People Pleasing: Warum uns Nein sagen so schwerfällt

Shownotes

Warum fällt es uns so schwer, Nein zu sagen – selbst wenn wir längst spüren, dass es zu viel wird? In der ersten Folge von Happy Life spricht Jochen Schropp mit Unternehmerin, Autorin und Podcasterin Vera Strauch über People Pleasing, Grenzen setzen und die Frage, warum wir im Alltag so oft Ja sagen, obwohl wir eigentlich Nein meinen. Gemeinsam sprechen sie darüber, wie People Pleasing entsteht, warum gerade ambitionierten und verantwortungsbewussten Menschen Abgrenzung schwerfällt – und welche Rolle Selbstwert, gesellschaftliche Erwartungen und frühe Muster dabei spielen. Es geht um Situationen, die viele kennen: zu schnell Ja sagen, eigene Grenzen übergehen – und erst später merken, dass es eigentlich zu viel war. Und darum, wie wir lernen können, klarer zu kommunizieren und unsere eigenen Bedürfnisse ernster zu nehmen.


“Happy Life” ist ein Podcast von Podimo und erscheint immer donnerstags.

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Host: Jochen Schropp Executive Producer: Juliane Rinne Producer: Kiana Lensch Sound: Felix Andorf Marketing: Katharina Witzani Cover-Design: Christoph Brandes und Johanna von Holst

Transkript anzeigen

00:00:03: Manchmal sagen wir Ja und merken die Konsequenz erst später.

00:00:09: Wir wissen gar nicht, wie wir das alles schaffen sollen was wir uns vorgenommen haben.

00:00:13: unser Kopf fühlt sich an als würde er explodieren und der Körper ... Der ist erschöpft!

00:00:18: Wir sagen ja nicht weil wir müssen sondern weil es sich im Moment einfach einfacher anfühlt.

00:00:25: Einfacher als erklären, einfacher als enttäuschen, einfache als klar zu sein.

00:00:32: In dieser Folge sprechen wir darüber, warum People-Pleasing im Alltag oft ganz unscheinbar beginnt und wie wir lernen früher wahrzunehmen wann ein Ja nicht mehr stimmig ist.

00:00:45: Happy Life mit Jochen Schropp.

00:00:53: Mein Name ist Jochen schropp.

00:00:55: Willkommen zu happy life eurem Podcast zum Glücklichsein.

00:00:59: Mit meinen Gästen möchte ich gemeinsam herausfinden wie man ein glückliches, zufriedenes und erfülltes Leben führt.

00:01:05: Ich unterhalte mich mit Menschen, die für sich einen Weg gefunden haben ihr Leben ein Stückchen besser zu machen.

00:01:10: Mit kleinen Veränderungen und einem einfachen Perspektivwechsel.

00:01:14: Und das mit großer Wirkung!

00:01:16: Impulse wie ihr ganz leicht in euren Alltag integrieren könnt.

00:01:20: Wenn ihr also nach Veränderung und Lösungen sucht dann seid ihr hier genau richtig.

00:01:25: Alles was ihr braucht sind Neugierde Offenheit und Lust darauf uns in den nächsten Minuten zuzuhören.

00:01:31: In dieser ersten Folge starten wir mit einem Thema, das uns alle prägt.

00:01:36: Warum fällt es uns so schwer?

00:01:38: Nein zu sagen!

00:01:40: Warum sagen wir ja obwohl wir müde sind, obwohl wir überfordert sind und eigentlich gar nicht wollen?

00:01:47: Warum fällt's gerade ambitionierten verantwortungsbewussten Menschen so schwer nein zu sagen?

00:01:54: Warum verwechseln wir Leistungsfähigkeit beispielsweise mit Selbstüberforderung?

00:02:01: Wie gelingt es, Grenzen zu setzen ohne unsere Professionalität und vielleicht auch unsere Freunde zu verlieren?

00:02:08: Ich freue mich wirklich sehr heute mit jemandem darüber zu sprechen die sich seit vielen Jahren sehr intensiv mit diesen Fragen beschäftigt.

00:02:19: Vera Strauch ist Unternehmerin Gründerin der Female Leadership Academy.

00:02:23: Sie hat ihren eigenen Podcast und zwar den female leadership podcast Und außerdem ist sie auch noch Autorin.

00:02:29: Vera beschäftigt sich mit Selbstführung, Grenzen mentaler Stärke und dem Spannungsfeld zwischen Ambitionen und Selbstfürsorge.

00:02:37: Besonders im beruflichen Kontext und deswegen ist sie genau richtig heute hier.

00:02:42: Hallo Vera!

00:02:42: Vielen Dank für die Einladung.

00:02:44: Ich freue mich sehr hier zu sein.

00:02:45: Ja ich freue mich auch dass du da bist.

00:02:46: jetzt fangen wir vielleicht gleich mal mit Mit diesem Wort an people pleasing.

00:02:52: was bedeutet das denn eigentlich?

00:02:54: Der

00:02:54: Wunsch andere Menschen glücklich zu machen nicht zu enttäuschen im Kontakt zu sein.

00:03:01: Und das ist eben auch genau aus diesem ... ja, aus diesen Ansinnen dann sich entwickelt, dass ich die Beziehung nicht riskieren möchte.

00:03:09: Deswegen vielleicht nicht so aufrichtig bin wie ich es eigentlich bräuchte und es eigentlich gut für die Beziehen wäre.

00:03:14: Denn das sind Grenzen.

00:03:15: Grenzen sind gut für unsere Beziehungen.

00:03:18: Ja!

00:03:18: Und erstmal also andere Leute glücklich machen finde ich jetzt erst mal nichts Verwerfliches.

00:03:22: aber Menschen, die People Pleasers sind gehen über ihre Grenzen hinaus und tun sich damit nicht gut.

00:03:28: Bei mir zum Beispiel war es eine Strategie, um auch erfolgreich zu werden, um Einfluss zu nehmen, dass natürlich ich immer als Person bewertet werde.

00:03:37: Es macht tatsächlich einen Unterschied ob ich jetzt eine weiße Frau bin oder ob ich ein weißer Mann bin der Nein sagt.

00:03:44: also was wird von mir gesellschaftlich erwartet?

00:03:47: Und inwieweit ist das einfach eine gute Strategie gewesen für mich?

00:03:52: bisher?

00:03:54: eben nicht Konflikte zu erzeugen, sondern gut zu funktionieren.

00:03:58: Anderen zu gefallen und dadurch Einfluss zu nehmen und zum Beispiel auch bei mir beruflich meiner Karriere erfolgreich zu werden bis zu einem gewissen Punkt.

00:04:06: Und dann

00:04:07: gibt's!

00:04:08: Genau das mag vielleicht erstmal für den Short-Term also für eine kurze Weile mag es gut funktionieren aber im längeren funktioniert es eben nicht.

00:04:18: uns kann ja tatsächlich krank machen also nicht nur psychisch sondern eben auch physisch dass man da Reaktionen hat.

00:04:24: Wir werden auf all das eingehen in dieser Folge, wir werden uns natürlich den beruflichen Kontext angucken aber eben auch wie es im Beziehung und in Freundschaften aussieht.

00:04:31: Aber vielleicht können wir erst mal darüber reden Wie wird man denn zum People Pleaser?

00:04:36: Weil es sind ja... Wir sind wahrscheinlich alle ein bisschen so oder viele Menschen sind so Aber es gibt eben Menschen die das wirklich als Merkmal haben.

00:04:47: Warum sind diese Menschen so geworden?

00:04:50: Ich würde noch ergänzen, wir sind natürlich nicht immer nur eins.

00:04:54: Wir sind ja in Beziehungen sehr unterschiedlich, sehr abhängig vom Kontext von der Person und es kann sein dass ich in einzelnen Beziehung vielleicht sogar auch sehr gut bin oder auch im Kontext ein sehr Gut bin Grenzen zu setzen klar gut auf mich zu achten und den anderen dann und das ist dann interessant funktioniert's dann wieder nicht und da wird's dann spannend reinzugehen und zu fragen genau warum ist das der Fall.

00:05:15: Und wir bringen ja alle zum Beispiel eine Biografie mit, also wir haben vielleicht als Kinder Strategien entwickelt auf jeden Fall einen Weg, der gut funktioniert hat für uns.

00:05:23: Wir alle werden sozialisiert gesellschaftlich erwartungshaltung ich habe es vorhin angesprochen die Erwartungshaltungen an mich als Frau in Gesellschaft und gleichzeitig ist es eben so dass wir auch natürlich von unserem System Rückmeldung bekommen und erleben was nicht nur etwas wird von uns erwartet, sondern das funktioniert vielleicht auch im Alltag einfach sehr gut und was auch nicht.

00:05:43: Wenn du von Systemen sprichst für Leute die sich vielleicht mit der Begrifflichkeit nicht so auskennen, was genau meinst du damit?

00:05:49: Wir haben zum Beispiel alle ein System Familie, privater Kontext Freundschaften aber auch einen System Arbeit, KollegInnen Kreis.

00:05:57: also ich sehe das alles als einzelne Systeme beziehungsweise Subsysteme Und was ich sehr wichtig finde ist dass wir verstehen dass wir ja Nicht nicht wirken können.

00:06:06: Also ich als Teil eines Systems gebe immer was rein.

00:06:09: Beispiel Meeting, also da sitzen Menschen an einem Besprechungstisch und auch wenn ich nichts sage, wirke ich in dieser Situation.

00:06:18: Ich bin nur dadurch, dass ich präsent bin und auch, wenn ich sehr schüchtern und eher still bin.

00:06:23: Und das merkt man daran, dass wenn eine Person den Raum verlässt im Gruppensettings sicher die Dynamik komplett verändert oder wenn jemand neu ist dazu kommt.

00:06:30: Wir spüren es.

00:06:31: Das heißt, wir haben immer eine Wirkungsebene und die gibt uns natürlich auch Einfluss und Verantwortung zu gestalten.

