Selbstregulierung: Endlich die eigenen Gefühle verstehen
Shownotes
Ein falsches Wort und die Laune ist im Eimer? Schluss mit der emotionalen Achterbahn! In dieser Episode von „Happy Life“ knöpfen sich Jochen Schropp und die Heilpraktikerin für Psychotherapie und Buchautorin Nina Skarabela-Brennestuhl unsere automatischen Verhaltensmuster vor. Wenn wir uns selbst nicht reflektieren, sind wir unseren Gefühlen hilflos ausgeliefert. Nina zeigt uns, wie wir die Selbstregulierung meistern und das emotionale Steuer zurückgewinnen. Warum reagieren wir manchmal so, wie wir reagieren? Warum lügen wir uns oft unterbewusst selbst an? Wie kommt es dazu, dass wir selbst unsere härtesten Kritiker*innen sind? Und wie können wir endlich uns selbst und unsere Gefühle verstehen?
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“Happy Life” ist ein Podcast von Podimo und erscheint immer donnerstags.
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Transkript anzeigen
00:00:03: Kennt ihr das?
00:00:04: Manchmal läuft der Tag eigentlich super und dann reicht ein falscher Kommentar im Büro oder eine blöde Interaktion im Supermarkt.
00:00:09: Und zack, die Laune ist im Keller!
00:00:12: Wir sind wütend und wissen gar nicht genau warum uns das gerade so aus der Bahn wirft.
00:00:17: Wie kommen wir wieder raus?
00:00:19: Wie schaffen wir es unsere Gefühle nicht nur auszuhalten sondern sie wirklich richtig zu verstehen?
00:00:25: Und wie können wir präventiv etwas gegen solche Situationen tun und auch in herausfronnernden Momenten Ruhe bewahren?
00:00:32: Am Ende dieser Folge wirst du hoffentlich Antworten auf all diese Fragen haben.
00:00:36: Und
00:00:37: ich auch!
00:00:39: Happy Life mit Jochen Schropp.
00:00:45: Willkommen zu happy life, dein Podcast zum Glücklichsein.
00:00:48: Unsere Verhaltensmuster laufen meist komplett automatisch und das funktioniert oft wunderbar aber wir verstehen manchmal gar nicht warum wir uns eigentlich so fühlen wie wir uns fühlen.
00:00:59: und genau da liegt der Hund begraben.
00:01:00: ohne den Blick nach innen also die Selbstreflektion sind wir unseren Gefühlen häufig hilflos ausgeliefert.
00:01:07: Wir sind wie ein Schiff im Sturm, das kein Steuer mehr hat!
00:01:11: Aber wie kriegt man dieses Steuer wieder zurück?
00:01:13: Wie lerne ich mich im Moment des größten Chaos selbst zu beruhigen – also die Selbstregulierung zum
00:01:19: Meistern?!
00:01:20: Darüber spreche ich heute mit einer Frau, die genau darüber einen Buch geschrieben hat.
00:01:24: Ninas Garabela Brennesstuhl ist unter anderem Unternehmerin und Heilpraktikerin für Psychotherapie in Berlin.
00:01:30: So Nina Jetzt haben wir uns vorhin begrüßt, da waren die Mikros noch nicht an und ich habe dir gleich gesagt wie ich mich gestern so gefühlt habe.
00:01:39: Und hab dann gesagt Mann!
00:01:42: Ich konnte diese Gedanken nicht loslassen und eigentlich weiß ich doch wie es geht?
00:01:45: Und dann wolltest du mir eigentlich gleich einen Tipp geben und ich hab gesagt lass uns das gleich machen wenn wir anfangen.
00:01:51: Es geht also nicht... Wenn man ein Gedankenkarussell hat aus dem man nicht aussteigen kann geht ist gar nicht darum die Gedanken loszulassen sondern um was geht es?
00:02:01: Also, es ist immer wichtig erst mal zu verstehen was fühle ich und warum fühle das überhaupt.
00:02:08: Jetzt bist du genau sehr gleich mit der Tür ins Haus reingefallen.
00:02:11: Ja
00:02:12: wir fangen gleich direkt an!
00:02:13: Es geht ja darum zu gucken wenn ich mich reflektieren möchte?
00:02:17: Wenn ich mich regulieren möchte muss ich erstmal gucken... Wo kommen denn meine Gedanken her, warum fühle ich mich dann so wie ich mich fühlen möchte und dann bzw.
00:02:25: wie ich nicht fühlen will?
00:02:27: Und dann kann ich mir überlegen ist das ein Gedanke den ich loslassen möchte oder nicht?
00:02:31: beziehungsweise dieses Loslassen finde Ich immer so ein bisschen schwierig weil die Leute gar nicht wissen Wie sollen sie denn das machen?
00:02:38: also es ja kein Luftballon der man irgendwie loslässt und er steigt an zum himmel.
00:02:42: Also deswegen muss man vielleicht ein bisschen differenzieren.
00:02:46: Also ich weiß nicht, ob du kurz erklären möchtest worum es bei dir ging dass man das so ein bisschen an dem Beispiel dann auch festmachen kann oder ob ich jetzt ganz generell mal was dazu sagen soll.
00:02:56: Ja gut wenn du mich so fragst Es ist ja ein Podcast... Machen
00:02:58: wir gleich eine kleine Therapie sitzen.
00:03:00: Genau dafür mache ich diesen Podcast.
00:03:02: Nein aber ich habe ja schon des öfteren Auch aus meinem Privatleben erzählt und es ist ja auch kein Geheimnis Dass Ich Getrennt lebe von meinem noch Ehemann der in Amerika gelebt hat, dort gearbeitet und jetzt ist er wieder da.
00:03:20: Wir werden uns demnächst zusammensetzen müssen und trotzdem haben wir im Moment Abstand zueinander und wir wohnen aber nicht weit voneinander entfernt.
00:03:30: und irgendwie hatte ich gestern immer so dieses aufsteigende Gefühle und ich kann noch nicht mal sagen, dass es ungut war.
00:03:37: Aber es hat mich so belastet, dass ich eben so leichte Bauchschmerzen hatte weil ich dachte so vielleicht glaube ich mit über den Weg und will ich das eigentlich?
00:03:43: Und eigentlich will ich's aber dann auch wieder nicht.
00:03:45: und wie auch immer irgendwie Ich glaube bei mir... breitet sich immer so ein flaues Gefühl im Magen aus, wenn ich Situationen nicht unter Kontrolle habe.
00:03:56: Und nun ist das Leben ja eigentlich so.
00:03:58: Also wir haben das Leben... Das Leben spielt mit uns und wir spielen mit dem Leben aber wir haben selten wirklich Kontrolle über das was im Außen passiert.
00:04:10: Genau!
00:04:11: So und jetzt hast du schon bisschen differenziert?
00:04:13: Jetzt war es auf einmal nicht mehr.
00:04:14: Ich muss irgendein Gedanken loslassen von dem du gar nicht weißt was es ist, sondern jetzt bist du schon dahinter gestiegen.
00:04:20: Es geht um Kontrolle die du nicht hast und eine Situation die dich gegebenenfalls oder vor der du Angst hast dass sie dich überfordert.
00:04:30: in den Moment beziehungsweise müsste man jetzt nochmal genauer hinterfragen Was wäre denn das Schlimmste?
00:04:34: Was passiert wenn du den begegnest?
00:04:36: Dass du irgendwie keine Planarnase hast oder du dem sofort wieder verfällst?
00:04:40: oder vor was hat man denn Angst?
00:04:41: Die Leute denken oft gar nicht bis zum Ende durch Was denn das Schlimmste wäre, was ihnen dann in diesem Moment passieren könnte?
00:04:49: Das muss man auch bedenken.
00:04:51: Wenn man irgendwie so ein flaues Gefühl im Magen hat dass man sich denkt okay wovor genau fürchte ich mich denn wenn nicht bei der Hälfte aufhört dann kann ja auch des Gehirn gar nicht mir irgendwelche Lösungsvorschläge geben.
00:05:02: also das ist ja schon mal auch ein ganz wichtiger Punkt.
00:05:06: und Das Thema Kontrolle, also ich glaube das habt ihr auch in einem anderen Podcast schon mal abgearbeitet.
00:05:11: Deswegen möchte ich gar nicht so weit drauf eingehen.
