Glücklich älter werden: Die Wahrheit über die zweite Lebenshälfte
Shownotes
Kennst du das Gefühl, einer jüngeren Version deiner selbst hinterherzulaufen? Damit ist jetzt Schluss. In dieser Folge von Happy Life knöpfen sich Jochen Schropp und Gästin Stephanie Hielscher den gesellschaftlichen Jugendwahn vor und zeigen, wie du den Druck des Alterns komplett abstreifen kannst - oder zumindest soweit es geht. Zusammen mit der Journalistin und Podcasterin zeigt Jochen Schropp auf, warum das Leben ab 50 auf keinen Fall ein Leben auf dem Abstellgleis ist. Ab wann verliert man in unserer Gesellschaft eigentlich an Relevanz? Warum ist das Thema so angstbesetzt? Wie kann altern dazu führen, dass man glücklicher und zufriedener wird? Wann kommt der Augenblick in dem man aufhört sich für andere zu optimieren?
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“Happy Life” ist ein Podcast von Podimo und erscheint immer donnerstags.
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Transkript anzeigen
00:00:03: Heute möchte ich über ein Thema sprechen, das wir in unserer Gesellschaft oft wie eine heiße Kartoffel behandeln.
00:00:08: Wir schieben es weg und verstecken uns unter Anti-Aging Cremes oder ignorieren es einfach so lange bis der Spiegel uns eines morgens die nackte Wahrheit präsentiert – dass älter werden!
00:00:20: Am Ende dieser Folge wirst du den Druck ständig einer jüngeren Version deiner Selbst hinterherlaufen zu müssen ablegen können… Oder zumindest bist du ein Stückchen näher dran genau das machen zu können?
00:00:40: Willkommen zu Happy Life, eurem Podcast zum Glücklichsein.
00:00:44: Ja wir leben in einer Welt die ständig zu uns flüstert bleibt jung, bleibt optimier, bleibt sichtbar.
00:00:51: und gerade für Frauen scheint es oft so als gäbe es ab einem gewissen Punkt eine Art unsichtbare Grenze hinter der die gesellschaftliche Relevanz langsam verschwindet.
00:01:00: Ich gebe's zu auch ich habe mich schon gefragt ob ich noch relevant bin.
00:01:04: aber was wenn Eine riesige Lüge ist, was wenn die zweite Lebenshälfte der Teil ist in dem es erst so richtig losgeht?
00:01:14: Meine heutige Gästein hat genau diese Frage zu ihrer Mission gemacht.
00:01:19: Sie ist Journalistin, sie ist Podcasterin und Autorin – vor allem aber ist sie eine Mutmacherin!
00:01:26: Mit ihrem Podcast «Fünfzig über Fünfzig» gibt sie dem Elterwerden eine Stimme und unterhält sich mit Expertinnen über die großen Themen des Elterwertens.
00:01:36: Stephanie, ich freu mich sehr dass du da bist.
00:01:38: Du hast dein Podcast fünftig über fünfzig gestartet um dem älter werden eine bühne zu geben zum anderen aber auch um dich selbst auf deinen fünftigsten geburtstag vorzubereiten.
00:01:48: Wie läuft wie laufen die vorbereitung?
00:01:49: es
00:01:49: läuft die uhr tickt ich habe noch anderthalb jahre.
00:01:54: Ich hab nämlich auch gedacht also du bist doch noch weiter von entfernt ich finde anderthALB JAHRE Aber die zeit rennt.
00:02:00: Ja ja und ich muss sagen glaube ich, diese Zeit total gebraucht um mich vorzubereiten weil... Ich finde das hat ganz viel also gesundes älter werden und so weiter.
00:02:12: Das hat ganz viele damit zu tun wie man sich natürlich in seinem normalen Alltag sozusagen verhält.
00:02:19: Also jetzt mal die körperliche Gesundheit sozusagen im Blick genommen Und für mich ist eines der schwersten Sachen, meine Routinen und meine Gewohnheiten umzustellen.
00:02:31: Und ganz ehrlich... Ich glaube ich habe zwischen vierzig und fünfzig einfach dafür gebraucht!
00:02:36: Für mich ist aber die Fünfzig so eine Marke, wo ich denke okay dann möchte ich gerne da angekommen sein dass ich vielleicht so achtzig, siebzig Prozent richtig mache?
00:02:48: Und deswegen war diese Phase für mich total wichtig, mich dann auch so intensiv damit zu beschäftigen.
00:02:53: Wann hast du denn mit den Vorbereitungen angefangen?
00:02:55: Ja, es war gar nicht mit vierzig.
00:02:57: Aber da hat das dann irgendwie so angefangen dass dieses Thema ein bisschen... Auch durch das Thema Wechseljahre und so weiter in mein Leben kamen.
00:03:07: Den Podcast habe ich aber angefangen glaube ich vor zweieinhalb Jahren oder so.
00:03:12: Okay
00:03:13: okay naja gut!