00:06:39: Und das heißt natürlich dass es wichtig ist zu wissen was will ich denn eigentlich?

00:06:43: Was wünsche ich mir, was brauche ich aber auch was möchte ich vielleicht auch reingeben und wie möchte ich für andere das Setting gestalten?

00:06:51: Jetzt hast du vorhin die Kindheit angesprochen.

00:06:52: lasst uns doch vielleicht da mal starten weil ich finde das ist wahrscheinlich das was uns jetzt am meisten prägt, erst als junger Mensch oder eben auch als heranwachsender Mensch und wie wir uns dann vielleicht in einem Arbeitssystem verhalten.

00:07:06: Was glaubst du ist der Grund warum man zum People Pleaser wird?

00:07:10: Was hat man als Kind erfahren?

00:07:12: Wollte man dadurch gesehen werden, wollte man Anerkennung von den Eltern?

00:07:16: oder wie entwickelt sich das?

00:07:21: Also ich kann dann nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen.

00:07:23: Ich habe zum Beispiel auch ein Kind und beschäftige mich sehr viel damit was brauchen, also nur aus der Elternrolle jetzt.

00:07:29: Was brauchen Kinder damit sie das lernen?

00:07:32: Weil das glaube ich eine der wichtigsten Fähigkeiten die wir Kindern mitgeben können.

00:07:38: Es gibt eigentlich immer so zwei Ebenen So dass eines das Thema Verbindung Beziehungen aufbauen, auf andere Menschen eingehen und das andere ist dann dass wir unsere Integrität waren.

00:07:48: Und die stehen immer in einer gewissen Spannung miteinander.

00:07:51: also Gemeinschaft versus ich eigentlich so was Ich da mitgenommen habe für meine Eltern schafft zum Beispiel ist dass wir Das wir automatisch kooperativ sind schon als baby wenn wir auf die welt kommen müssen wir Also brauchen wir andere Menschen, die auf uns achten, damit wir unsere Bedürfnisse befriedigt bekommen.

00:08:07: Und wir werden quasi in Kooperation ja überhaupt erst groß.

00:08:11: Das heißt es ist etwas was uns leicht fällt.

00:08:16: und was dann...was wir lernen müssen und was wir durch unser Umfeld nicht nur durch Eltern, ne?

00:08:20: Ich finde das ganz wichtig, dass Erwachsene prägen oder Umfeldprägt Kinder, dass wir eben auf uns Achten und unserer Integrität lernen zu wahren.

00:08:32: Das ist aber gar nicht so leicht, weil es eben in dieser Spannung steht.

00:08:35: Und wir wissen ja, wir brauchen andere Menschen als Kinder sowieso, aber auch als Erwachsene.

00:08:39: Wir brauchen ja Gemeinschaft und deswegen finde ich's auch schon wichtig, nicht zu sagen jetzt musst du einfach deine Grenzen setzen oder das ist mal gut sondern wir sind hier auf soziale Wesen die in Gemeinsschaft sein wollen sich in Gemeinheit erleben wollen, die auch andere Menschen brauchen.

00:08:53: was wir dann glaube ich lernen müssen als Erwachsener ist eben zu sagen welche brauche ich und welcher auch nicht.

00:08:57: also es ist ja nicht notwendig für mein Überleben dass alle Menschen auf dieser Welt mich mögen.

00:09:02: Vielleicht müssen wir uns auch noch mal konkrete Beispiele aus dem Alltag angucken, wo man sagen könnte das ist jetzt People Pleasing.

00:09:09: Also ich kenne ja nur viel den Job Kontext und der ist...jemand kommt zu mir hat einen To-do legt es mehr auf den Schreibtisch sagt so dass muss jetzt bis dann und dann fertig sein.

00:09:18: Ich weiß!

00:09:20: Das bringt mich in totale Schwierigkeiten.

00:09:22: das ist eigentlich nicht machbar.

00:09:24: ich werde über Stunden machen müssen und sag aber einfach Ja klar mache ich kümmere mich drum erledige ich.

00:09:31: Das ist so ein Beispiel für People Pleasing.

00:09:34: Okay, das könnte man dann eben auch damit erklären dass diese Person vielleicht weiterkommen möchte im Job den Chef oder die Chefe nicht enttäuschen möchte

00:09:45: und auch nicht gelernt hat zu verhandeln?

00:09:46: Das ist was ich viel mit Leuten mit denen ich arbeite erlebe.

00:09:50: Dass es einfach...das ist eine Frage von Haltung Verstehe ich, dass ich immer Handlungsspielraum habe.

00:09:56: Und das ist auch was, was ich jetzt Kind eigentlich schon lernen kann.

00:09:58: Also mein Kind kann da sehr gut zu den ganzen Tag verhandelt und verstehe ich ,dass ich sagen kann wie kommt diese Deadline zustande?

00:10:09: nochmal damit ich es besser verstehe also alleine eine Rückschfrage zu stellen ist ja ein Weg um besseren Kontext zu haben und dann auch meine Spielräume zu navigieren auch besser die Aufgabe tatsächlich erledigen zu können.

00:10:21: Also es entsteht dann vielleicht in dem Moment so eine Miniform von Widerstand, aber sie macht unser Ergebnis tatsächlich am Ende auch besser und viele Menschen sind sich glaube ich nicht bewusst wie viel Verhandlungsspielraum und Wirkmaß Sie haben unabhängig auch zum Beispiel von Ihrer Rolle und der Dynamik in der Beziehung.

00:10:38: Aber ich finde das mit dem verhandeln und deinem Kind auch irgendwie wahnsinnig spannend weil ich mir denke so oft erlebe ich Eltern draußen im Supermarkt oder in anderen Settings und wenn dann gestritten wird, oder wenn das Kind was möchte.

00:10:50: Und die Eltern einfach nein sagen.

00:10:52: Das ist doch gut!

00:10:53: Einfach verhandeln.

00:10:54: Weil dann fühlt sich das Kind irgendwie auch gehört.

00:10:57: Und trotzdem... Wenn du es clever anstellst hast du als Mutter- oder Vater.

00:11:03: Trotzdem immer noch die Entscheidungskraft.

00:11:06: Es ist eigentlich ein schönes Beispiel.

00:11:08: Ich stelle mir das immer so vor jeder Mensch hat so einen Kreis um sich herum.

00:11:11: Du hast so einen kreis um dich.

00:11:12: ich habe einen kreiß um mich und da ist ja der Raum den ich Bespiele den Raum für den ich verantwortlich bin, aber auch Einfluss habe.

00:11:19: Was ich zum Beispiel meine Arbeit mache mit Frauen ist, dass wir daran arbeiten.

00:11:21: wie kann nicht mein Einfluchsraum vergrößern?

00:11:24: Aber wir haben alle unseren Raum.

00:11:26: du bist für deinen zuständig Ich für meinen.

00:11:28: Wie ich allerdings auch auf die Arbeit mit Kindern gucke es Ich versuche wirklich diese menschliche Augen höher herzustellen und das heißt natürlich Mein Kind hat einen anderen Entscheidungsraum als ein anderer erwachsener Mensch.

00:11:39: Aber da isst ein Entscheidungsraum und das ist etwas worauf ich sehr achte Auch in Führung übrigens klar zu machen, wie viel Raum hast du?

00:11:48: Und dann aber auch klar ... Das kann durchaus freundlich sein.

00:11:52: Da ist eine Grenze und da endet dein Entscheidungsraum.

00:11:55: Auch beim Verhandeln gibt's ganz klare Grenzen.

00:11:58: Ich hab nur die Erfahrung gemacht, dass Menschen sicher in ihrer Wirksamkeit erleben wollen.

00:12:03: Dass es wichtig ist, dass wir ihnen das zusprechen Die Vorgesetzte, das Kind genauso wie für mich.

00:12:17: Wenn ich irgendwie das Gefühl habe warum redest du mir jetzt in meine Sachen rein ist doch mein Bereich?

00:12:23: Warum fällt es uns denn aber leichter oder warum sagen wir so oft reflexartig ja ohne wirklich drüber nachgedacht zu haben was die Konsequenz für uns bedeutet?

00:12:33: Also bei mir ist es so, dass es häufig auch einfach ein Muster ist.

00:12:37: Dass ich daran einfach das nicht bewusst auch reflektiert habe vor allem dann wenn ich merke oh jetzt gerade läuft das Fass über.

00:12:44: welche Entscheidungen im Vorfeld haben dazu geführt, dass ich jetzt eine Moment erlebe in dem ich mich vielleicht sehr gestresst fühle, dass sich dann diese Reflexion Ebene reinbringen und überlegen was hat denn dazu gefühlt?

00:12:54: Das ich jetzt gerade hier schon wieder abends im Büro sitze und arbeite oder dass Ich jetzt gerade auf den Weg zu einer Veranstaltung bin zu der ich eigentlich nicht gehen möchte?

00:13:03: Was hat dazu geführt, wo habe ich ja gesagt und aus einem Reflex raus?

00:13:08: Mich nicht für das entschieden, worum es mir eigentlich geht.

00:13:11: Und das wird unser Leben auch verstehen als eine ... Es ist ja ne Kette von Entscheidungen!

00:13:15: Ja... Und es ist nicht schlimm, eine Entscheidung rückblickend anders zu bewerten.

00:13:19: die Frage ist was hat mich in dem Moment dazu gefühlt dass sich so entschieden haben?

00:13:23: Hätte ich gute Gründe für diese Entscheidung und war es eine bewusste Entscheidung oder war's eigentlich nur ein Reflex?

00:13:29: Ich glaube häufig ist es ein Refleks

00:13:31: Und ich glaube aber auch, dass viele Menschen das gar nicht so wirklich greifen können oder sich vielleicht noch gar keine Gedanken darüber gemacht haben.

00:13:39: Wann ist denn eine Entscheidung richtig für mich?

00:13:41: Also ich weiß es im freundschaftlichen Kontext.

00:13:45: Keine Ahnung!

00:13:46: Dann ist es vielleicht auch manchmal die Fomo.