00:05:13: Es ist ja eins unserer Grundbedürfnisse.
00:05:15: Also wir haben ja ein ganz ganz großes Bedürfnis nach Kontrolle unter anderem und das ist immer ein Riesenthema bei mir in der Therapie Sitzung weil die Leute wirklich sich abstusitäten zusammen konstruieren um Dinge Unterkontrolle zu bringen, die sie nicht kontrollieren können.
00:05:36: Man arbeitet sich da an Dingen ab und du wirst das System nicht ausdribbeln können.
00:05:41: Du kannst auch nicht irgendeinem System erfinden, wie Wasser nach oben fließt.
00:05:45: also je schneller man sich mit der Situation abfindet dass man gewisse Dinge nicht unter Kontrolle hat, desto leichter wird es einem gehen.
00:05:54: Und da gibt's natürlich dann auch einen Trick den ich auch gerne verrate Wie man dann mit dieser Situation umgeht in den Bereichen wo man keine Kontrolle.
00:06:04: Es ist nämlich so, also ich mache den Job jetzt seit zwanzig Jahren und meine Erkenntnis ist dass die Lösung aller Probleme vertrauen ist.
00:06:13: Und wenn ich jetzt in so einem Gedankenstrudel drin bin... Vertrauen
00:06:16: auf was?
00:06:17: Auf sich selber?
00:06:17: Ja pass auf!
00:06:19: Genau, im Universum in sich selbst, in die Leute um einen herum.
00:06:22: however Wenn ich jetzt dieses typische Problem, dieses Overthinking kommt daher, dass die Leute alles in einen Topf reinschmeißen.
00:06:31: Worüber sie so nachdenken?
00:06:33: Ich kann das aber durchaus differenzieren und es gibt Bereiche da habe ich Kontrolle drüber.
00:06:39: Da macht es auch Sinn darüber nachzudenken.
00:06:41: Und dann gibt es eben Bereiche, da hab' ich keine Kontrolle.
00:06:44: Dann macht's in der Form keinen Sinn wie die Leute normalerweise darüber nachdenke.
00:06:48: Das muss sich erst mal unterscheiden.
00:06:51: Also ich muss mir überlegen... Was genau ist das Thema und habe ich darüber Kontrolle oder nicht?
00:06:58: Ich hab nämlich über relativ viele Dinge Kontrolle.
00:07:00: Ich kann auswandern, wenn ich möchte.
00:07:02: Ähm...ich kann heute irgendwie keine Ahnung was machen.
00:07:05: Ja!
00:07:05: Es ist nur die Frage, was bin ich bereit dem Preis zu bezahlen?
00:07:08: aber ich könnte es theoretisch machen.
00:07:10: Du kannst dich auch nackt ausziehen auf die Straße rennen.
00:07:12: Wenn du das wirklich möchtest, du musst damit leben dass dann vielleicht einer die Polizei ruft.
00:07:17: also ...du hast relativ viele dinge könntest du theoretische machen.
00:07:22: Darüber lohnt es sich nachzudenken.
00:07:25: Ist das Job, ist das Beziehung?
00:07:27: Ist das Lebenssituationen?
00:07:28: möchte ich so leben?
00:07:31: Darüber habe ich Kontrolle.
00:07:32: da ist immer nur die Frage Da sind die Leute dann haben oft des Gefühl dass sie keine Kontrolle hätten weil sie den Preis nicht bezahlen möchten oder weil Sie keine Entscheidung treffen möchten oder Weil sie gar nicht verstehen was da eigentlich das Problem ist.
00:07:45: aber ist jetzt mal noch Mal wieder ein anderes Thema.
00:07:47: also theoretisch Haben wir über ganz viele Dinge Kontrolle worüber es sich dann auch lohnt, nachzudenken.
00:07:54: Das habe ich aber das Gefühl ist jetzt bei dir nicht so der Fall weil... Es ist ja eher dieses Unerwartete was da irgendwie dich so ein bisschen umtreibt oder dir irgendwie Magenschmerzen bereitet.
00:08:05: So, dann gibt's Bereiche!
00:08:06: Das möchte ich jetzt der guten Ordnung halber nochmal kurz erwähnen.
00:08:09: wo hab' ich so theoretisch Kontrolle drüber?
00:08:13: Aber Vielleicht fehlen mir da noch Informationen.
00:08:16: Ich hatte zweifel mal eine Klientin, die war von zwanzig und ihr Mann war fünfzig Jahre älter.
00:08:24: Zwanzig oder dreißig Jahre ältere.
00:08:26: Und sie hat sich immer überlegt was ist wenn ich mit dem mal Kinder haben möchte?
00:08:30: Die hätte den theoretischer schon mal im voraus verlassen können, aber vielleicht will die ja gar keine Kinder in fünf Jahren.
00:08:35: Also da kann man das dann so ein bisschen abgeben ans Universum und sagen es wird dann schon bis dahin irgendwie eine Lösung des Weges kommen.
00:08:43: ich habe aber theoretisch Einfluss drauf.
00:08:45: Und dann gibt's eben den großen großen Bereich ganz ganz viele Dinge über die wir gar keine Kontrolle haben nämlich was passiert Wenn ich jemanden wieder sehe, wie würde ich mich da fühlen?
00:08:55: Das kann ich nicht einschätzen.
00:08:57: Da habe ich keine Kontrolle drüber.
00:08:59: Was Leute über einen Denken
00:09:00: sagen.
00:09:00: Genau was Leute über ein Denken und sagen werde ich verlassen ja oder nein gewinne ich im Lotto kommt mein Flugzeug rechtzeitig wird es morgen regnen also wird jemand krank passiert den Kindern irgendwas also tausend Dinge über die ich gar keine Kontrolle habe.
00:09:16: So und das können die Menschen nur sehr, sehr schwer akzeptieren weil das eben eins unserer Grundbedürfnisse ist Dinge zu kontrollieren.
00:09:23: so was tue ich jetzt mit diesem bereich?
00:09:26: Und da arbeiten sich dann viele menschen ab weil sie gar nicht verstehen dass es eben eigentlich in diesen topf gehört darüber Sie keine kontrolle haben wo Jetzt normale lösungsfindung überhaupt keinen sinn macht sondern ab.
00:09:38: da kann ich nur noch mit Vertrauen arbeiten.
00:09:41: Und das ist wiederum auch etwas, was ganz, ganz schwierig ist für die Leute da erstmal hinzukommen.
00:09:46: Aber das lerne ich denen nochmal in meinen Sitzungen auch und kann mich auch gerne gleich noch was dazu sagen.
00:09:52: Ja, da gucken wir vielleicht den Bonus Teil dann nochmal ein bisschen genauer hin aber ich finde es... Also erst mal vielen, vielen Dank weil das war ein Netz.
00:09:59: Ich weiß, ich bin gleich mit der Tür ins Haus gefallen.
00:10:00: Macht doch nichts!
00:10:01: Aber ich finde dass an praktischen Beispielen kommt dann natürlich oft aus meiner Haltung raus.
00:10:08: Find ich, kommt man irgendwie relativ schnell zum Thema und ich finde du hast gerade so viele Sachen angesprochen habe das Gefühl, dass viele Menschen eben auch unglücklich in ihrem Leben sind.
00:10:19: Und wie du gesagt hast die wollen den Preis nicht zahlen um etwas zu verändern?
00:10:23: Also wenn man beispielsweise im Job ist indem man sich unglücklich fühlt und das schon über Jahre dann kann man eigentlich davon ausgehen, dass der Chef die Chefin die Arbeitskolleginne nicht ändern werden.
00:10:34: also man wird sich höchstwahrscheinlich in der Position in der Firma in der man gerade ist nicht besser fühlen.
00:10:39: Also muss man den Job wechseln
00:10:41: Genau, oder die Haltung zu der Situation.
00:10:44: Also viele fühlen sich ja auch super verantwortlich.
00:10:47: also da geht es dann um Verantwortungen die nicht richtig geklärt sind.
00:10:51: oder eben Ja wenn ich der Meinung bin Ich verdiene eigentlich genügend Geld und das ist eigentlich ganz angenehm hier aber andere Aspekte sind irgendwie schwierig.