00:03:14: Da geht man schon auf die fünfzig zu.
00:03:17: Aber wenn du sagst, du willst siebzig-achtzig Prozent richtig machen.
00:03:20: Was ist denn richtig und was ist falsch?
00:03:22: Das ist natürlich sehr individuell!
00:03:24: Ja, aber
00:03:25: was ist das für dich?
00:03:28: Für mich ist so... Ich glaube dass aller allerschwerste es für mich Sport.
00:03:33: Ich bin so ein bisschen Sportmuffel, obwohl das darf man nicht sagen.
00:03:36: Doch!
00:03:37: Darf man schon sagen?
00:03:38: Ja aber ich muss also eigentlich versuche ich mich ja umzuprogrammieren dass sich ein sehr sportlicher Mensch...
00:03:43: Also du sitzt hier so sportlich alleine die Turnschuhe sind schon extrem
00:03:46: sportlich.
00:03:46: Das ist weiß man fängt am besten an der Basis.
00:03:52: Aber das zum Beispiel zu integrieren und das gelingt mir total gut.
00:03:55: Also ich mache irgendwie drei vier mal die Woche Sport und versucht das so zu etablieren.
00:04:00: Und das nicht mal nur eine Zeit zu machen, wie ich das früher vielleicht gemacht habe... ...und dann wieder aufzuhören sondern einfach dabei zu
00:04:06: bleiben.".
00:04:07: Was machst du?
00:04:08: Kraftsport!
00:04:09: Ah ja?
00:04:09: Genau.
00:04:10: Ich mache Kraftsports, Yoga und also manchmal gehe ich laufen aber ich gehe super viel spazieren.
00:04:16: Ich auch.
00:04:17: Jaa.
00:04:17: Ich laufe hier ins Studio.
00:04:18: Das ist ungefähr ne Stunde von mir Zuhause und dann wieder ne Stunde zurück.
00:04:21: und ich liebe das.
00:04:22: Super.
00:04:22: Ich muss sagen es lag daran.. Also ich hab jetzt mein Fahrrad wieder hier für den Sommer quasi einmal durchchecken lassen.
00:04:31: Und dann sagte ich zu dem Fahrradhändler, meine Reifen sind alle drei bis vier Tage platt!
00:04:36: Ich verstehe das nicht.
00:04:37: und dann hat er gesagt ja sie haben so einen ganz besonderen Reifen ist ein französischer Reifen und da müssen Sie immer dieses Ventil zudrehen weil ich kannte das nur von meinen Rädern früher, dass dieses Ventil eh nur auf ist wenn man da irgendwas reinsteckt und den Reifen aufpumpt.
00:04:53: Und weil ich immer einen Plattenreifen hatte und welche eine Wesper habe dann muss man ja jedes Jahr quasi neu dieses Nummern-Schild beantragen und meistens ist mir das erst im Juni eingefallen.
00:05:02: Dann hab' ich drei Monate irgendwo anders gedreht denn war es auf einmal September nach Dinerse.
00:05:06: für die zwei Monate muss ich jetzt auch keinen Nummernschild mehr machen.
00:05:09: also bin nicht alles zu Fuß gegangen.
00:05:11: und mittlerweile liebe Ich das!
00:05:12: Weil A ist es gut Serotonin, also ne?
00:05:16: Und es gleicht einfach aus und man sieht so viel mehr von der Stadt.
00:05:20: Man kann ja auch währenddessen telefonieren, Podcast hören, Hörbücher hören wie auch immer oder mal die Stadt auf sich wirken lassen.
00:05:27: Deswegen finde ich das gut.
00:05:28: Genau!
00:05:28: Ich finde das auch so.
00:05:29: bei mir macht das den Kopf auch frei.
00:05:31: Ich habe einen Hund mit dem gehe ich morgens als erstes raus.
00:05:33: hinter unserem Haus ist ein Park Da hat man dann gleich irgendwie das Grünen noch mit dabei.
00:05:40: Und ich finde, dass es so eine niedrig-schwellige Art von Bewegung und wenn wir das viel... Also ich laufe mindestens zehntausend Schritte am Tag!
00:05:49: Das bringt halt schon so ein gewisse Grundfitness und ich find' es hebt auch die Laune irgendwie.
00:05:54: Einfach die frische Luft, die man so einatmet, die Eindrücke wie du schon sagst, die Mann gewinnt bitte
00:05:59: in Berlin.
00:06:01: In den Park vielleicht?
00:06:03: Aber genau, das versuche ich zu machen.
00:06:06: Ich habe da auch so ein Club gegründet den Forever Club und wir gehen dann quasi Zehntausend Schritte durch Berlin und machen immer so gesunde Stops.
00:06:14: also jetzt beim nächsten Mal treffen wir im Park Nikita Thompson und wir tanzen eine Stunde zusammen und so Sachen machen wir nur
00:06:21: für Frauen.