00:13:50: Drei Freundinnen gehen Samstagabend aus... Ich habe am sonntag einen Termin... Ich kann eigentlich Samstag abends nicht ausgehen oder sollte nicht ausgehen.

00:13:58: Aber ich hab das Gefühl, oh Mann, ich habe sie schon solange nicht mehr gesehen.

00:14:01: Ich will auch dabei sein.

00:14:03: Und dann sage ich ja, aber ich weiß eigentlich immer schon wenn ich eine Einladung bekomme oder wenn sich jemand bei mir meldet, dann kann ich mich eigentlich darauf verlassen dass mein Bauchgefühl mir den richtigen Impuls gibt.

00:14:14: also beispielsweise ein Freund hat mich gefragt ob ich am Montag mit ihm Abendessen gehen will nächste Woche und ich weiß aber ich habe einen sehr sehr vollen Tag.

00:14:23: so ich weiß das ich mir schwer tun werde Am Montagabend dann wirklich zu sagen, okay jetzt gehe ich in das Restaurant und jetzt muss ich mit ihm da drei Stunden sitzen.

00:14:30: Auch wenn ich ihn mag wir haben vielleicht auch noch was Berufliches gemeinsam ja also aber wie treffe ich denn die Entscheidung richtig?

00:14:36: Also was sind die Prose und Kons, die ich mich dann einfach fragen sollte?

00:14:41: Ich versuche Entscheidungen aus guten Gründen zu treffen Und es ist ja nicht so dass oder die spannungsreichen Entscheidungen die eben nicht so leicht fallen Da gibt es ja kein richtig oder falsch sondern Es ist die Frage ist mir wirklich wichtig.

00:14:56: Und auch zu akzeptieren, dass das Leben eben aus Spannung besteht und dass ja das Zielbild nicht ist, dass alles sich einfach so... Dass wenn ich es irgendwie richtig mache, nicht einfach so easy durch meinen Tag laufe und alles läuft einfach so sondern dass ich immer wieder mich in Spannungen befinde und auch immer gewisse Trade-offs mache dann finde ich, geht sehr viel auch um Werte.

00:15:18: Wo für stehe ich?

00:15:19: Was ist mir wichtig?

00:15:20: Wenn es jetzt um die ... das Treffen mit Freundinnen geht und du weißt eben für mich, dass es sehr wichtig, gute Beziehungen zu pflegen.

00:15:27: Und das ist vielleicht auch ein bisschen zu kurz gekommen.

00:15:29: Ich weiß, ich werde am nächsten Tag müde sein aber ich gehe ganz bewusst da rein weil mir das wichtiger ist in diesem Moment.

00:15:37: Das find ich etwas was mir hilft, um einfach klar an den Gründen zu sein.

00:15:43: Es gilt jetzt zum Beispiel für so große Entscheidung, wie soll ich kündigen ja oder nein.

00:15:46: Da wird keiner kommen und sagen das ist der eine richtige Weg, sondern es ist eher was wo willst du hin?

00:15:54: Nicht nur weg von, sondern hin zu... Was ist für dich in dieser... Es ist immer ne Momentaufnahme.

00:16:00: Was sind die Gründe?

00:16:01: Was sind aber auch ehrlich Risiken?

00:16:03: Wie willst du dir vielleicht navigieren wenn es jetzt um große Fragen geht?

00:16:07: Und bei den kleinen Dingen finde ich es eben auch ein ausprobieren lernen.

00:16:14: Also wenn ich dann mal über mein Bauchgefühl gehe, finde ich es interessant zurückzugucken und sagen okay jetzt ärgere ich mich vielleicht dass ich das jetzt zugesagt habe aber was genau lerne ich aus diesem Moment?

00:16:24: Und was möchte ich vielleicht nächstes Mal ganz bewusst anlassen machen?

00:16:27: Gerade wenn du jemand bist ja auch gut mit dem Bauch gefühlt angebunden ist, das ist ja nichts was alle Menschen sofern sich behaupten können.

00:16:34: Nee und ich glaube es kommt natürlich immer auf die Person drauf an Und wie du dich dieser Person öffnest, was diesen Termin angeht.

00:16:42: Also ich finde man kann ja auch Grenzen setzen und kann sagen... Ich würde wahnsinnig gerne mit dir Abendessen gehen aber könnten wir vielleicht schon neunzehn Uhr sagen weil ich würde gerne um einundzwanzig Uhr spätestens zu Hause sein, weil ich am nächsten Tag einen frühen Start in den Tag habe.

00:16:57: Ja!

00:16:58: Und das ist ja eine Verhandlung dann.

00:16:59: Genau

00:16:59: da sind wir wieder bei der Verhandlungen.

00:17:01: Das finde ich dann wieder eine ganz gute Sache und ich muss auch wirklich sagen also dass Das kann ich jetzt vielleicht nur unseren Hörerinnen mitgeben, die gerne mal ein Nein nicht akzeptieren oder eben auch gar nicht in Verhandlungen gehen wollen.

00:17:15: Weil das hatte ich letztens bei einer Freundin... Ich bin um achtzehn Uhr zu ihr gekommen und gegen zehn Uhr habe ich dann so langsam gesagt dass ich wahrscheinlich so in der nächsten halben Stunde gehen werde.

00:17:24: Und dann hat sie mir so'n richtig schlechtes Gewissen gemacht und meint so Ja!

00:17:27: Das hab ich doch schon gemerkt wie du hier auf deinem Sessel rumrutscht, dass du doch bald schon gehen wirst.

00:17:30: und ich dachte Aber ich bin noch jetzt vier Stunden hier Und wenn ich jetzt noch eine halbe Stunde bleibe, dann bin ich vier und ein halb Stunden da.

00:17:36: Ich würde heute gerne nach Hause laufen, spazieren gehen.

00:17:39: Es dauert nochmal eine Dreiviertelstunde bis ich dann zuhause bin.

00:17:42: Ist es viertel nach elf?

00:17:42: Bis ich im Bett bin ist es zwölf.

00:17:45: Das sollte doch okay sein!

00:17:48: Ich würde einfach gerne Leuten irgendwie mitgeben dass sie vielleicht auch darüber nachdenken wie Sie auf Leute reagieren die eben Grenzen setzen weil die machen's uns ja eigentlich am schwersten oder mir.

00:17:58: Also wenn ich mir dann irgendwie noch anhören muss, ja ist ja klar dass du wieder nach zwei Stunden Tschüss sagst oder sowas.

00:18:03: Denn es eigentlich kein Verständnis da!

00:18:06: Kann man Ihnen das irgendwie erklären was das vielleicht auch psychisch mit dem Gegenüber macht?

00:18:12: Ich finde, gerade in Freundschaft ist das ein schönes Gespräch.

00:18:15: Vielleicht sagt sie das auch nur so ... Also ich wär so, dass ich dann mal einen flapsigen Kommentarmacher, der lustig gemeint ist und bei meinem Gegenüber vielleicht gar nicht so ankommt.

00:18:24: Dann wäre ich sehr dankbar wenn jemand mir sagen würde, ey Vera!

00:18:26: Ich weiß du findest es ganz witzig grade aber mit mir macht das jetzt echt ein schlechtes Gefühl und ich war total gerne hier, aber möchte eben noch nach Hause laufen.

00:18:35: Und ich finde, das ist ein wichtiges und schönes Gespräch auch Gerade für Menschen, die sich das auch wünschen.

00:18:41: Dass andere aufrichtig und ehrlich mit ihnen kommunizieren was bei mir zum Beispiel der Fall ist.

00:18:45: Ich bin total dankbar dafür wenn Menschen Mir ehrlich sagen wenn ich vielleicht auch über eine grenze gehe.

00:18:51: also ich brauche dass ja als informationen Und das ist finde ich auch ein wichtiger Eine wichtige erkenntnis für alle menschen denen schwerfällt grenzen zu setzen Das es eben eine form von Aufrichtigkeit In die kommunikation bringt Und darauf sind wir angewiesen

00:19:07: und das ist auch keine entscheidung gegen die Person ist.

00:19:10: Nein, für die Person beziehungsweise für dich selber!

00:19:14: Für

00:19:15: beide ja und es ist echt ein Geschenk.

00:19:19: Und was ich allen, denen das Schwerfeld Grenzen zu akzeptieren und nein zu akzipieren dann mitgeben würde ist dass das wirklich eine ganz wichtige... Es ist wichtig zu lernen sich auch auf unbequeme Informationen einzulassen und nicht sofort in den Widerstand zu gehen.

00:19:36: Also wenn ihr gute Beziehungen führen wollt, ist das ganz wichtig.

00:19:39: Es ist übrigens auch wichtig für weiß nicht politischen Diskurses Und es ist aber erwiesen ammaßen etwas was uns schwer fällt.

00:19:45: Nicht sofort wenn wir was nicht so richtig und gut finden nicht sofort sagen ja Aber sondern ist wirklich auszuhalten.

00:19:51: der Kommunikationspsychologe Friedemann Schultz von Thunenters Verstehen heißt nicht einverstanden sein.

00:19:59: also ich verstehe dich Ich verstehe deine Position oder deine Perspektive.

00:20:04: Das heißt nicht, dass ich damit einverstanden sein muss.

00:20:06: Aber ich validiere dich in deiner

00:20:08: Position.".

00:20:09: Das heißt wenn du zu mir sagst, Vera, ich bin jetzt noch vier Stunden schon hier!

00:20:13: Lass mich doch gehen!

00:20:15: So dann kann ich vielleicht sagen, aber sechs Stunden ... Wenn ich sieh, du wärst dann über die sechs Stunden bleiben?

00:20:20: Ja.

00:20:20: Aber was ich lerne als Kommunikatorin ist zu sagen... Okay, ich lass mich auf deine Position ein.

00:20:26: Du möchtest noch zu Fuß nach Hause gehen?

00:20:27: Ich höre dir zu!

00:20:28: Ich geh nicht sofort in den Widerstand und fang an zu sagen ja aber sondern ich validiere dich in deiner Position und das heißt aber nicht dass ich es genau so sehen muss.