00:11:02: Dann muss ich abwägen was in meine Bedürfnisse was in meiner Werte Das muss ich ja alles erst mal wissen Muss ich erstmal darüber nachdenken Und deswegen finde ich das immer so wichtig, dass man den Menschen... Also in meiner... also kleiner Exkurs.
00:11:17: Bei mir mache ich das wirklich so wenn die Leute zu mir in Therapie kommen.
00:11:21: es gibt so zwei Bereiche.
00:11:23: Das eine sind so die ganz persönlichen Themen, die ja auch immer irgendwie mehr oder weniger gleich sind bei den meisten Personen.
00:11:30: aber das muss man halt ganz individuell anschauen was haben die Leute für Traumatars?
00:11:34: Für Triggerpunkte?
00:11:36: Für Glaubenssätze?
00:11:40: Das muss man ganz individuell betrachten.
00:11:42: Aber was ich auch mache ist, dass ich denen wirklich das Reflektieren beibringe anhand von einer ganzen Liste die ich irgendwie entwickelt habe und dadurch haben sie dann die Möglichkeit sich eben auch aus Situationen rauszuregulieren.
00:11:56: weil wenn ich einfach nur über mich selber nachdenke dann ist es oft viel zu wenig.
00:12:03: Also die Leute, deswegen finde ich auch immer ein bisschen schwierig.
00:12:05: Ja so Reflektiermal oder so Journal das ist alles schön und gut aber was soll ich denn da hinschreiben?
00:12:11: also Ich wüsste nicht So random ja heute habe ich mich irgendwie komisch gefühlt und dann ja gut Aber warum denn?
00:12:20: Also wenn ich nicht irgendwie eine Anleitung hab war sich dort worüber ich überhaupt nachdenken soll.
00:12:24: Dann wird es halt sehr sehr schnell relativ schwierig an den Kern der Sache zu kommen Und dann eben auch zu gucken, will ich mich überhaupt so fühlen.
00:12:35: Wenn ich verstanden habe warum ich mich so fühle?
00:12:37: Weil ich bin kein Freund davon.
00:12:39: Schlechte Gefühle in Anführungszeichen also Gefühles die wenn ich haben wollen da gibt es einige Enttäuschungen Liebeskummer Ego-Kränkung.
00:12:47: weiß der Kuckuck Das erstmal gleich wieder wegzuschippern wenn man gar nicht weiss wo kommt das überhaupt her?
00:12:55: Ich muss erst mal gucken ist das ein altes Gefühl?
00:12:58: Ist das gerechtfertigt?
00:13:00: Ist es wichtig, dass ich das fühle?
00:13:02: Muss ich auch erst mal rausfinden.
00:13:03: Aber wie?
00:13:05: Okay, schauen wir uns doch die Selbstreflexion mal an!
00:13:07: Also das ist so der... Wie ich das jetzt auch raushöre ... Der unverzichtbare Schritt den man gehen muss wenn man sein Verhalten oder seine Situation ändern möchte.
00:13:17: Sein Gefühl, seinen Verhalten alles
00:13:18: genau.
00:13:19: Weil das fand ich auch... wie jetzt auch nicht der erste Mensch, der sich in seinen Vierzigern trennt oder verlassen wird.
00:13:26: Oder wie auch immer man das nennt und ich weiß noch dass eine Freundin von mir sehr lange in einer sehr unglücklichen Ehe war und sich dann immer durch den Kopf hat gehen lassen.
00:13:36: ja aber ich bin von meinem Mann abhängig Ich habe ein Kind bekommen ich arbeite nicht mehr kriege ich überhaupt wieder einen Job und so weiter und sofort Und wir haben immer wieder darüber gesprochen ist der Leidensdruck, den du in dieser Ehe hast.
00:13:52: Wie wohl fühlst du dich noch?
00:13:53: Ja wie glücklich bist du und welchen Preis, wie du gesagt hast musst du vielleicht zahlen nämlich dann vielleicht weniger Luxus zu haben oder eine kleinere Wohnung zu ziehen dafür aber wieder glücklich zu werden und dich zu fühlen wenn Leute und es gibt ja viele Menschen besonders glaube ich auch bei unseren Eltern die sich überhaupt nicht reflektieren.
00:14:17: Was gibst du Menschen mit an die Hand, um sie verstehen zu lassen was Selbstreflektion überhaupt ist?
00:14:23: Also der erste Schritt ist dass ich erstmal merke wenn ich irgendwas
00:14:30: fühle
00:14:31: was Ich so nicht haben möchte oder also auch wenn ich mich gut fühle es auch schön zu reflektieren.
00:14:38: Warum fühle ich mich denn jetzt überhaupt gut?
00:14:41: das ist überhaupt der erste schritt.
00:14:43: da sehe ich mich beim fühlen und auch beim Denken beobachte.
00:14:49: So, damit ich ein Gefühl dafür bekomme was da überhaupt in meinem Hirn vor sich geht.
00:14:55: die ganze Zeit also im besten Fall merke ich in einem Gespräch oh jetzt fühle ich mich gerade irgendwie komisch.
00:15:02: irgendwie fühle Ich mich jetzt ja wie denn Das ist nämlich dann oft so.
00:15:06: die Leute fühlen da einen Druck.
00:15:08: Also ich hab ganz viele Klienten, die können gar nicht benennen warum was sie da machen weil die können immer nur sagen ja ich habe da so ein Druck gehabt und deswegen habe ich meine Freundin verlassen mitten im Dschungel auf der Weltreise.
00:15:19: So nach fünf Tagen wieder bereut konnte er nicht erklären warum man es gemacht hat?
00:15:23: Ja ich habe so'n Druck gehabt!
00:15:24: War natürlich ein Mann.
00:15:25: Ja es gibt doch Frauen.
00:15:27: In dem Fall war's was.
00:15:29: Aber ähm... Ich muss erst mal spüren, wenn ich mich komisch fühle.
00:15:34: Wenn ich irgendein Gefühl habe was ich nicht haben möchte.
00:15:36: Wenn ich mich verunsichert fühle, wenn sich mich verletzt fühle...wenn ich mir irgendwie klein fühle das muss ich erstmal merken.
00:15:44: Das ist der allererste Schritt.
00:15:45: so.
00:15:47: und dann isst er ein zweites Schritt anhand von einer Liste die ich drops.
00:15:52: jetzt mal kurz weil du hast gesagt sprich es ist eher ein genaues Buch geschrieben wo ich eben genau Diese Liste, die ich in den letzten zwanzig Jahren mit meinen Klienten oder anhand meiner Klientin einer quasi Feldstudie entwickelt habe wie so eine Matrix aufgeschrieben hab.
00:16:08: Anhand dieser Liste kann man sich sozusagen dann entlang hangeln.
00:16:12: Jetzt musst
00:16:13: du uns kurz sagen, wie das Buch heißt?
00:16:14: Weil ich weiß es ist noch nicht erhältlich, aber
00:16:15: man hat's schon vorgestellt.
00:16:16: Das Buch heißt Gebrauchsanweisung Mensch damit man halt versteht, wie man so funktioniert und die anderen im besten Fall auch.
00:16:23: also mein Gegenüber möchte ja auch verstehen Und da gehe ich dann eben genau auf diese Punkte ein.
00:16:28: Kommt im
00:16:28: September raus?
00:16:29: Ja,
00:16:31: und das ist auch schon mal der... Das ist das Allerwichtigste, dass ich mir beim Denken zuhöre, dass sich eben verstehe was habe ich mir denn jetzt gerade vielleicht auch erzählt, was vielleicht überhaupt gar nicht stimmt über mich selber, woher weiß ich denn das überhaupt, was ich mir da jetzt gerade erzähle so Das ist der allererste Schritt, dass ich das überhaupt merke.
00:16:53: Aber wenn ich das nicht merke, da sich mich nicht gut fühle dann werde ich auch nicht dahinter steigen warum es jetzt eben gerade so sein könnte oder warum ... Jetzt streite ich mich schon wieder mit irgendjemandem Ja wieso denn?
00:17:04: Was ist denn da überhaupt vorgefallen?
00:17:05: was an welcher... An welchem Punkt dieses Gesprächs habe ich irgendwie das Gefühl gehabt Ich kann da jetzt nicht mehr aussteigen aus dem Zoo?
00:17:14: So, das ist erstmal eine Übungs-Sache Das muss man ja erst mal lernen, das muss man trainieren.
