andere es gerade braucht weil wir können uns natürlich auch nicht immer ineinander hineinversetzen beziehungsweise Vielleicht hast du mal Probleme jetzt wirklich zu sagen Ich brauch dich jetzt hast ja auch gesagt dass dir das teilweise schwer gefallen ist.
00:41:52: mir fällt es auch teilweise schwer Aber ich glaub, darauf läuft's hinaus.
00:41:58: Ja also ... Radical Ownership nenne ich das gerne.
00:42:04: Ich glaube es ist das größte Geschenk dass du dich am Ende immer und immer wieder selber retten kannst.
00:42:10: Und ich glaube das als geschenkt zu sehen und nicht als würde Ist für mich der Schlüssel warum ich gerne am ende durch jede Veränderung gehe.
00:42:22: weil ich weiß okay ich habe selber hundertprozent in der Hand.
00:42:26: Ich habe vielleicht nicht alles hundert Prozent unter Kontrolle, das auf keinen Fall!
00:42:29: Aber es liegt an mir welche Entscheidungen ich treffe oder nicht treffe und es liegt auch an mir ob ich mich die Situation rausbegebe oder nicht.
00:42:39: Und dass...ich weiß, wir sind sehr privilegiert hier und es gibt viele Menschen die sich nicht einfach aus einer Situation heraus retten können Und ich glaub, deshalb ist es umso wichtiger, dass die, die's können auch wirklich tun und nicht darauf warten, dass sie geneintet werden.
00:42:54: Weil wir sind hier noch immer in EPI-Zentrum des privilegierten Lebens.
00:43:01: Ja?
00:43:03: Und ich denk mir viele Dinge sind natürlich ein großes Hindernis.
00:43:07: Viele Dinge sind schwer und wenn man finanziell nicht unabhängig isst vieles noch viel, viel schwieriger.
00:43:14: Aber es beginnt mit der inneren Einstellung... dass man selber alles verändern kann.
00:43:21: Ah, weißt du was ich gerade denke?
00:43:22: Also... Ich weiß nicht, hörst du Mel Robbins ab und zu?
00:43:26: Ich meine, Mel Robins hat dir ein Buch geschrieben The Let Them Theory.
00:43:30: Und da geht es ja eben auch darum let them also Kontrolle loslassen.
00:43:33: Du hast das nicht in der Hand Was andere machen.
00:43:35: aber dann let me also übernimm Verantwortung Ja Und jahrelang war's ja immer so let it go.
00:43:41: Also, lass die anderen machen.
00:43:43: Aber du setzt dich auch nicht damit auseinander und lässt es alles so... Du übernimmst keine Verantwortung für das was passiert, sondern ziehst dich einfach raus.
00:43:49: Es führt aber halt zu nix.
00:43:52: Mensch, hast du das gerade nochmal anders erklärt?
00:43:55: Ja.
00:43:56: Toll!
00:43:57: Ich hab zum Schluss, wir sind noch nicht ganz am Ende, aber habe ich noch drei Fragen an dich.
00:44:04: Dann werde ich nur mal kurz Fazit ziehen und dann darfst du natürlich auch noch ins Happy-Jug greifen.
00:44:08: Und eine Frage beantworten, die vielleicht gar nichts mit der heutigen Folge zu tun hat?
00:44:12: Ich kann mir schon vorstellen was deine Antwort sein wird aber wer weiß vielleicht überrascht mich... Was war denn die mutigste Entscheidung deines Lebens, die niemand verstanden
00:44:19: hat?
00:44:24: Die mutigsten Entscheidungen meines Lebens die niemand Verstanden hat?
00:44:29: am Ende glaube ich habe ich keine Entscheidung die niemand verstehen hat Aber die mutige Entscheidung die trotzdem nicht so viele Menschen verstanden, aber sicher, dass ich mein Ehemann nachdem ich in vier Wochen kannte auf Burning Man geheiratet habe.
00:44:43: Obwohl die Liebe und die Freude für mich unendlich war, glaube ich, gab es auch unendliche Fragezeichen.
00:44:49: Und Achtung Spoiler sind immer noch verheiratete?
00:44:51: Das ist ja
00:44:51: auch schön!
00:44:52: Also eine Hochzeit kann man dann auch schnell wieder Hochzeit sein lassen.
00:44:56: Gibt's einen Moment wo dann – und lustigerweise mich hat das irgendwie nie
00:44:59: geschockiert?!
00:45:01: Ich habe es nicht bewertet.
00:45:02: Nein, du hast das gar nicht bewährt.
00:45:03: Du hast dich unheimlich gefreut.
00:45:04: Aber es gab ... Gefreut haben sich alle!
00:45:06: Aber ich glaube, es dachten alles sich so... Ähm ...
00:45:10: Auf was waren die?