00:20:37: Und dadurch kann ich natürlich eine andere Form von Bindung aufbauen und Beziehung.

00:20:41: Aber es wird eben auch möglich, dass Menschen mir eher ehrlich auch sagen was sie wirklich denken weil Sie wissen ist okay und es wird nicht sofort gejudged Nicht sofort verurteilt.

00:20:52: weiß ich nicht, ob ich dann das Gefühl habe die sagt.

00:20:55: Die Person gegenüber sagt eigentlich nur Ich hab dich gehört aber eigentlich ist es mir auch egal weil ich bin anderer Meinung.

00:21:03: Also wenn das Aber folgt man sagt ja immer Aber negiert alles was er vorgesagt.

00:21:09: Es dürfen einfach zwei verschiedene Perspektive um nebeneinander stehen.

00:21:13: Und die Frage ist ja auch, muss ich immer allen meine Perspektive auf die Nase bin?

00:21:16: Wenn mir jemand einfach gerade eine ehrliche Perspektiv gibt.

00:21:19: So sehe ich zum Beispiel als Führungskraften also wenn Menschen mir ein kritisches Feedback geben das sind sehr starkes Zeichen weil Menschen sich das in der Regel erst mal nicht trauen bei Menschen die mehr Macht haben und es ist die eigene vorgesetzte Person.

00:21:31: Dann ist es bei Feedback ja immer so dass ich entscheiden kann was ich damit mache.

00:21:37: Das heißt ich bin erstmal dankbar ich nehme das an Und ich entscheide mich ganz häufig, auch wenn ich noch mal eine andere Perspektive hätte.

00:21:43: Ganz bewusst nicht die noch hinzuzufügen weil es gerade der Situation keinen Mehrwert bietet.

00:21:49: Das bringt uns nicht weiter sondern es geht dann in dem Moment für mich darum, wenn ich jetzt intenzional darauf blicke das anzunehmen und für mich mit dieser Information etwas zu machen heißt ist dass ich das alles eins zu eins umsetze?

00:22:01: Wenn da jemand ein kritisches Feedback für mich hat nein habe Ich die Person gehört und ihr auch signalisiert.

00:22:06: das ist sicher hier.

00:22:07: du kannst mir auch kritische Sachen sagen.

00:22:09: ja Das ist mein primäres Ziel.

00:22:12: Und das ist für mich in Freundschaften tatsächlich genau das Gleiche, also auch wenn Freunde mir verletzliche Sachen erzählen... Ich würde dich das alles genauso auch machen?

00:22:21: Nein!

00:22:21: Kann ich Ihre Perspektive verstehen?

00:22:22: Ja und es in vielen Situationen geht's nicht darum, Ihnen meine Perspektiven auf die Nase zu binden.

00:22:30: Wenn Sie mich fragen teile ich sie gerne aber manchmal braucht man gar nicht sondern dann braucht man gegenüber jemandem der zuhört Verständnisvolles.

00:22:39: Und ich glaube auch Feedback erstmal zu reflektieren und erst mal Sacken zu lassen, ist sicherlich nicht verkehrt genauso wie man sich aber eben auch überlegen sollte bevor man direkt ja sagt dass man die Situation erst nochmal reflektiert und sich überlegt.

00:22:52: Wie sieht denn eigentlich der Rest meiner Woche aus?

00:22:54: Es kann ja auch einfach sein vielleicht ist es nicht der Montag sondern der Mittwoch

00:22:57: würde besser

00:22:57: funktionieren weil da meine Woche dann schon wieder irgendwie ein bisschen geschmeidiger ist.

00:23:01: wir haben aber noch nicht über die Körpersignale gesprochen also was... Also damit mein ich jetzt nicht wenn man wieder in die Überstunden gehen muss, dass man dann einfach gerade sauer ist oder wütend ist.

00:23:12: Weil man lieber zu Hause sitzen würde und einen Film gucken würde oder vielleicht gerne noch zum Sport gegangen wäre.

00:23:17: Sondern wenn der Körper wirklich ... Oder das Nervensystem wirklich darauf reagiert?

00:23:28: Auf was sollte man da hören?

00:23:30: Also ich finde es erst mal stark, wenn mir das überhaupt auffällt.

00:23:33: Ich hab ganz viele... Jahre meines Erwachsenen seien es gar nicht gemerkt, was in meinem Körper passiert.

00:23:39: Also gerade im Kontext, in dem ich sehr funktioniert habe und das war nicht nur im Job sondern auch also ich war auch sehr performativ in meinen privaten Beziehungen Und ich finde ist ein sehr starker Schritt Es zu schaffen auf den eigenen Körper zu hören.

00:23:55: Gehen wir mal von Leuten aus die das gar nicht können.

00:23:57: ja also hast du irgendwie Ein, zwei Tipps auf was man vielleicht hören sollte.

00:24:02: oder vielleicht auch gerade jetzt in der Situation wo man den Podcast hört und sich vielleicht grade mal so ein bisschen runter fährt weil man jetzt sagt die forty fünf Minuten nehme ich mir Zeit für mich.

00:24:12: Aber wenn nicht mehr ist mein Umfeld meinen Aus- und irgendwie angucke gibt es zwei drei Sachen wo du sagst hört da mal in euch hinein und schaut mal was da vielleicht unstimmig ist?

00:24:23: Also was mir sehr hilft das einfach regelmäßig unabhängig vom Außen einfach durch zu atmen.

00:24:28: Das klingt so einfach, aber das macht auch was mit uns in unserer Body-Mind-Verbindung, also Kopfkörper?

00:24:36: Das ist wirklich ... Es klingt zu einfach, es ist ein sehr Kraftvolles Instrument sicher und vielleicht sich einen Teil mal zu stellen und zwei-, dreimal am Tag einfach tief ein- und auszuatmen und einmal reinzuspüren.

00:24:49: Wie geht's mir eigentlich gerade?

00:24:51: Und dann wirklich zu fühlen, man kann ja auch so Body Scans auch ganz einfach sich anleiten lassen.

00:24:56: Geführte Meditationen das ist auch ein schöner Weg für Menschen in denen Meditation jetzt nicht so leicht fällt weil man einfach geführt sich einmal durch seinen Körper scant und überhaupt erst merkt oh also bei mir z.B.

00:25:07: zieht es sich manchmal der Hals richtig zu und dann merk ich so hier bedrückt mich gerade etwas.

00:25:15: Das war für mich der erste Schritt, um zu merken.

00:25:17: Und überhaupt in diese Verbindung wiederzukommen über das Atmen, über Body Scans und über Momente, in denen ich inhalte und erst mal gucke ... Wie geht's eigentlich gerade im Körper?

00:25:26: Dass ich dann schon merke, oh mein Körper reagiert grade.

00:25:29: Das ist grade nicht okay für mich.

00:25:32: Ich nehm mir halt immer wieder Auszeiten.

00:25:34: Also ich glaube, mein Leben ist auch sehr schnelllebig und auszeiten ... Für mich könnte dann eben auch bedeuten, dass ich mich abends auf die Couch setze und mir dann vier Folgen meiner Lieblingsserie angucke.

00:25:46: Was auch nicht wirklich Entspannung ist weil der Kopfer trotzdem weiterarbeitet.

00:25:49: aber warum?

00:25:50: meine Frage ist?

00:25:51: Weil mir letztens eine Freundin erzählt hat das sie noch nie in ihrem Leben einfach nur mal einen Tag für sich hatte.

00:25:58: Die hat noch nie einen Tag einfach nur auf der Couch gelegen und nichts getan oder nur...

00:26:02: Nein!

00:26:03: Die macht dann trotzdem Morgens Sport und geht dann erst auf die couch vielleicht für zwei Stunden, weil sie dann aber noch eine Verabredung mit einer Freundin hat.

00:26:11: Und das ganze endete dann tatsächlich im Urlaub beziehungsweise es war eine Workation bei einer Panikattacke und im Krankenhaus.

00:26:23: Sie hat sich ein paar Tage runtergefahren, dann fing's wieder an mit Sport und mit Freunden treffen und klar blieb sie eben nicht bis ... Zweiundzwanzig Uhr im Restaurant, so.

00:26:31: dann ging vielleicht schon um einundzwanzig Uhr.

00:26:33: Aber es wurde halt nicht besser und ich frage mich wie hätte sie früher irgendwelche Zeichen erkennen können?

00:26:39: oder hätte sich früher vielleicht überhaupt Zeichen erkennen können?

00:26:42: Oder eben nicht weil wir so in unserem Hamsterrad sind und immer weiter gehen?

00:26:48: also ist eben nicht nur dieser psychische Druck dass ich irgendwie denke shit!

00:26:51: Wie soll ich das alles noch

00:26:52: schaffen?!

00:26:53: Ich weiß gar nicht wie ich das alle noch hinkriegen soll sondern eben auch dass der Körper einfach dicht macht.

00:27:00: Für mich war das tatsächlich der schwerste Weg, in den Körper zurückzufinden.

00:27:04: als jemand, der sehr im Außen war und auch sehr erfolgreich damit war.

00:27:08: So um außen zu sein Und bei einigen ist es dann der Kollaps und irgendwie dass der Körper einfach sagt jetzt geht's nicht mehr.

00:27:15: Bei mir waren es andere Auslöser die dazu geführt haben Dass ich dann verstanden habe dass ich mich wirklich noch anders mit mir auseinandersetzen muss Stecken ja auch die Erkenntnisse darüber.

00:27:24: Wo sind denn meine Grenzen?

00:27:26: Wie will ich denn diesen Raum um mich herum gestalten, für wen mache ich das dann und was ist die Intention hinter meinem Handeln?

00:27:34: Und das wäre jetzt so eine Frage, die ich dann hätte.

00:27:36: Also wozu gehe ich denn zum Sport und was braucht es wirklich für mich?

00:27:41: Was hast du verändert?