00:17:18: Also All das ist nichts, was über Nacht irgendwie ... Also man kann es verstehen.
00:17:25: Aber diese Umsetzung und das zu trainieren, das dauert!
00:17:29: Also das dauern, ich mach das mit meinen Klienten halt immer so Schrittchen für Schrittchen und jede Stunde, müssen die mir dann erzählen?
00:17:36: Was sie sich irgendwie, was sie gemerkt haben... Und dann geht das über Monate bis Sie das dann irgendwann so ganz automatisch machen können.
00:17:43: Okay
00:17:43: also sich auf jeden Fall immer mal wieder beobachten besonders wenn Gefühle vielleicht stärker sind, das können aber auch positive Gefühle sein.
00:17:50: Dann hast du das Overthinking schon angesprochen und da möchte ich dann eben auch nochmal einhaken.
00:17:54: also woran merke ich denn dass ich mich gerade selbst reflektiere oder so ins overthinking komme dass sich mich im kreis drehe und mich von diesem gefühl vielleicht gar nicht so wirklich abbinden kann
00:18:12: Genau.
00:18:12: Also wenn ich jetzt merke, ich drehe mich da irgendwie im Kreis gedanklich dann ist eben der erste Schritt zu gucken Ist es ein Thema was sich irgendwie kontrollieren kann oder nicht?
00:18:22: Also zum Beispiel... Ich fühle mich in meiner Beziehung krass unwohl.
00:18:27: könnte ich theoretisch ändern?
00:18:29: wie gesagt alles eine Frage des Preises.
00:18:31: Oft ist es auch so, dass die Leute super Angst haben dahin zu gucken.
00:18:34: Weil es so Vorannahmen gibt.
00:18:36: das wenn ich dann rausgefunden habe, woran das liegt?
00:18:38: Dass man das dann sofort umsetzen müsste.
00:18:40: Da muss man aber nicht.
00:18:41: Man kann sich das erst mal eine Weile anschauen.
00:18:43: also wenn ich jetzt merke ich glaube es liegt am Job.
00:18:48: Muss ich ja nicht morgen kündigen.
00:18:49: Ich kann mir das erstmal in Frieden anschauen und gucken okay was genau und was hab' ich für Möglichkeiten usw.
00:18:56: ganz oft so, dass die Leute versuchen da erst gar nicht hinzugucken.
00:19:00: Weil sie eben wie gesagt denken wenn Sie es dann sozusagen schwarz auf weiß haben, dann müssen sich sofort ändern.
00:19:05: Ne muss man gar nicht und kann sich das erstmal in Frieden anschauen.
00:19:08: also wie gesagt gucken kann ich das ändern oder nicht?
00:19:10: habe ich darauf Einfluss?
00:19:12: Oder ist es irgendwas was ich irgendwo zwischenparken muss.
00:19:15: Und wenn ich aber feststelle oh Es gehört in den dritten Topf hinein in denen den ich nicht kontrollieren kann Dann muss ich genau an der Stelle überlegen, okay jetzt muss ich ins Vertrauen gehen.
00:19:27: Weil dann geht es ja irgendwie darum... Ich muss darauf vertrauen dass mich mein Partner nicht verlässt obwohl ich irgendwie alles dafür tue das der mich irgendwie super findet und ich das Gefühl habe ich bin verantwortlich dass die Beziehung gelingt oder ich hab fürchterliche Angst davor dass Leute mich irgendwie nicht ernst nehmen können oder dass irgendwas Schreckliches passiert oder was auch immer wovor man halt so Angst hat einen Job wechselt und man kann das dann nicht, all das was man eben nicht unter Kontrolle hat.
00:19:58: Ja
00:19:59: ja.
00:19:59: Und da hilft eben nur Vertrauen.
00:20:03: so und das ist immer sowas wo die Leute mich dann oft groß anschauen und sagen ja gut aber was ist denn dieses Vertrauen?
00:20:10: Da also die wissen gar nicht wo sollen sie das denn hernehmen?
00:20:14: und es ist eben manchmal nicht so einfach so aus dem Stegreif ins Vertrauen zu gehen.
00:20:20: auch das muss man üben.
00:20:22: Also ich empfehle da immer wirklich so ein bisschen in der eigenen Vergangenheit zu suchen, aber auch – man kann da auch gerne mit Freunden drüber sprechen.
00:20:31: Weil wo die Ressource herkommt ist letztendlich gar nicht mal so wichtig.
00:20:35: Natürlich ist es besser wenn ich die Erfahrung schon einmal selber gemacht habe Weil wir alle schon mal Erfahrungen gemacht haben, wo wir gedacht haben, oh Gott das geht bestimmt ins Auge und dann ist es nicht ins Auje gegangen oder das Universum hat auf den letzten Drücker noch irgendwie eine Baugenehmigung vom Himmel runtergeworfen.
00:20:51: Wo man sich schon gedacht hat, das passiert in dem Leben nicht mehr oder irgendjemand hat sich doch nicht getrennt obwohl man sicher war.
00:20:58: jetzt ist der Zug aber abgefahren.
00:21:00: Aber
00:21:01: ich finde diese Art von Vertrauen das hat ja schon was Spirituelles.
00:21:05: Ja, aber Vertrauen ist immer irgendwas in etwas.
00:21:10: Naja, aber ich glaube viele Leute können damit was anfangen dass man sagt Ich kann, ich vertraue meinem Partner oder ich vertrau meiner besten Freundin vielleicht auch ich Vertraue meinen Arbeitgeber Aber das man so größer denkt und wirklich sagt zu also ich habe dieses Urvertrauen mittlerweile.
00:21:26: Das heißt nicht dass ich Nicht auch mal auf die Schnauze fliegen kann aber dann
00:21:30: siehst du es da mit anderen Augen.
00:21:31: wahrscheinlich
00:21:32: Was lernen oder lehren?
00:21:36: Ja, das ist auch für manche Menschen gar nicht so greifbar am Anfang.
00:21:41: Deswegen muss man es auch ein bisschen trainieren in dieses Vertrauen zu gehen.
00:21:47: Es gibt aber keinen anderen Weg.
00:21:49: Das ist das Problem.
00:21:50: Also du wirst Dinge die du nicht kontrollieren kannst.
00:21:54: Da kannst du jetzt zwei Möglichkeiten entweder du übst vertrauen Oder Du wirst dich immer an der Stelle scheiße fühlen weil was willst machen Kannst du ja nicht kontrollier.
00:22:03: Du arbeitest systemisch.
00:22:05: Kannst du, weil man das ganz oft hört ... Das Wort.
00:22:08: was genau bedeutet das?
00:22:10: Also es bedeutet dass man kann sich das äußere System anschauen also eine Familie zum Beispiel.
00:22:16: aber ich arbeite ganz viel mit inneren Anteilen.
00:22:20: Es bedeutet, dass wir ein inneres System haben.
00:22:22: Bestehend aus ganz verschiedenen Anteilen die allen irgendwelchen Eigenschaften entsprechen.
00:22:28: also du hast zum Beispiel einen lustigen Anteil oder einen perfektionistischen Anteil.
00:22:35: diesen Anteil spüren sehr viele Menschen sehr oft obwohl sie ihn vielleicht gar nicht so mögen weil der halt Sie ihnen dauernd ihren Alltag bestimmt, dieser Perfektionismus.
00:22:47: Oder sie haben einen kritischen Anteil der die ganze Zeit irgendwie sagt ja du hast es nicht gut genug gemacht oder so.
00:22:53: welche Anteile merken wir halt?
00:22:54: natürlich extrem weil wird ständig mit ihnen kommunizieren oder die mit uns und die halt dann oft sehr groß sind.
00:23:01: aber du hast letztendlich so viele Anteiele wie Persönlichkeitseigenschaften Und im besten Fall kommen die alle gut miteinander aus und regeln auch ohne dass du groß eingreifen musst, so ihren Alltag oder deinen Alltag.
00:23:17: Wieso eine große... ...Kollegschaft meinetwegen und die du kriegst dann nur... Wie heißt
00:23:23: denn diese Disney-Film?
00:23:24: Ja ich weiß was du meine ich hab getötet.
00:23:27: Genau also sie sitzen an so einem Tisch, man kann auch wirklich so sich die wie Personen vorstellen.