00:45:11: Wer
00:45:12: bist du jetzt noch mal ganz schnell und ... Genau, was ist passiert?
00:45:17: Weil ich ja auch zum ersten Mal im Leben richtig auf dem Festival war.
00:45:20: Da bin ich zu Burning Man gefahren Und dann kam ich zurück, ich bin da zwei Haare drin und alle waren so
00:45:23: What?!
00:45:24: Ja gut, aber da bist du ja gleich ganz oben eingestiegen.
00:45:28: Gibt es einen Moment, wo dein Körper etwas wusste bevor deinen Kopf was begriffen hat?
00:45:31: Haben wir vielleicht schon
00:45:33: immer.
00:45:33: Meine Körper war's immer alles bevor mein Kopf wusste weil mein Körper intelligenter ist als meinen Kopf.
00:45:40: Du hast ja ein sehr intelligentem Körper, bist ja schon eine sehr schlaue Frau!
00:45:44: Und was würdest du der sechzehnjährigen Jen heute sagen?
00:45:46: und ich finde das so interessant weil ich gestern ein Reel gesehen habe von Guido Maria Kretschmer wo er sich über diese Frage aufregt Weil er irgendwie sagt, er wird die Frage gar nicht verstehen.
00:45:55: Das wäre dann in der Zukunft und das könnte man ja nur ... Ich liebe diese Frage!
00:45:59: Ja.
00:46:01: Deswegen hab ich sie jetzt auch gestellt übrigens.
00:46:03: In meiner sechzehnjährigen ... Ohne meine sechszehn- jährigen, ich würde dich sagen such dir immer Menschen, die das Herz am rechten Fleck haben und die dich unterstützen und die etwas in dir sehen, dass du vielleicht noch nicht in der Lage bist zu sehen?
00:46:21: Das finde ich gut.
00:46:23: Weil die werden, die Menschen sein, die du am Weg brauchst und nicht aufzugeben.
00:46:27: Es wird manchmal schwer werden aber wenn du die richtigen Menschen an deiner Seite hast dir an dich glauben was ihnen dir sehen dass du nichts siehst dann wirst du alles schaffen.
00:46:38: Ja und ich glaube das ist super wertvoll ist weil so viele menschen auch einfach nebenan der her leben und vielleicht denken Sie haben Freundschaften Einfach nur Menschen, die in deinem Leben sind.
00:46:50: Mit der Zeit
00:46:52: verbringen oder verschwenden?
00:46:55: Wir sprechen in der Bonusfolge auch gleich noch darüber wie man gewisse Techniken-Routinen in seinen Alltag einbauen kann um wieder mehr Eigenverantwortung und Selbstführungen irgendwie für sein Leben zu leben.
00:47:07: Die Takeaways, die ich so ein bisschen aus der Folge mitnehme.
00:47:09: Also zum einen selbstmitleid ist Stillstand Bleibt nicht in deiner eigene Geschichte stecken.
00:47:18: Keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung und die darf auch sein.
00:47:24: Besonders in Veränderungssituationen, der Körper lügt nicht den Kopf schon.
00:47:32: Sich selbst eben halten.
00:47:33: Firmness haben wir es genannt für Fähre Messer finde ich wirklich wichtig weil ich mich auch in Situationen wo ich missverstanden werde und ich glaube das sind auch ganz alte Glaubenssätze oder dass was ich vielleicht in meiner Kindheit hatte Wenn ich das Gefühl habe, ich werde falsch verstanden und nicht gesehen.
00:47:51: Dass ich sofort eine körperliche Reaktion bekomme.
00:47:54: Bauchschmerzen vielleicht sogar ... Eine Art von Schüttelfrost oder so was.
00:48:01: Und das muss ich mir halten.
00:48:02: also dass ich mich da selber auch vertrauen kann und sagen kann Das ist jetzt nicht meins!
00:48:06: Das ist das was die andere Person gerade fühlt oder internalisiert aber es hat eigentlich nichts mit mir zu tun.
00:48:16: Da sind wir aber auch wieder für das, was man tut eben auf Verantwortung zu übernehmen.
00:48:22: Weil keiner kommt um dich zu retten.
00:48:24: Und don't get stuck in the story!
00:48:27: Habe ich ja am Anfang gesagt bleib mir hinter der Geschichte stecken, aber auf Englisch ist es schöner.
00:48:30: Don't Get Stuck In The Story nehmen wir auch noch mal mit.
00:48:38: So jetzt darfst du eine Frage
00:48:40: ziehen.
00:48:41: Darf ich das wegnehmen hier?
00:48:42: Darfst Du wegnemen, darfst Du laut vorlesen
00:48:44: Okay okay okay okay.
00:48:46: Jetzt bin ich aber mal gespannt.
00:48:50: Also, was fehlt dir manchmal und was davon konntest du dir selbst geben?