00:27:43: Ich habe ganz viel Therapie gemacht, ich hab Coaching gemacht und sehe das auch als fortlaufenden Prozess an.

00:27:50: Und bei mir geht es ja mal viel um Führungsarbeit, und ich glaube ... Wir können nicht gut führen, wenn wir uns nicht mit uns auseinandersetzen.

00:27:59: Dann kommt sicherlich drauf an was unsere persönlichen Themen sind.

00:28:02: Das ist natürlich auf jeden Fall für mich nicht der Kindheit und dem Großwerden zu tun.

00:28:06: Für mich war das der Weg, an dem's nicht vorbeigeführt hat, um die Fragen zu beantworten, die wichtig sind.

00:28:13: Auch in meiner Führungzarbeit.

00:28:14: Wer bin ich?

00:28:15: Wofür stehe ich?

00:28:18: Was ist mir wichtig?

00:28:19: Was sind meine Werte, wo verlaufen meine Grenzen.

00:28:22: Was bin ich aber auch bereit an anderen zu geben?

00:28:24: Denn ich möchte ja auch was geben und so.

00:28:26: Also es geht ja nicht nur um mich sondern das geht auch um die Gemeinschaft.

00:28:31: Und weil ich dazu neige dann für die gemeinschaft darin eher so aufzugehen und mich darin zu verlieren Ist das für mich eine wichtige Arbeit Zu verstehen.

00:28:39: hat mal jemand zu mir gesagt zu verstehen Was sie brauche damit's mir gutgeht der meinte du kannst ja nicht irgendwie frierend ohne Kleidung da stehen und an Wärme geben wollen, sondern du musst dich erst mal um dich selber kümmern.

00:28:52: Damit du's warm hast und es dir gut

00:28:53: geht.".

00:28:55: Und ich finde das ist so ein Auftrag der mir sehr gut dabei hilft.

00:28:58: Und vor allem auch am Anfang mir dabei geholfen hat nicht wirklich für mich zu sorgen.

00:29:04: Und dahinter steht natürlich eine ganz aufrichtige Form von Selbstliebe.

00:29:08: Und ich find' dass die schwerste Aufgabe, die wir eigentlich alle haben, da so reinzufinden uns wirklich zu lieben...

00:29:15: Das wollte ich gerade sagen!

00:29:15: Ich hab das Gefühl Die Menschen, die ich kenne bei denen ich jetzt sagen würde das sind krasse People Pleaser dass diese Personen oft ein Problem mit ihrem Selbstwert haben.

00:29:28: Ja das ist ja auch nicht leicht finde ich wirklich für mich Dinge zu tun mich wirklich zu lieben auch so verstehen Das Liebe etwas ist was mir nicht von außen gegeben wird sondern dass es eine Handlung ist.

00:29:45: und Und ich finde, das ist wirklich so ein Gefühl.

00:29:48: Wir verbinden es häufig mit romantischer Liebe und mit diesem Gefühl von Verliebtsein.

00:29:54: aber so aufrichtige Liebe heißt ja das Leben zu lieben alle Menschen alles zu liebem mich inklusive Ich kann das gar nicht richtig beschreiben.

00:30:04: Das ist halt wirklich so wie ein Gefühl?

00:30:06: Ja, im Endeffekt redet man ja auch immer von bedingungsloser Liebe.

00:30:09: ich weiß jetzt nicht ob was es dazu noch mal braucht.

00:30:13: Also Liebe ist ja oft auch oder Beziehungen sind oft Du gibst etwas und bekommst etwas zurück.

00:30:23: Und bedingungslose Liebe sollte natürlich nicht so funktionieren.

00:30:26: Aber woran erkenne ich den Beispielsweise auch?

00:30:29: Ob eine Freundschaft tief genug ist oder stark genug is einen Nein auch auszuhalten.

00:30:36: Ich würde es ausprobieren und das ist natürlich leichter gesagt als getan, ich weiß es auch also... Weil man

00:30:42: verlustern

00:30:43: kann?

00:30:44: ...ich habe ja auch Angst vor Zurückweisung im eigenen Team.

00:30:48: so.

00:30:48: und dann ist was mir dann sehr hilft ist mich zurück zu besinnen auf meine auch auf meine Rolle.

00:30:54: und ich hab' auch in Freundschaft damit mein ich nicht eine Rolle wie Theater die Spiele sondern Aufgaben und Verantwortung, die ich trage auch in der Freundschaft.

00:31:03: Und wenn ich jetzt sage, diese Person ist mir wichtig... ...und es gibt gewisse Dinge, die bin ich bereit zu geben anders als bei Menschen, die nur flüstig-flüchtig kenne,... ...dann ist das etwas was in dieser, nennen wir's mal Rolle, etwas is', was ich bereit bin zu geben.

00:31:18: Und gleichzeitig ist es natürlich aber auch so dass ich Erwartungen daran habe zurecht, was diese Beziehung und Bedürfnisse habe in dieser Beziehungszeit.

00:31:28: Die können sehr unterschiedlich sein!

00:31:29: Zum Beispiel in meiner romantischen Liebesbeziehung erwartet, dass diese Person mir alles gibt.

00:31:35: Was ich von Beziehungen meinem Leben brauche.

00:31:38: Dann ist es unrealistisch und auch nicht fair dem Menschen gegenüber.

00:31:42: Und so haben wir ... Ich hab verschiedene Freundschaften, die unterschiedliche ... Mir unterschiedliches geben und wo ich auch unterschiedliches gebe.

00:31:49: Das ... Also am Ende ist das ein sehr menschlicher Blick der wohlwollend ist auf mein Umfeld, aber auch mit mir.

00:32:00: Und wo ich ja merke, habe ich den Eindruck dass ich hier nur gebe und die andere Person nur nimmt und nichts zurückgibt.

00:32:09: Dann ist es nicht in der Balance und dann wird das ja nicht meinen Erwartungen und meinen Bedürfnissen gerecht sondern es ist etwas was in der Dynamik entsteht und Freundschaft entsteht eben in diesem Miteinander.

00:32:21: Wenn man das in einem Gespräch nicht lösen kann weil die anderen Personen dazu nicht bereit sind, sollte man sich wahrscheinlich fragen ob eine richtige ehrliche Freundschaft ist.

00:32:29: Genau, manche Menschen müssen das auch erst lernen richtig gut zu kommunizieren.

00:32:33: da hilft ja so gewaltfreie Kommunikation nach Marschell-Rosenberg zum Beispiel und also auf der Bedürfnis eben dazu kommuniziert.

00:32:40: Wir sollten jetzt nicht alle unterstehen dass wir alle selbst die besten Kommunikatoren sind gerade wenn es dann irgendwie die Emotionen hochkochen.

00:32:46: deswegen würde ich's glaube ich nicht so absolut sehen sondern Auch ein Streit oder eine Spannung ist etwas, was wir im Dialog lösen können.

00:32:55: Und manchmal merken wir vielleicht okay in diesem Punkt kommen wir gerade nicht weiter im Gespräch?

00:32:59: Aber grade wenn es ne gute langjährige Freundschaft ist dann würde ich immer sagen das braucht es denn damit dieser Dialog aufrecht erhalten bleibt?

00:33:08: wie kann dieser Dialoge fortgesetzt werden und wie kann ich vielleicht nochmal an dass auch meine Bedürfnisse kommunizieren?

00:33:15: Du hast über abgrenzung im Job gesprochen.

00:33:17: du hast auch gesagt Du das Gefühl hast, dass es Frauen schwieriger haben.

00:33:27: Bist du im beruflichen Kontext zur Peoplepleaserin geworden?

00:33:32: Weil du auch ein bestimmtes Verantwortungsgefühl hattest?

00:33:35: Ja!

00:33:36: Absolut.

00:33:37: Wie wird man das los?

00:33:38: Ich habe so eine Tendenz mich immer rein zu lehnen und das war für mich ne wichtige Erkenntnis Dass ich mich reinlehne Und über meine Rolle hinaus rein lehne und dadurch anderen Menschen den Raum nehme sich selbst einzubringen, sondern ich lehne mich so sehr rein und übernimm Aufgaben kauleutend vor wie sie was tun sollen.

00:33:56: So klassisches Micro-Management das kann nicht

00:33:58: gut.

00:33:58: Aber das gegenübernimmt es wahrscheinlich gar nicht so wahr?

00:34:03: Doch!

00:34:05: Aber sind Sie dann einfach froh weil Sie denken doch schön das wäre das machen?

00:34:08: Ja aber da kommt das Bedürfnis nach Selbstbestimmung.

00:34:11: Es kommt sehr drauf an.

00:34:13: Das bedürfen ist auch Selbstbestimmung.

00:34:16: Wenn du jetzt als Expertin für Thema XY eingestellt wirst und dann kommt deine Chefin und sagt so, jetzt machst du das aber so.

00:34:22: Und lehnt sich rein.

00:34:24: Oh wow!

00:34:24: Okay, jetzt habe ich es verstanden?

00:34:26: Dann ist es wichtig, dass erst mal da ehrlich Feedback gegeben wird und natürlich immer wieder zurückbeziehen auf die eigene Rolle.

00:34:32: Das ist ja wenn wir über Empowerminsch sprechen, ist das ja buchstäblich Ich gebe dir den Einfluss Ich mach deinen Einflussraum auf.

00:34:40: Ich sag vielleicht auch ganz klar, in deiner Rolle sind hier die Grenzen.

00:34:42: diese Entscheidungen müssen mit mir abgestimmt sein.

00:34:45: da würde ich informiert werden wenn wir was verändern.

00:34:48: Aber hier ist dein Tanzbereich Gerade im Job Kontext passiert es leicht dass wir Menschen nicht entmündigen aber das wir ihnen schon ein Stück weit absprechen Was ihr Einfluchsbereich ist und ihnen auch ein stückweit sowas kindliches dann unterstellt also so eine eltern Kinddynamik entsteht.

00:35:05: ich bin ja nicht die Mutter Nur weil ich da jetzt die Führungskraft bin.