00:23:31: Also meine Klienten gehen dann in Kontakt mit ihren Anteilen Und das Paradox ist, dass diese Anteile alle unsere Schützer sind Gerade die, die wir nicht so mögen.
00:23:43: Also gerade so ein perfektionistischer Anteil möchte dich ja davor schützen, dass du einen Fehler machst und kritisiert wirst und die Scheiße fühlst.
00:23:51: Und das ist schlecht für dein Selbstwertgefühl!
00:23:54: Das heißt der ackert sich den Arsch auf dafür, dass es dir eigentlich gut geht.
00:23:57: Das Problem ist bloß... Der ist nicht in jeder Situation eigentlich so der Partner der ersten Wahl.
00:24:04: Wenn man die Wahlen nicht hat dann wird's immer schwierig.
00:24:06: also dieses ganze Konzept Und Therapie und Selbstreflexion und Selbstregulierung zielt eigentlich darauf aus, dass du die Wahl hast zu entscheiden was ich machen und tun möchte und wie ich mich fühlen will.
00:24:21: Darum geht es!
00:24:21: Wir haben oft einfach nicht die Wahl weil unsere Anteile das für uns entscheiden.
00:24:27: Da kann man sehr, sehr schön gucken okay welche Anteile sind denn die uns das Leben so ein bisschen schwer machen obwohl sie eigentlich was Gutes für uns möchten?
00:24:36: und wie kann man mit denen kommunizieren dass eben andere Anteilen auch mal nach vorne dürfen.
00:24:42: Und vielleicht den Job in bestimmten Situationen vielleicht besser machen würden als jetzt.
00:24:46: der perfektionistische Anteil andauernd.
00:24:49: Aber das ist ganz interessant, weil mit Karolin Hartig habe ich ja auch darüber gesprochen welche Bedürfnisse wir haben und so weiter um uns gut zu fühlen.
00:24:56: Und dass eben auch Gefühle die wir vielleicht als negative empfinden sehr gute Wegweiser für den Alltag sein können.
00:25:06: Warum ist es wichtig sich seine Vergangenheit anzugucken in diesem Moment dann?
00:25:13: Weil einfach Ich überlege gerade, ob ich je irgendeinem Menschen begegnet bin der nicht in irgendeiner Form irgendwelche Triggerpunkte mit sich rumgetragen hat.
00:25:26: Wir lernen einfach also unsere Vergangenheit prägt uns.
00:25:29: Also unsere Ursprungsfamilie präght und wie wir da.
00:25:33: was wird er über uns lernen?
00:25:34: Was wir über die Welt lernen oder wie wir glauben dass die Welt funktioniert?
00:25:39: Was für Glaubenssätze haben?
00:25:41: Warum für uns in manchen Situationen irgendwie irgendwie gejudcht fühlen von wem auch immer keine ahnung weil irgendjemand halt als kind immer gesagt hat weiß ich nicht am wochenende darf man nicht so lange schlafen oder sowas dann prägt es die leute bis ins erwachsene alter.
00:26:01: das konnte ich gut überwinden aber ich das hat gut geklappt.
00:26:05: aber ich hatte immer das gefühl also ich werde sehr schnell getriggert wenn ich das Gefühl habe mir wird Unrecht getan oder ich werde zu Unrecht für irgendetwas beschuldigt, weil ich eben auch was sehr Perfektionistisches habe.
00:26:18: Ich glaube das wurde eben von meiner Ursprungs-Familie geprägt dass es Dass ich immer liefern musste also ich musste um eine bestimmte Anerkennung zu bekommen muss ich eben etwas leisten und deswegen bereite ich mich immer gut vor gebe mein Bestes.
00:26:37: Und wenn ich dann kritisiert werde und das Gefühl habe, es geschieht zu Unrecht also die Person sieht nicht was ich da eigentlich gerade geleistet habe, dann reagiere ich da blöd drauf oder dann fühlt sich das komisch an und das hat wirklich... Also ich muss sagen, das hab' ich glaube ich erste vor fünf Jahren oder so was
00:26:56: gecheckt Genau, und das sind eben oft mal gar nicht so die großen Brocken.
00:27:01: Also gerade eben auch so was Traumataß angeht also die Leute verstehen ja oft unter Trauma so riesige Dinge.
00:27:08: was weiß ich man hat gesehen wie die Oma irgendwie die Treppe runtergefallen ist und sich das Genick gebrochen hat oder Missbrauch oder Schläge oder eben große große Sachen.
00:27:20: Das passiert natürlich auch aber durchaus seltener als eben diese sogenannte Entwicklungstrauma, wo eben viele kleine Verletzungen die man gar nicht so richtig wahrnimmt oder wo man sich auch gar nicht sicher ist.
00:27:32: Im Nachhinein war das ja zu schlimm und deswegen trauen sich die Leute oft gar nicht irgendwie zu oder es fällt ihnen schwer das anzunehmen dass sie eigentlich ein Trauma haben weil das eben nicht so eine Riesensache ist.
00:27:46: Die Riesen Sachen kann man oft besser annehmen Ja, das versteht ja jeder so.
00:27:52: Aber diese kleinen Sachen ist dann oft schwieriger und das haben wir irgendwie alle.
00:27:56: mehr oder weniger war unsere Eltern auch nur Menschen waren Und auch je nach Charakter eine natürlich bestimmte Dinge irgendwie vielleicht sogar mehr verletzen als es das Geschwisterkind verletzt hat.
00:28:08: und zwar aber die gleiche Situation habe ich mit meiner Schwester auch zum Beispiel.
00:28:12: Also da ist die gleiches Situation.
00:28:14: Ich hab' die anders in Erinnerung als sie.
00:28:16: Voll
00:28:16: interessant!
00:28:16: Hat mir ne Freundin letztens auch erzählt Die hat gesagt dass es so krass Weil sie in anderes Verhältnis zu ihrem Vater hatte als ihre Schwester, also ihr Vater hat die Schwester einfach bevorzugt behandelt.
00:28:28: Und sie hat da sehr drunter gelitten und leidet auch heute noch darunter.
00:28:32: Die Schwester hatte eine ganz andere Kindheit aus ihrer Wahrnehmung als Sie was ich Ihre finde?
00:28:38: Ja oder bei uns war es zum Beispiel so meine Schwester war voll dessensibelchen.
00:28:42: Also ich weiß noch wir haben mal irgendwie gelacht, weil sie irgendwas Lustiges gesagt hat.
00:28:47: Dann hat sie zum Heulen angefangen da war sie noch sehr klein und hat gesagt ihr lacht mich noch ganz tot, weil die irgendwie Todlachen hatte sie mal irgendwie gehört und dann haben wir halt gelacht und ich war halt voll die Rampensau als Kind.
00:28:57: also wenn die Leute über mich gelacht haben es war das größte.
00:29:00: Also meine Eltern waren immer sau peinlich wenn die irgendwie in den Abendessen gegeben haben und sagen bitte nicht hier schon wieder irgendwie Theaterprogramm aufhören so also Hauptsache wenn die gelacht hatten was grüßen mein Schwester hat zum heulen angefang So, also das sind so Sachen.
00:29:14: Das prägt einen und ich mache auch ganz wie Paartherapie Und Ich bin auch der Meinung oder dass ist meine Erfahrung wenn die Leute ihre Triggerpunkte im Griff haben dann gibt es auch kein Streit.
00:29:26: Wenn man streitet sich ja nicht um die Also die zahlen passt da die offene das ist ja nicht der Grund sondern da geht's ja um ganz andere Themen.
00:29:34: und Wenn ich das weiß und wenn ich das aufgearbeitet habe dass das eben nicht ins hier und jetzt gehört sondern irgendwas von vor hundert Jahren ist, dann muss ich mich da im Hirn jetzt nicht drüber aufregen.
00:29:45: Ja nein aber es ist so interessant weil ich kenne natürlich in meiner Bubble viele Paare die auch Paartherapie machen auch bevor es überhaupt zu irgendwelchen Problemen größeren Problem kommt ja einfach um sich besser zu verstehen.
00:29:59: Aber das ist halt so verrückt.
00:29:59: wir dürfen Kinder bekommen Wir dürfen in Beziehungen sein ohne dass wir dafür jemals eine Gebrauchsanweisung Mensch bekommen haben.