00:48:58: Also egal was mir fehlt ich kann mir ja alles selbst geben.
00:49:02: Was fehlt dir manchmal?
00:49:07: Tatsächlich fehlt mir manchmal noch immer Sicherheit und Stabilität.
00:49:11: Ich habe es ja eingangs schon erwähnt dass das immer ein Lebensthema war und das wird auch glaube ich mein Lebenthema bleiben.
00:49:19: deshalb heißt auch Lebenstheema Wünsche mir ganz auf Sicherheit und Stabilität noch immer in meiner Partnerschaft oder meinem engsten Freundeskreis.
00:49:31: Aber ich glaube, ich darf weiterhin lernen, mir das Sicherheit und stabilität selber zu geben – in mir!
00:49:37: Und nicht im Außen.
00:49:40: Schön.
00:49:41: Also ich dank dir wirklich sehr für die Offenheit.
00:49:44: Das war ein Deep Dive in das Thema Selbstführung aber auch selbst der Kenntnis.
00:49:51: irgendwie finde Wir sprechen jetzt gleich in der Bonusfolge darüber, wie wir das in den Alltag integrieren oder überführen können.
00:49:58: Das hört ihr exklusiv in der Polymo-Bonusfolge, in der Podimo App.
00:50:04: Da könnt Ihr uns ja übrigens auch sehen falls Ihr uns irgendwo anders gerade hört.
00:50:08: und ich sage es schon mal Tschüss!
00:50:12: Du bleibst aber hier sitzen.
00:50:13: Wir machen gleich weiter an der Bonus Folge.
00:50:14: Ich habe aber in der heutigen Mindful Minute
00:50:18: noch
00:50:19: Eine, wie bitte?
00:50:21: Adieu!
00:50:22: Adieu für alle die...
00:50:23: Tschüss und baba.
00:50:25: Die nicht mit rüber kommen zur Bundesfolge was hoffentlich noch ganz viele machen.
00:50:28: Danke Jen für deine Offenheit.
00:50:29: Ja danke schön.
00:50:31: In der heutigen Mindful Minute habe ich eine Reflektionsfrage Und tatsächlich auch noch ein ganz kleiner Challenge Für euch.
00:50:40: Die Frage lautet Wo in deinem Leben funktionierst du gerade Und Führst dich nicht wirklich selbst?
00:50:48: Also Wo arbeitest du Sachen ab?
00:50:52: Wo hast Du Tätigkeiten, die Du immer wieder tust aber wo Du das Gefühl hast.
00:50:57: Die entgleiten Dir oder die sind gar nicht wirklich selbst gewählt?
00:51:01: und dann und die Challenge der Woche kommt eigentlich von Jen Einfach mal fünf Minuten Zeit sich nehmen Und ich liebe auch ihr könnt gen folgen jen Rosenberg Ed Gen Unterstrich Rosenberg unterstrich official.
00:51:17: Da tanzt sie auch manchmal.
00:51:19: Einfach oder singt beim Joggen und das mag vielleicht für manche Leute befremdlich wirken, aber probiert es doch einfach mal aus fünf Minuten!
00:51:27: Vielleicht sogar jetzt direkt oder heute noch.
00:51:31: mach ein Lied an Spielmusik ab die dich bewegt.
00:51:34: Es gibt überhaupt kein Ziel sondern es geht einfach nur darum sich zu bewegen und seinen Körper wieder zu spülen.
00:51:41: weil wer weiß vielleicht bist du jemand oder der jeden Tag tanzt, in der Dusche laut mitsinkt und vielleicht machst du das gar nicht.
00:51:47: Und mal schauen wie sich das für dich anfühlt denn ich weiß Jen für dich hat es sich oft sehr gut angefühlt den Körper wieder zu spüren.
00:51:58: Gut dann sage ich jetzt auch wir hören uns bei der Bonusfolge kommentiert abonniert.
00:52:04: liked sagt es weiter der podcast muss immer noch wachsen.
00:52:06: insofern freue mich ganz ganz toll wenn ihr uns auch weiter empfehlen und wenn euch dieses Gesprächspaß gemacht hat.
00:52:11: Wenn ihr unter der Folge kommentiert, bin ich mir sicher.
00:52:15: Wenn ihr Fragen an Jane habt, die ihr öffentlich stellen wollt, wird sie euch sicherlich antworten und checkt auch mal die Meditation aus, die es hier bei Happy Life gibt.
00:52:25: Vielleicht bringen die euch näher zu euch.
00:52:27: Wir hören uns nächste Woche wieder, vielleicht sehen wir uns sogar bis dahin.
00:52:30: Tschüss!
00:52:48: Sound Felix Andorff Marketing Katharina Witzani Coverdesign Christoph Brandes und Johanna von Holst.
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