00:35:09: Und das kommt aber kann auch von mir kommen und ich hatte eine große Tendenz mich reinzulehnen, weil ich eben möchte dass die Sachen richtig gut laufen weil ich ein großes Verantwortungsbewusstsein habe und weil ich insgeheim auch immer denke ich hab recht!

00:35:21: Das ist natürlich total übergriffig und nimmt Leuten ganz viel Gestaltungsspielraum und einige nehmen das gerne an und sagen ja dann mach du mal nur... das ist zum Beispiel nicht die Kultur die ich möchte sondern ich möchte Menschen bestärkenderen ja auch zu wachsen, sich zu entwickeln.

00:35:38: Und dazu braucht es eben auch dass ich zeige wo sind meine Ecken und Kanten das ich auch aufrichtig bin.

00:35:44: Nur so kannst du auch besser werden.

00:35:45: also beziehungsweise die anderen können ja auch nur besser werden?

00:35:47: Also selbst wenn sie am Anfang vielleicht Sachen nicht so machen wie du sie gerne hättest...

00:35:51: Es ist auch vollkommen okay!

00:35:53: Das macht's ja sogar besser häufig.

00:35:55: Das ist ja auch noch die Erkenntnis.

00:35:57: Nur weil ich das jetzt anders gemacht hätte.

00:36:00: Es mag sich ein Risiko anfühlen, nicht über alles Kontrolle zu haben.

00:36:05: Es ist nur auch eine riesige Chance das Sachen ganz anders und viel besser laufen.

00:36:09: Und ich wollte noch sagen zu den Ecken und Kanten weil ... Ich war lange so n bisschen wie einen Wackelpudding und hab mich sehr danach orientiert was andere so wollen und war sehr anpassungsfähig was auch ne Stärke is.

00:36:20: Was aber dazu geführt hat dass man nicht gar nicht greifen konnte richtig als Person Vor allem im Job war das.

00:36:25: Ich hatte eine andere Identität, also ich war sehr anders im privaten als im beruflichen und dem Job habe ich gelernt, wenn ich mich immer so anpasst funktioniert ganz gut Und hab dann gelernt dass gerade als ich dann in der Führungsrolle gekommen bin Menschen brauchen eine Berechenbarkeit.

00:36:37: Das ist ja okay.

00:36:38: Wenn sie wissen aber wäre es manchmal ein bisschen schräg bei dem Thema Aber dann wissen Sie woran sie sind können das auch Einordnen.

00:36:44: wenn ich vielleicht reagiere auf eine gewisse Weise und deswegen finde ich diese Ecken und Kanten dieses Bild von Es ist dein Auftrag als Mensch, Ecken und Kanten von dir auch preiszugeben.

00:36:57: Und nicht die perfekte Version von dir selbst zu spielen!

00:36:59: Aber ich

00:36:59: finde das kann man auch super auf Freundschaften und Beziehungen übersetzen.

00:37:02: denn wenn du einen Partner oder eine Partnerin hast, die sich immer irgendwie anschmiegt und sagt ja das können wir so machen es können wir auch so machen ah hast du das Gefühl oder ich hätte das Gefühl dass ich immer eine Entscheidung treffen muss und das macht ja irgendwie auch keinen Spaß.

00:37:15: Das macht vielleicht einen Zeitland-Spaß, wenn man dominant ist.

00:37:18: Aber irgendwann denkst du auch bring dich doch mal ein!

00:37:21: Und was magst du eigentlich?

00:37:22: Für was stehst du eigentlich so?

00:37:25: Auf der Ebene denken wir glaube ich häufig nicht drüber nach.

00:37:28: Es ist genau wie es ist jetzt still oder sprudel.

00:37:31: Nee, was du möchtest.

00:37:32: Ich möchte aber wissen, möchtet ihr lieber stilles oder sprude Wasser?

00:37:35: Sag's mir doch!

00:37:37: Manchmal weiß

00:37:38: ich es aber auch nicht...

00:37:40: Ja, dann kann ich sagen ... Oh, weiß ich gerade nicht.

00:37:42: Aber das ist ein ganz kleines Beispiel von übenaufrichtig zu kommunizieren und dazu muss ich ja erst mal wissen was will ich eigentlich?

00:37:49: Das steht ja am Anfang.

00:37:51: Weißt

00:37:51: du aber mit dem Sprudelwasser Zuhause zum Beispiel geht man zu irgendeiner Freundin zu irgendem Freund möchtest Du still oder sprudeln?

00:37:56: Ich hätte gern sprudelt, oh das muss ich jetzt noch machen!

00:38:00: Meine wegen dann auch still wenn es jetzt so viel ist.

00:38:04: Was passiert denn wenn man länger über seinen Kapazitäten lebt, also zu viel reingibt und es eigentlich gar nicht schaffen kann.

00:38:14: Eine Sache die wir ja häufig dann erleben ist das Menschen... Das ist so überläuftes Fass!

00:38:20: Und das kann natürlich körperliche Erschöpfung sein, mentale Erschöhpfung, aber was kann auch?

00:38:23: Und das kenn ich aus vielen sozialen Beziehungen, dass jemand auf einmal so snapt und so... Echt so englisch wird.

00:38:30: Also so auf einmal

00:38:32: Ja, eine kurze Zündschnur hat und halt irgendwie...

00:38:34: Dann so auf einem ganz angefasst reagiert.

00:38:36: Und ich frage mich dann aber was ist denn jetzt gerade passiert?

00:38:39: Was ich nicht weiß weil die Person das nicht mit mir geteilt hat, ist dass davor vielleicht schon zehn Grenzüberschreitungen passiert sind, die ich aber nicht mitbekommen habe.

00:38:47: Und je

00:38:47: nachdem wie dein Tag war

00:38:49: und

00:38:50: was du alles schon über dich gelernt hast oder eben auch noch nicht gelernt hast, snapsst du dann zurück.

00:38:54: Genau!

00:38:54: Und dann geht der Konflikt los und dann gib es bam-bam-bamm.

00:38:57: Man weiß eigentlich gar nicht mehr was dann zum Schluss eigentlich passiert ist.

00:38:59: Ja und was dazu auch geführt hat.

00:39:02: Und deswegen, es kann sich über den Tag oder natürlich auch über Monate und das Leben so aufladen.

00:39:10: Ich finde dass das unser Auftrag ist nicht immer mehr obendrauf zu packen sondern für uns immer wieder aufzuräumen eine richtige Hygiene zu schaffen die eben auch wichtig ist für die Beziehung aber natürlich auch für uns selbst denn Grenzen sind ja auch was was wir.

00:39:23: ich finde auch mit sich selbst grenzen zu setzen krasse Aufgabe.

00:39:28: Welchen Lebensbereichen meinst du das jetzt beispielsweise?

00:39:32: Ich habe das ganz häufig, wenn ich mir Gedanken mache über Situationen im Nachhinein und dann überlege ah was ist da wie war das?

00:39:40: und so anfange also in einen Gedankenkarussell einzusteigen dass ich wirklich lernen musste auch mich ganz bewusst zu entscheiden ok wie komme ich jetzt?

00:39:48: ich steige jetzt wieder aus diesem Gedanken Karussell und was brauche ich für eine Praxis mit mir um daraus zu kommen?

00:39:54: und es kann zum Beispiel sein Ich schreibe ganz viel, der Fancy begriff ihren Journaling.

00:40:01: Ja, aber ich schrei- ... Tagebuch

00:40:03: schreiben!

00:40:03: Ich schreib Tagebuch jeden Tag... Die geht's dir?

00:40:06: Ja, die geht es doch eigentlich

00:40:08: wie ein Tagebuch, aber eben in der Hinsicht dass du in dich hinein blickst.

00:40:11: was brauchst

00:40:12: du eigentlich

00:40:13: also nicht?

00:40:13: ich habe heute einen Podcast mit Vera aufgenommen sondern

00:40:16: kann das sogar auch

00:40:17: sein

00:40:17: und darüber dann den Weg und dann sehr ehrlich mit sich zu sein und sagen wir fühle ich mich was beschäftigt mich gerade Und ich schreib dann, mach so Morningpages.

00:40:27: Also drei Seiten.

00:40:29: jeden Tag schreibe ich einfach im Fliegstext was kommt morgens nach dem Aufstehen und manchmal mache ich das auch abends oder wenn ich merke dass mich irgendwas richtig doll beschäftigt, dann schreiber ich das auf.

00:40:40: Was auch funktioniert ist es im Gesprächen mit anderen Menschen zu machen gerade wenn du Leute in deinem Umfeld hast die sehr gut darin sind.

00:40:46: zur Validierung.

00:40:47: Ich hab so ein zwei Leute da weiß ich okay.

00:40:48: zu gewissen Sachen kann ich dir einfach anrufen und einmal sagen euch muss noch mal Ich muss nur einmal fünf Minuten darüber sprechen.

00:40:55: Gerade wenn so Momente waren, wo die mich vielleicht sehr verunsichert haben oder wo ich ein Risiko eingegangen bin und gemerkt habe – aber ich bin jetzt gerade verunsicher zu.

00:41:04: Und dann ist das eine Form von innerer Grenze für mich zu sorgen in dieser emotionalen Aufgewühltheit versus das einfach wegzudrücken oder mich da einfach in so eine Spirale zu begeben.

00:41:18: Ich weiß nicht, ob du das kennst, aber zum Teil beschäftigen mich Sachen über Tage hinweg

00:41:23: ... Na klar!

00:41:23: Und das ist ne Form von Hygiene und finde ich Grenzziehung mit mir auf mich zu achten und zu sagen wie sehr lasse ich jetzt diese Person dieses Anliegen in mein Leben rein?

00:41:32: Wie schaffe ich es auch wieder rauszubringen was nicht heißt dass er sich runterdröcke sondern wie schaff ich's dazu zu reinigen?

00:41:38: Für mich ist das super schwer weil ich hab das Gefühl immer gerne alles aussprechen.

00:41:42: ja also ich möchte es auch mit der Person verhandeln

00:41:44: Ja.