00:30:08: also dein Buch
00:30:10: Ja.
00:30:10: Ich hilft
00:30:11: wirklich oder hoffentlich ganz, ganz vielen Menschen in vielen unterschiedlichen Situationen wenn das mit der Reflektion mal ich sage jetzt wieder gescheitert ist weil es passiert halt ab und zu wie schließt sich Frieden mit mir selbst?
00:30:24: Ich glaube es ist ganz wichtig dass man weil du ja auch sagst es dauert und man muss üben und wie geht man sanft mütig mit sich um?
00:30:33: naja?
00:30:33: also das ist glaube ich erstmal ganz ganz wichtig zu gucken.
00:30:40: Also wenn ich nicht im Frieden mit mir bin, impliziert es ja dass es irgendwelche Dinge gibt die ich an mir selber kritisiere oder an mir selbst nicht mag.
00:30:48: Und da muss ich eben auch differenzieren.
00:30:50: sind das jetzt in welche Glaubenssätze so Ich Bin Nicht Gut Genug Oder Sowas Die Wie So Ein Automatismus Ablaufen Denen Ich Ja niemals gerecht Werden Kann?
00:31:00: also Ich Bin nicht gut genug.
00:31:01: ist Es Vieseste Was Es Gibt Weil wie denn was Denn Wo Denn In Welchem Kontext im Bezug auf wen, in Bezug Auf Was.
00:31:09: Das ist ja einfach so ein Halbsatz mit dem das Gehirn nichts anfangen kann und es wird auch niemals ein grünes Lämplein angehen wenn du dann endlich gut genug bist.
00:31:18: D.h.,
00:31:19: Du musst es ja für dich in irgendeiner Form irgendwie definieren und du bist das Maß aller Dinge kein anderer Mensch.
00:31:27: Und das muss man ja erstmal verstehen.
00:31:30: woher kommt denn das oder der Punkt wo ich mit mir selber nicht im Reinen bin?
00:31:37: Es ist einfach super oft so, dass die Leute in irgendwelchen Vorannahmen leben wie... ...die Dinge zu sein haben.
00:31:47: Die niemals hinterfragt worden sind.
00:31:50: und also auch ein Erkenntnis wenn du nicht lernst auf die Meinung anderer Menschen wirklich wortwörtlich zu scheißen Wenn niemand zu schaden kommt dann wirst du diesen inneren Frieden niemals finden.
00:32:04: Es ist einfach ein Ding der Umöglichkeit, weil wenn ich mir immer überlege was denkt der Onkel Franz oder sonst wer von mir.
00:32:12: Wie soll ich mich denn da frei entfalten können?
00:32:15: Ich hatte mal eine Klientin die hat im Krankenhaus gearbeitet wirklich sehr viel und die war fix und fertig mit den Nerven.
00:32:24: Die hätte gerne auf achtzig Prozent reduziert.
00:32:26: Ja noch super jung irgendwie um die dreißig hat sich nicht getraut weil sie dachte, die Leute könnten denken Sie wäre faul.
00:32:32: diese leute gibt's aber wie gesagt Nicht.
00:32:34: das war jetzt nicht irgendwie Verwandtschaft oder freunde oder so jemand Oder ihre freundin die immer gesagt hat du bist eh schon irgendwie machst viel zu wenig Sondern eine unsichtbare jury.
00:32:46: So und es wird ja auch nicht hinterfragt weil wir können jetzt hundert leute auf der straße fragen Da würden wahrscheinlich auch welche dabei sein, die sagen hey super.
00:32:56: Ich finde ich super dass du achtzig Prozent machst.
00:32:57: endlich mal einer der sich irgendwie nicht da verheizen lässt.
00:33:01: Im Zweifel wird aber auch irgendjemand sagen genau.
00:33:03: Aber wer ihr wollt ja alle?
00:33:04: Wen Juckts!
00:33:05: Es geht ja um dich.
00:33:06: Genau.
00:33:07: Wen Jucks und solange da ganz viele Dinge sind, die auch nicht hinterfragt worden sind was einem im Wege steht mit sich selber und seinen vermeintlichen Defiziten irgendwie Frieden zu schließen wird es einfach schwierig.
00:33:24: Wo greif ich denn an?
00:33:25: Das ist dann alles sehr, sehr schwammig und wie du am Anfang sagtest also Du bist eben auch deiner Ursprungsfamilie mit dem Leistungsdruck jemand der sich dann sehr gut vorbereitet usw.
00:33:36: Unter bestimmten Unständen ist das ja auch gut!
00:33:38: Also du wärst wahrscheinlich gar nicht da wo du jetzt bist wenn das nicht so gewesen wäre.
00:33:42: nur Wie gehe ich denn damit um wenn das auf einmal kippt?
00:33:46: So Weißt du?
00:33:48: Das soll ja auch nicht weg, weil das ist
00:33:50: gut.
00:33:51: Ja, nenn es total richtig!
00:33:55: Ich habe immer mal wieder die Geschichte, dass ich sehr kurzfristig für ein Job gebucht werde.
00:34:00: Vielleicht auch, weil ein Kollege einen Kollegen erkrankt und ich einspringen muss... Und da kann ich immer auf mich vertrauen, dass sich schaffe.
00:34:10: Da sind wir natürlich bei einer gewissen... Lässigkeit, die man über die Jahre in seinem Job entwickelt.
00:34:17: Aber ich weiß... Du kannst mich überall auf eine Bühne stellen!
00:34:20: A- habe ich ja auch Karten in der Hand an denen ich mich entlanghangeln kann.
00:34:24: und im Zweifel selbst wenn ich einen Fehler mache, kann ich den Fehler auch ansprechen und das ist meist menschlich und sympathisch und bringt dir sogar noch Bonuspunkte ein als wenn du alles nur so professionell runterrattest.
00:34:35: Und ganz wichtig ist glaube ich auch wie bei jedem Gespräch ist es zu hören Also ich habe mal unter sehr, sehr vielen Hunderten von Menschen einen Job bekommen.
00:34:46: Und ich hab damals gefragt so warum habt ihr mich genommen?
00:34:50: So und dann sagte der eben für die Besetzung zuständig war er sagt halt du warst der einzige der wirklich zugehört hat.
00:34:59: Also, damit möchte ich mich jetzt nicht höher stellen.
00:35:01: Aber das... Ich fand es so interessant weil ich also gerade auch in der Moderation gibt es natürlich Menschen die einfach nur ihren Fragenkatalog runter arbeiten und gar nicht wirklich zuhören was was das gegenüber sagt.
00:35:11: aber das ist für mich natürlich der Inbegriff meines Jobs.
00:35:14: So!
00:35:15: Aber deswegen weiß ich mittlerweile Das kann ich?
00:35:19: Ich weiß aber natürlich auch wo ich Unterstützung brauche und wo man Wo ich mich vielleicht auch besser vorbereiten muss um ein gewisses Level an Professionalität einfach auch mitzubringen.
00:35:32: Genau, aber das hilft dir trotzdem.
00:35:35: Wichtig wäre jetzt bloß eben den Teil der dann für dich anstrengend wird wenn du dann eben das Gefühl hast irgendwie das war jetzt nicht gut genug oder jemand anders kann es nicht sehen.
00:35:47: ich glaube da müsstest du vielleicht mal die Erwartungshaltung anschauen könnte sein dass da dass du eine bestimmte Erwartungen hast wie jemand darauf reagieren soll und wenn er das dann nicht macht also Die Erwartungshaltung der Menschen geht ja teilweise so weit, dass sie schon richtig wie so ein Skript im Kopf haben was der andere dann irgendwie sagen muss.
00:36:04: Im besten Fall und wenn der das so nicht sagt, dann zählt es irgendwie nicht.
00:36:09: also da könnte ich mir vorstellen das bisschen mit deiner Erwartungshaltung zu tun hat Dann ist man da schon auf einem ganz guten Weg somit sich Frieden zu schließen.
00:36:18: Also dieses höher schneller weiter das ich merke das auch immer diese berühmte Ressourcenkammer, die ich vorhin ja auch angesprochen habe.
00:36:26: Das ist ganz wichtig dass wir die pflegen und unsere Ressoursen parat haben und wir neigen eben oft dazu das wir durch die Welt laufen und so bildlich eher den Müllein sammeln und die Ressursen liegen lassen weil wir uns gar nicht bewusst sind, dass das Ressourcen sind.
00:36:44: Weil die Leute immer denken ja aber ich habe ja noch nicht irgendwie den Nobelpreis gewonnen.
00:36:48: Who am I?
00:36:49: Also was kann ich denn schon?
00:36:53: Das haben die wenigsten von uns!
00:36:54: Wir sind ja ganz normale Menschen.
00:36:55: also wir machen so unser Ding und die Wenigsten haben jetzt irgendwie so ein Supertalent.
00:37:00: So und selbst wenn sie es hätten vielleicht wüssten Sie gar nicht, dass ist eins ist und das ist aber auch so nachvollziehbar und zu menschlich weil für uns ist es ja total normal Dass es so ist.
00:37:12: Ja,
00:37:13: also... Da bringe ich immer ganz gern ein Beispiel.
00:37:16: Ich hatte eine Klientin in München als ich noch in Münchchen gelebt habe.
00:37:20: Zu der musste ich einmal im Monat bin ich zu dir hingefahren weil die so einen Zimmer hatte.
00:37:24: das hatte sie nicht im Griff.
00:37:26: Also die hat dann da so ihr Altpapier reingeworfen und ihr Altglas und so Pakete die zur Post mussten und das mülte dann innerhalb eines Monats zu Und dann kam ich und hab' das mit ihr aufgeräumt.
00:37:36: Dann war das wieder für ein Monat sozusagen ...gepasst.
00:37:42: Und für mich ist es nicht nachvollziehbar, dass ein Mensch... ...nicht in der Lage ist sein Alpapier runterzutragen.
00:37:50: Das ist für mich jetzt keine große Sache!
00:37:52: Aber weißt du wie viel Überbindung das überhaupt mit sich bringt?
00:37:56: Dich um Hilfe zu bitten?
00:37:57: also das ist ja schon toll.
00:37:58: Ja erstens das und dann wie gesagt ist es für mich wenn ich jetzt jemand nach meinen Talenten oder fragen würde, was kannst du gut?
00:38:06: Dann würde ich jetzt nicht unbedingt sagen, ich kann gut mein Müll runter tragen.
00:38:10: Aber eigentlich müsste man das tun weil es genau diese Kleinigkeiten sind und ich habe ja auch depressive Klienten die es tagelang nicht aus dem Bett schaffen.
00:38:18: Jeder Mensch der in der Früh aufsteht sich die Zähne putzt, die Haare kämmt und zur Arbeit geht, kann sich das schon mal als Leistung verbuchen.
00:38:26: Die wenigsten tun das aber und das ist das große Problem.
00:38:29: Aber wehe, sie machen irgendwie einen klitzekleinen Fehler und schreiben in der E-Mail irgendwie ein Buchstabengroß oder klein.
00:38:36: Das wird dann aber als großer großer Fehler doppelt so groß gewertet.
00:38:40: Wenn wir jetzt hörende Menschen haben denen es vielleicht so geht Und natürlich hilft da nicht einfach nur diese Folge anhören Da muss man sich der rapportische Hilfe suchen.
00:38:49: Was kann denn so der erste Schritt sein?
00:38:53: zu einer Art Selbstregulierung, wenn einem alles zu viel wird.
00:38:57: Also bei den Leuten ist auch einfach alles zuviel.
00:39:00: und dann es ist nicht eine Frage der Haltung sondern da muss man wirklich schauen wo kann ich denn Ballastabwerfen?
00:39:09: erstmal also ein Kapitel in meinem Buch heißt artgerechte Haltung also außer dir weiß kein Mensch wie du Leben muss, damit es dir gut geht.
00:39:21: Du kannst dich nicht an deinem Nachbarn oder an irgendjemand andern orientieren weil wir alle andere energetische Level haben.
00:39:28: der eine braucht super viel schlaf der Andere kommt mit weniger aus.
00:39:32: ich bin zum Beispiel recht psychisch recht robust.
00:39:34: das mag auch dann mal im Job liegen und an so tausend selbst Erfahrungen und Therapie und weiß da gucken was dass ich schon gemacht habe.
00:39:42: Ich bin aber körperlich nicht so robust.
00:39:44: Also ich brauche ganz viel Ruhe und deswegen ist auch so eine Selbstständigkeit gut für mich, weil ich mich einfach dann so mein Tag selber einteilen kann Und manchen Leuten ist es einfach zuviel.
00:39:55: also die müssen weniger arbeiten oder anders arbeiten und Oder anders leben.
00:40:01: Es ist auch nicht jede Beziehungsform für jeden Menschen geeignet.
00:40:05: Das muss man auch erst mal hinterfragen.
00:40:06: das trauen sich viele menschlich.
00:40:08: Da hatten wir ja auch gerade eben dieses, dieses geprägt sein und dieses Judgen oder man fühlt sich irgendwie bewertet.
00:40:15: Obwohl da gar niemand ist.
00:40:16: ich hatte auch mal eine Klientin die hatte ADAS Und die bitte habe ich dann mal irgendeine Stunde gehabt und hat gesagt Ich freue mich so sehr dass es gleich dunkel wird und nicht mich ins Bett legen kann.
00:40:25: Es war irgendwie aber Wochenende oder Fan oder irgendwas Sag ich warum legst du hier nicht ins Bett?
00:40:31: Du bist doch ein freier Mensch kannst doch machen was du willst.
00:40:34: Ja nee also ins Bett kann ich mich erst legen wenn's dunkel is Wenn du müde bist und dich ausruhen möchtest, wer?
00:40:41: in welchem Buch steht denn geschrieben, dass man sich nicht wenn man Zeit hat ins Bett legen kann.
00:40:45: Ja es ist genau wie wenn draußen gutes Wetter ist.
00:40:47: Du kannst doch nicht in der Wohnung bleiben.
00:40:48: Kannst du machen?
00:40:49: Ja kannst
00:40:50: du machen.
00:40:51: Ist das
00:40:51: nicht schön?
00:40:52: Total
00:40:53: aber ich habe ja selber dieses vielleicht auch weil ich in gewisser Weise eine Person des öffentlichen Lebens bin und natürlich auch es gewohnt bin bewertet zu werden oder dass Leute eine Meinung über mich haben.
00:41:04: Aber ich bin natürlich auch noch ein altromosexueller Mann mit sehr viel Scham aufgewachsen, ja?
00:41:09: Und ich war am Wochenende endlich mal wieder aus und ich war sehr lange aus.
00:41:14: Das war meine erste Party in Berlin seit einem Dreivierteljahr.
00:41:19: Ich habe so viele spannende Menschen getroffen.
00:41:22: also es waren wirklich diese Nachtgestalten ja auch und da war ein Mann der mir Eindrucksvoll in Erinnerung geblieben ist.
00:41:32: Der hatte weiß blond gefärbte Haare, weiß blondgefärbter Augenbrauen ganz viele Glitzersteinchen auf den Zähnen... Also der sah aus wie wenn jetzt der Film Frozen die Eiskönigin ein Einhorn hätte.
00:41:45: Der hat also Jeanschaps an mit freiem Po dazu irgendwie einen Glitzersong Wo ein Einhorn drauf war, dann hat er sich aus Diensten eine Art BH gebastelt und war eine Erscheinung.
00:42:03: Und ich musste mich mit ihm unterhalten weil ich wissen wollte so A Wie viel Kreativität steckt in deinem Outfit?
00:42:11: und B, warum drückst du dich so aus?
00:42:12: Und er hat mir seine komplette Lebensgeschichte erzählt.
00:42:14: Dass er sich nie wertvoll gefühlt hat und dass er sich nicht richtig gefühelt hat und das er irgendwann einfach gesagt hat.
00:42:20: Er kam natürlich auch aus einem kleinen Dorf und als er dann nach Benin gezogen ist, hat er gesagt zu Nein!
00:42:24: Ich lebe jetzt anders.
00:42:27: Hat mir von seiner offenen Beziehung erzählt und von seinen polyamoren Erfahrungen usw.
00:42:32: Und ich fand es einfach wahnsinnig spektakulär weil ich gedacht habe Ich hätte gedacht, dass da so viel Zerbrechlichkeit unter dieser Hülle steckt.
00:42:42: Aber nein!
00:42:43: Er hat wirklich diese Arbeit geleistet um dahin zu kommen und es hat mich wahnsinnig beeindruckt.