00:41:46: Ich möchte der Person nicht unbedingt einen Vorwurf machen oder sowas, aber ich möchte den Personen sagen wie ich mich damit fühle und ich möchte die Bestätigung oder die Validierung das ich gehört werde.

00:41:54: Es gibt einfach viele Menschen, die niemanden haben mit dem sie sprechen können.

00:42:01: Wohin wenden Sie sich?

00:42:02: An wen wenden sie sich?

00:42:04: Unsere Freundschaften zu pflegen Beziehungen zu pflegen Und auch aufzubauen und auszubauen.

00:42:10: es entstehen ja auch immer wachsende Leben neue Freundschaft in Beziehung Menschen, die uns nah sind.

00:42:16: Das ist ein ganz wichtiger Auftrag auch für unsere mentale Gesundheit aber auch zum Beispiel das Thema Longevity erwesendermaßen in unserer gute soziale Beziehung zu haben.

00:42:25: und es heißt nicht hundert sondern zwei drei richtig gute belastbare Beziehungen Und sie sind manchmal schon da.

00:42:32: Die Frage ist kümmern wir uns genug

00:42:34: um die absolut

00:42:35: und was wollen wir auch reingeben und können wir noch besser darin werden.

00:42:39: Ich finde dass Validierungsthema oder Das Schwingen mit anderen Menschen dabei sehr wichtig, bin ich bereit mich auf dich einzulassen auch für dich zu sorgen.

00:42:48: Ich finde das ist ein super schöner Hinweis weil es gibt einfach auch Menschen die immer nur aus ihrer Perspektive schauen und sagen dass bekomme ich nicht, ich werde hier nicht eingeladen Die Person mich das letzte Mal angerufen und man sollte sich vielleicht auch fragen, wann habe ich denn den Hörer in die Hand genommen?

00:43:06: Das letzte mal?

00:43:07: oder wenn hab' ich denn meinen Geburtstag gefeiert.

00:43:08: Ich erwarte immer überall eingeladen zu werden aber dann habe ich meine Handball-Ausgestrettung gesagt heute mache ich mal was für dich oder... Ja!

00:43:17: Also wenn ich journalt und merke oh ich brauche da gerade etwas kann ein Weg sein zu sagen, ich gebe jetzt das was ich brauche.

00:43:27: Also ich wünsche mir bessere Beziehungen dann gehe ich ganz bewusstlos und investiere in meine Beziehung.

00:43:32: oder ich wünschte mir ein besseres berufliches Netzwerk Dann geh ich ganz bewusselos und bin das gute Netzwerk für andere.

00:43:38: Oder ich wünsche mir mehr Ehrlichkeit in meinem Leben dann gehe Ich Ganz Bewusstlos Und Gebe Das.

00:43:42: Was Ich Suche und ich habe die Erfahrung gemacht ist dass was ich gebe total zurückkommt.

00:43:47: Absolut!

00:43:48: Und häufig auf ganz anderen Wegen und auch in viel, ganz anders... Das ist dann gar nicht so transaktional sondern das kommt dann ganz unerwartet zurück und es ist sehr schön.

00:43:57: ich habe sehr gute Erfahrungen mit Aufrichtigkeit gemacht also eine gewisse Form von Ehrlichkeit.

00:44:02: Verletzlichkeit bringt ne andere Tiefe in Beziehung

00:44:05: klar oder auch ein ruhiges Nein was vielleicht manchmal gar nicht Soviel Erklärung braucht.

00:44:09: wir haben ja auch immer das Gefühl Wir müssen so viel erklären wenn wir nein sein.

00:44:12: Ja Warum ist es so?

00:44:15: aus der Sorge zu abweisend zu wirken.

00:44:20: Das ist auf jeden Fall das, was ich weiß von den Frauen mit denen ich arbeite und auch aus eigener Erfahrung.

00:44:24: wenn ich jetzt einfach sagen würde nein dass mir dann unterstellt wird es sich zickig bin schwierig anstrengend und das ist natürlich muss gemocht werden ein stückweit um beruflich erfolgreich zu sein in Kontakt mit Menschen zu sein.

00:44:36: So die Frage ist nur, wie kriege ich das hin?

00:44:38: Und an welchen Stellen?

00:44:39: bin ich auch bereit mal zu sagen okay Christian ob du jetzt mein bester Freund wirst oder nicht.

00:44:43: Ist jetzt auch für meine Karriere nicht entscheidend aber da eine gute im gutes Augenmarkt zu massen und zu verstehen dass tatsächlich klar und auch freundlich artikulierte Grenzen Respekt fördern Die Wahrnehmung unserer Kompetenz steigern dazu führen dass wir als verlässlicher wahrgenommen werden und wenn der ganz andere Ernährung auch immer eins zu eins zwischen Menschen möglich machen.

00:45:06: Und ich glaube es ist auch nochmal wirklich wichtig zu sagen, das haben wir vorhin angesprochen.

00:45:10: Dass People Pleasing oft auf kurze Dauer okay ist aber längerfristig eben krank macht wenn man das Gefühl hat man geht immer wieder über seine Grenzen die Bedürfnisse werden immer wieder untergraben und irgendwann merkt man dass man eigentlich gar nicht mehr man selbst ist Die Entscheidung trifft, weil andere die für einen treffen und vielleicht auch wie so ein Bulldozer über einen hinwegfahren.

00:45:38: Weil man sehr lange ja in Armin gesagt hat Wie kann man aber denn schaffen das People Pleasing abzulegen?

00:45:45: Es beginnt bei der Klarheit darüber was will ich Und was ist mir wichtig Was brauche ich?

00:45:52: Und dann Bei der Klarkeit darüber dass das so nicht in den Beziehungen stattfindet.

00:45:59: Und dann kann ich mir überlegen, okay.

00:46:01: Ich weiß wo ich eigentlich hin möchte und was ich eigentlich sagen möchte.

00:46:04: Mir fällt auf dass sich das in den Situationen so nicht sage und nicht tue.

00:46:10: Dann kann ich Strategien entwickeln wie ich es anders mache.

00:46:13: Überhaupt erst mal das Bewusstsein zu haben und die Kleide darüber, was will ich denn stattdessen?

00:46:17: Das sind schon mal zwei richtig große Schritte Und das darf ich auch anerkennen und würdingen.

00:46:22: Es geht ja nicht darum, dass alles dann so perfekt umzusetzen.

00:46:24: Das ist auch nicht verkehrt andere Pliesen zu wollen, sondern es muss mich auch pließen wollen.

00:46:28: Genau.

00:46:29: Dazu muss ich überhaupt erst mal wissen was will ich eigentlich?

00:46:31: Wer bin ich?

00:46:32: Wofür stehe ich?

00:46:33: Was ist für mich vollkommen okay?

00:46:34: Das kann ja auch sein!

00:46:35: Also... ...es kann ja für mich total ok sein, dass du jetzt gerade sauer bist.

00:46:40: Und das kann ich auch sagen, es ist okay, dass Du sauer bist.

00:46:43: Es ist nicht ok, dass Tu mit der Faust auf den Tisch haust.

00:46:46: So das ist das, was ich das erstmal innerlich diesen Satz zu verstehen ist der erste wichtige Schritt.

00:46:51: Und dann in der Lage zu sein, das mit dir zu artikulieren ins Gespräch zu gehen, ist der zweite.

00:46:56: und wenn ich schon mal überhaupt an dem Punkt bin dass ich verstehe was ist okay und was nicht?

00:47:01: Das kann mir niemand anders beantworten!

00:47:02: Es gibt Sachen die sind für mich vielleicht voll okay und du würdest sagen Herr Vera ist gar nicht okay und andersrum auch.

00:47:07: Deswegen muss erst einmal wissen was ist für mich okay oder was nicht unabhängig davon was andere sagen.

00:47:12: und dann ist der nächste Schritt in die Kommunikation zu gehen.

00:47:14: und da gibt es ja verschiedene Wege wie ich das tun kann

00:47:17: Und wie kann ich Entscheidungsderke trainieren?

00:47:22: Gibt es da Möglichkeiten, wo ich erstmal vielleicht andere Leute gar nicht so involviere sondern dass ich das erst mal mit mir mache.

00:47:27: Ich würde es immer aufschreiben also ich würde ins Gespräch gehen mit anderen Menschen die nichts mehr der Situation zu tun haben und mir einfach einfach zu prozessieren was ist passiert und dann würde ich das wirklich auf schreiben und auch überlegen.

00:47:42: wenn das jetzt zum Beispiel etwas sehr werteorientiertes ist Wenn ich den Kontext besser verstehe, kann ich es ja auch besser erklären.

00:47:48: Also es gibt Situationen in denen muss sich nicht erklären und das ist auch gut, das zu verstehen als sagen okay nach siebzehn Uhr kann ich nicht telefonieren an dem Tag Ja Ist ok Kann ich auch ganz freundlich sagen Nach siebzen nun kann ich mich telefonieren.

00:48:00: So Das fällt schon vielen Menschen schwer Und dann gibt's aber andere.

00:48:03: wenns jetzt um einen tiefen Konflikt zwischen uns geht und wir stehen uns nahe Dann ist natürlich gut wenn ich vielleicht auch mehr einsortiere.

00:48:09: warum ist mir das vielleicht so wichtig?

00:48:11: von mir auch preisgebe, mit welchen Werten verbinde ich das?

00:48:14: Warum ist es okay dass du das tust?

00:48:16: aber das ist für mich nicht ok.

00:48:18: Also die Muster muss man erstmal erkennen natürlich um sie dann auch zu durchbrechen und ich glaube was ich jetzt auch mitgenommen habe aus unserem Gespräch dass man wirklich versucht zu seinem Körper wieder mehr bewusst sein zu erlangen dass man einfach auch merkt was macht das mit mir wenn ich jetzt beispielsweise wieder viel zu schnell ja gesagt habe mach das was mit meinem körper also Vielleicht auch mit meinem Hirn, dass ich dann einfach denke.

00:48:41: Oh je!

00:48:42: Jetzt habe ich schon wieder jeden Abend irgendwas ausgemacht.

00:48:45: Ich pack das doch alles gar nicht.

00:48:46: Ich brauche auch einfach mal einen Abend für mich und aber gleichzeitig auch in den Körper zu hören und zu schauen.

00:48:53: kriege ich jetzt vielleicht Bauchweh weil ich jetzt eigentlich schon weiß...

00:48:56: Ja?

00:48:56: ...ich schaffte es alles gar nichts.

00:48:58: Und dann auch zu überlegen was will ich stattdessen um das vielleicht auch wirklich aufzuschreiben?

00:49:05: also ich möchte gerne mehr Zeit für mich Aber ich möchte mich auch um meine Freundschaften kümmern.

00:49:12: Wie kriege ich das miteinander vereinbart?

00:49:14: Und ich

00:49:14: glaube, dass Veränderung auch in Ordnung ist.

00:49:17: Ja!

00:49:18: Weißt du also wir leben dieses eine Leben... So wie wir jetzt hier auf der Welt sind.

00:49:23: Und es ist auch okay, wenn Freundschaften sich verändern oder wenn ein Job nicht mehr richtig ist?

00:49:28: Es ist sogar der einzige Weg!

00:49:30: Der einzige Weg für ein aufrichtiges Leben und auch für eine gute Freundschaft

00:49:34: bzw.,

00:49:34: dass wir uns miteinander verändern.

00:49:36: Das ist auch ein total schönes Zeichen an das zu sagen... Du darfst dich verändern mit uns.

00:49:42: Ich finde es wunderschön.

00:49:45: Ich habe will dich nicht festhalten da wo du gerade bist sondern ich bin ja auch hier um dich dich dahin zu begleiten, wo es für Dich noch kommen darf.

00:49:51: Auch übrigens in Liebesbeziehungen finde ich das total wichtig.

00:49:55: Ich will Dich nicht festhalten, krampfhaft da halten, klein halten sondern Du darfst wachsen und Dich verändern selbst wenn das vielleicht bedeutet dass wir irgendwann... Also selbst wenn es bedeutet, dass ich Dich vielleicht irgendwann verliere Wenn's für DICH der bessere Weg ist, ist das ja wirklich eine Form von Liebes.

00:50:10: Das is wirklich Liebe!

00:50:11: Zu sagen Es geht nicht darum, Dich hier bei mir festzuhalten deinen Weg zu gehen.

00:50:17: Und dafür bin ich da, um dich darin zu begleiten?

00:50:20: Ja!

00:50:26: Wäre mein Happy Jar, dann würde ich dich jetzt bitten eine Frage einmal zu ziehen und die zu beantworten.

00:50:34: also bzw.

00:50:35: wir können die beide beantwortet einfach vielleicht nochmal mit einem anderen Blick aufs Leben zu

00:50:42: schauen.

00:50:42: Die passt aber gut.

00:50:43: Was bedeutet für dich gesunde Nähe?

00:50:48: Möchtest du zuerst?

00:50:50: Ich kann auch.

00:50:52: Ja, gesunde Nähe.

00:50:53: Ich glaube du hast das vorhin schon ganz oder wir haben es zusammen irgendwie ganz gut besprochen.

00:50:57: Gesunde Näher bedeutet einfach eine Person an dich ran zu lassen so nah wie es dir gut tut und aber eben auch Grenzen zu setzen und zu sagen So und nicht weiter also zu wissen welche Bedürfnisse man hat Und wenn diese bedürfnisse überschritten werden dann noch einfach ganz liebevoll zu sagen damit fühle ich mich nicht wohl

00:51:16: ja

00:51:16: und dann hoffentlich Ein gegenüber zu haben was das respektiert und akzeptiert

00:51:22: Schön.

00:51:23: Da musst du ja einfach

00:51:23: ... Würdest du dazu noch irgendwas anderes sagen?

00:51:31: Ich glaube, dass auch Nähe entstehen kann, wenn Menschen genug Raum haben und das was sich vielleicht wie Distanz anfühlt aber ein wichtiger Teil sein kann für eine gute Verbindung.

00:51:43: weil ich es eher so Verbindungen nennen und einfach zu anzuerkennen, dass wir alle unterschiedliche Bedürfnisse haben und dass die eben eher gerade Richtung Sicherheit Streben oder Richtung Freiheit, aber dass die Verbindung deswegen nicht weniger tief sein muss.

00:52:01: Nur weil wir vielleicht auch Freundschaften haben in denen Menschen sehr freiheitsliebend sind und uns wirklich zu sehen als Menschen mit dem wer wir sind, wer wir werden wollen das ist irgendwie so finde ich eine ganz schöne Form von Nähe die entstehen kann.

00:52:16: und das heißt eben auch zuzulassen oder zu akzeptieren, dass andere Menschen auch ganz anders sein können und dass wir trotzdem eine richtig schöne Verbindung miteinander haben können.

00:52:24: Das ist schön.

00:52:24: Ich glaube einfach, dass gerade wahnsinnig viel passiert oder in den letzten Jahren viel passiert ist wie wir auf Freundschaften gucken, wie wir auch Beziehungen gucken und unsere Rolle im Job sehen.

00:52:37: Dass da ganz viele Veränderung und ganz viel Aufbruch momentan stattfindet und wir uns vielleicht teilweise erstmal dran gewöhnen müssen weil natürlich auch unterschiedliche Generationen miteinander verhandeln, unterschiedliche generationen miteinander arbeiten.

00:52:52: Und wir vielleicht immer noch so ein traditionelles Rollenbild in Beziehung haben wo es immer ganz klar war du machst dies, du machst jenes und das machen wir aber alles nur zusammen und eben dieser Raum für den Partner oder die Partnerin gar nicht da war.

00:53:07: Ich glaube die neue Generation schaut da insgesamt nochmal ganz anders drauf so insgesamt als kollektiv verändern wird.

00:53:17: Und das ist so wichtig für uns, weil wir durch so schwere Zeiten auch gehen die Gemeinschaft und das Miteinander – das ist ja was, was wir brauchen und was uns ganz viel Halt- und auch Sicherheit geben kann in einer Welt, in der die Zukunft zu ungewiss ist.

00:53:32: Das war sie immer schon aber sie fühlt sich finde ich noch ungewisser an und deswegen ist glaube ich total an diese Kraft von Gemeinschaff und es braucht aber Kompetenzen um gut in Gemeinsschaft zu sein herzlicher miteinander sein dürfen.

00:53:46: Herzlich, warm miteinander sein müssen und das heißt nicht dass ich deswegen nicht gut abgegrenzt sein kann aber auch so ein Vorschussvertrauen zu geben eine Vorschusherzlichkeit.

00:53:55: So ein bisschen die Kälte aus dem Miteinander und der Kultur zu nehmen glaube ich tut uns allen total gut.

00:54:02: Vielen vielen Dank dass du diese Woche mein Gast warst.

00:54:04: Mein erster Gast!

00:54:05: Danke schön es hat sehr viel

00:54:06: Spaß gemacht.

00:54:07: wir hören uns gleich noch in der Bonusfolge.

00:54:08: Ich verabschiede mich jetzt erstmal von dir denn ich habe noch Affirmationen für unsere Hörerinnen und freu mich, wenn wir dann gleich weitersprechen.

00:54:17: Vielen Dank!

00:54:17: Es war sehr schön hier.

00:54:19: Danke schön.

00:54:26: In unserer Mindful Minute habe ich heute Affirmationen der Woche für euch Dinge die ihr euch vorsagen könnt um euch zu stärken.

00:54:33: Sprechen wir einfach nach.

00:54:35: Ich darf mir Zeit nehmen bevor ich zusage.

00:54:43: Mein Nein schafft Raum für ein ehrliches Jahr.

00:54:51: Ich muss nicht immer verfügbar sein Um wertvoll zu sein.

00:55:00: Ich darf meine Energie schützen ohne jemanden abzulehnen.

00:55:09: Und außerdem habe ich noch eine Reflektionsfrage für euch, die ihr euch diese Woche immer mal wieder stellen könnt.

00:55:15: Wo sage ich gerade ja?

00:55:17: Obwohl ich innerlich schon merke... Es wird mir zu viel!

00:55:23: Also wo sage ich vielleicht wieder einen Termin zu?

00:55:26: oder sage auch an der Arbeit Ja Ich mache das obwohl ich gar keine Kapazitäten habe.

00:55:33: Seid ehrlich mit euch?

00:55:34: Das würde euch nur helfen.

00:55:35: Ihr habt es ja schon gehört Zu jeder Episode von Happy Life gibt's auch noch ein Bonusteil.

00:55:40: Da gehen wir dann noch tiefer ins Thema rein und geben euch konkrete Impulse an die Hand, die ihr in euren Alltag integrieren könnt.

00:55:47: Also beispielsweise bin ich gerade einfach nur ein People Pleaser?

00:55:51: Oder wie verschaffe ich mir ein bisschen mehr Zeit bevor ich automatisch sie ja sage oder aber auch Wie schaffe Ich es noch klarer Grenzen zu setzen?

00:56:00: Der Bundesteil zu diesem Gespräch mit Vera Strauch Den findet Ihr exklusiv im Podimo Premium Bereich.

00:56:06: Vielen Dank, dass ihr dabei wart.

00:56:07: Es hat mir wahnsinnig Spaß gemacht mit Vera über all diese tollen Themen zu sprechen.

00:56:11: Wenn ihr noch mehr darüber erfahren wollt dann hört euch jetzt die Brunnesfolge an.

00:56:16: das Sprechen Vera und ich nochmal tiefer über das Thema People Pleasing und wie man es ablegen kann.

00:56:28: Happy Life ist ein Podcast von Podimo Host Jochen Schropp Executive Producer Juliane Rinne Producer Kiana Lensch Und Jochen Shrop Sound Felix Andorff Marketing, Katarina Vizani, Coverdesign Christoph Brandes und Johanna von Holst.

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