00:42:48: Ja und das ist eben genau das der hatte ein Stück weit diese Angst vor Bewertung zugunsten seiner Zufriedenheit einfach hinten angestellt
00:43:01: was die wichtigste Botschaft für jemanden, der gerade von seinen Emotionen total überwältigt ist.
00:43:08: Also wenn man jetzt eben nicht sagt okay ich suche mir das Hilfe erstmal um so einen Einstieg zu schaffen was... Manchmal
00:43:14: dauert es ja auch ein bisschen bis man Hilfe überhaupt
00:43:15: findet.
00:43:16: Total also diese Schwellenangst ist ja auch oder dass man gar nicht weiß wo gehe ich hin?
00:43:20: Oder dann traue ich mich nicht oder so.
00:43:22: dann habe ich auch Angst bewertet mich da wäre und so weiter.
00:43:25: Dann wäre mein Tipp eben wirklich sich selber beobachten, wie wir am Anfang eben schon gesagt haben unter welchen Situationen und in welche Situationen kommen Gefühle auf die für mich irgendwie schwierig sind.
00:43:40: Und ich sage auch immer wenn man jetzt nur mit einer Sache anfangen möchte zum reflektieren dann würde ich mit der Erwartungshaltung anfangen.
00:43:49: also das löst schon mal achtzig Prozent aller Alltagsprobleme auf Wenn nicht eine Situation dahin gehend quasi abtaste.
00:43:59: Könnte es sein, dass ich davon ausgehe?
00:44:01: Dass meine Welt die gleiche ist wie von dieser Person und dass sie das Gleiche empfindet und die gleichen Bedürfnisse hat und versteht was ich jetzt hier gerade mir gedacht habe.
00:44:12: Weil wir springen so schnell in unseren Gedanken und meine Welt ist so ne andere als deine und was ich unter irgendwie Gerechtigkeit verstehe ist etwas ganz anderes.
00:44:21: was du unter Gerechtigkeiten verstehst und was du Untergesehen werden verstehst ist was ganz anderes, was ich untergesehen werden verstehe und da wird es einfach schwierig wenn man nicht das versteht.
00:44:33: Und ich sage den Leuten immer ihr müsst wirklich laut denken damit der andere rafft was in euch vorgeht auch mit Beziehungen
00:44:41: absolut Absolut.
00:44:42: Der kann dir nur vom Kopf gucken, der weiß nicht wie es dir heute geht, der Mensch und selbst wenn du jemand bist, der ganz viel Anerkennung und irgendwie Bestätigung braucht dann gibt's Tage da ist man so abgelenkt Da braucht man die vielleicht gar nicht so.
00:44:57: Dann gibts aber Tage da isst man super bedürftig.
00:44:59: Das weiß der André auch nicht in was von dem Zustand man sich gerade befindet.
00:45:03: Ja sehr gut.
00:45:04: Also damit würde ich anfangen weil das ist auch etwas was die Leute leicht greifen können oder leichter greifen können, als jetzt irgendwie keine Ahnung selber die Glaubenssätze hinterfragen.
00:45:14: Da muss man dann schon ein bisschen Übungen haben.
00:45:16: aber damit würde ich mal anfangen.
00:45:23: Zieh doch bitte einmal eine Frage im Happy Jar!
00:45:26: Die kann was mit unserer heutigen Folge zu tun haben mit unserem Thema.
00:45:29: vielleicht ist es auch etwas ganz anderes?
00:45:31: Was ist ein kleiner Moment aus den letzten Tagen der dich ehrlich glücklich gemacht hat?
00:45:36: Ja konzentrieren wir uns mal auf das positive jetzt.
00:45:40: Also was mich immer superglücklich macht ist, wenn ich mit meinem Hund im Wald bin.
00:45:50: Weil ich den Wald eben sehr liebe und ich es einfach schön finde wie sie da so frei läuft und Spaß hat und ich irgendwie glücklich bin dass sich diesem Hund ein schönes Zuhause geben kann.
00:46:03: also das hat mich... Ich weiß gar nicht.
00:46:06: vor ein paar Tagen waren wir im Wald und das weiß ich.
00:46:08: dann bin ich auch sehr dankbar, dass ich in Berlin an einem Ort lebe wo in den Grunewald und elf Minuten zum Kudern brauche.
00:46:17: Dazu gratuliere ich dir, das kann ich nicht von mir behaupten aber ich freue mich für dich dass du so gut in den Wald kannst!
00:46:23: Weil da ist man nämlich gleich in dem Dankbarkeitsding drinnen und es ist wiesenermaßen ja auch ganz wichtig dass man einfach Dankbarkeit empfinden kann für das was man hat und nicht immer nur dahin schaut was man nicht
00:46:35: hat.
00:46:35: Ich habe schon mehrfach erwähnt aber ich sage es auch gerne nochmal bedanke mich jeden Abend, bevor ich schlafe für etwas was an dem Tag besonders schön war.
00:46:43: Manchmal sind es auch mehrere Sachen und selbst wenn mal was nicht so gut lief kann man dafür dankbar sein dass man ein Missverständnis oder einen Streit wieder aufgelöst hat oder eben sich aus einer Situation auch wieder emotional befreit hat.
00:46:54: also was ich mitnehme aus der Folge ist das Selbstrefektion nichts damit zu tun hat ständig über Problemen zu grübeln und Dinge kaputtzudenken sondern dass es eher darum geht dass man wirklich beobachtet in sich rein hört was einen überhaupt bewegt
00:47:10: rausfinden, wo das überhaupt herkommt.
00:47:12: Ja
00:47:13: genau und Regulation bedeutet eben nicht Emotionen zu kontrollieren oder wegzudrücken sondern sie überhaupt erstmal zu verstehen
00:47:20: ja und dann die Wahl zu haben möchte ich mich so fühlen oder nicht?
00:47:24: Und eben auch nicht immer diesen Impul sofort nachzugehen alles so sich sofort ablenken zu müssen.
00:47:31: Nina, wir sprechen gleich noch im Bonus bei Podimo weiter und gehen nochmal ganz konkret rein.
00:47:36: Zum Beispiel wie stopps du eine emotionale Kettenreaktion in kurzer Zeit?
00:47:41: Das würde ich dich gerne nochmal fragen.
00:47:42: dann ob du vielleicht ne tägliche Routine hast die dich oder Leuten mitgeben kannst die dich wirklich krisenfest macht auf Dauer.
00:47:53: Den allerersten Schritt haben wir schon besprochen, nämlich Erwartungen vielleicht erstmal zu überdenken und runterzuschrauben.
00:47:57: Vielleicht können wir da auch noch mal schauen was man dann noch so machen kann.
00:48:02: Sehr gut!
00:48:03: Dann sehen wir uns gleich oder hören uns gleich in der Bonusfolge in der Pottimo App oder nächste Woche wieder bei Happy Life mit Jochen Schreub.
00:48:11: Tschüss!
00:48:17: In der heutigen Mindful Minute habe ich einen Reflektionsmoment für dich.
00:48:22: Wenn du das nächste Mal merkst dass Wut über Forderung dann versuchen nicht sofort zu reagieren.
00:48:30: Halte für einen kleinen Moment inne, wenn möglich zähle innerlich bis zehn und frag dich dann was passiert gerade wirklich in mir?
00:48:41: Was genau wurde in mir berührt und braucht dieser moment gerade eine Reaktion oder eigentlich erstmal Verständnis für mich selbst?
00:48:50: Selbstregulation bedeutet nicht Gefühle wegzudrücken sondern ihnen Raum zu geben ohne dass sie die Kontrolle übernehmen.
00:48:58: In Situationen der Überforderung musst du nicht sofort reagieren.
00:49:02: Lass sie wirken, reflektiere sie, schlafe eine Nacht drüber!
00:49:07: Vielleicht ziehst Du die Situation dann schon mit ganz anderen Augen.
00:49:18: Happy Life ist ein Podcast von Podimo.
00:49:21: Host Jochen Schropp Executive Producer Juliane Rinne Redaktion Jonas Otten und Jochen Shrop.
00:49:28: Producer Aljosha Kupsch Sound Felix Andorf Marketing Katarina Wezzani, Coverdesign Christoph Brandes und Johanna von Holst.
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