00:06:22: Ach, da würde ich aber vielleicht mich mal
00:06:24: dranhängen.
00:06:25: Das finde ich
00:06:26: ja super!
00:06:27: Also das was Männer am Vatertag mit dem Bollerwagen machen wo sie dann quasi irgendwelche Schnäppes trinken macht ihr etwas besseres?
00:06:32: Ja, da machen wir was besseres genau.
00:06:33: Aber ich find's interessant weil bei mir und so sind wir beide ja überhaupt auch heute zu diesem Podcast gemeinsam gekommen weil wir uns drüber unterhalten haben.
00:06:41: Bei mir hat in den Viertigern so viel angefangen erst Sinn zu machen.
00:06:45: also Natürlich und da werden wir heute im Laufe des Gesprächs auch noch drauf kommen, natürlich bin ich auch mit vielen Sachen unzufrieden oder hätte sie gerne wieder so wie in den Dreißigern.
00:06:55: Aber wenn es um mein Mindset geht und vielleicht auch darum, wie ich mittlerweile meinen Tag bestreite, bin ich heutzutage viel besser und disziplinierter.
00:07:05: also ich war zum Beispiel.
00:07:06: das liegt vielleicht auch daran dass ich natürlich ein homosexueller Mann bin ohne Familie.
00:07:09: aber ich war bis vor einem Jahr Tendenziellangschläfer und da sage ich jetzt, ich bin zwischen halb neun und neun aufgestanden.
00:07:18: Bis ich dann so richtig in den Tag eingestartet bin war es halb elf.
00:07:22: Und dann dachte ich immer schon mein Gott der Tag ist schon fast vorbei.
00:07:24: Jetzt stehe ich um sieben auf, gehe um acht zum Sport.
00:07:26: Ich habe gemerkt, ich muss mir Klassen raussuchen oder wirklich Termine machen weil sonst werde ich lachs.
00:07:32: Dann denke ich hier kann ich auch noch um elf machen und dann verbummelt man den Tag.
00:07:36: Aber ich komme viel schneller in den Tag und lebe dadurch auch gesünder, weil ich früher ins Bett gehe.
00:07:41: Weil ich weniger Alkohol trinke.
00:07:43: Die sozialen Kontakte leiden manchmal so ein bisschen drunter.
00:07:49: Ich kann nicht mehr bis um zwölf oder um eins irgendwo rumhängen.
00:07:55: gerät mein kompletter Tagesablauf auf den
00:07:57: Fugen.
00:07:58: Das bei mir auch so, also den Schlaf zu priorisieren ist eine total gute Idee, weil der einfach so einen großen Einfluss auf alles hat aber es gelingt auch nicht immer.
00:08:08: Also heute Nacht lag ich wieder irgendwie anderthalb Stunden wach, obwohl ich alles richtig mache und das finde
00:08:17: Oder warum
00:08:18: ist es so heiß?
00:08:23: und dann bellt der Hund einmal und der Mann schnarcht einmal.
00:08:26: Und das ist aber was also mit diesem alles richtig machen, dass ist mir noch mal total wichtig zu sagen weil es gibt ja so viele Dinge, nachdem man sich jetzt richten soll und jeder weiß bei Instagram und in Podcasts und im Büchern Bescheid darüber wie das Leben irgendwie zu funktionieren hat oder was man tun kann damit alles perfekt läuft.
00:08:49: Und so ist es halt einfach auch nicht.
00:08:52: Also du hast natürlich einen Einfluss darauf wie du deinen Alltag gestaltet bist um was dann für Auswirkungen für deine Gesundheit hast.
00:09:00: aber du hast eben überhaupt nichts in der Hand Dadurch, dass so viele Informationen draußen sind.
00:09:07: Das ist auf der einen Seite total gut weil wir uns davon nehmen können was wir brauchen aber auf der anderen Seite macht es auch so ein Druck und man kommt dann irgendwie schnell auch in so Gedanken spiralen das man denkt okay warum habe ich jetzt schon wieder eine Erkältung?
00:09:21: Warum hab' ich heute Abend irgendwie oder warum habe Ich heute Nacht nicht gut geschlafen?
00:09:25: Ich weiß doch eigentlich wie's geht Und eigentlich habe ich das doch befolgt.
00:09:29: Jetzt habe ich schon wieder irgendwas nicht richtig gemacht und das finde ich super super gefährlich.
00:09:33: Beziehungsweise lässt man sich auch oft eben von außen leiten.
00:09:38: Also ich hatte Dr.
00:09:39: Volker Busch hier in einer Folge, der gesagt hat er hat auch diesen Aura-Ring ja aber sie sagt dann hat man halt irgendwelche Tracker und die sagen einem dann man hat nicht gut geschlafen dabei fühlt man sich aber ausgeschlafen.
00:09:50: also es gibt dann irgendwie so eine Schere im Kopf.
00:09:53: muss ich mich jetzt daran halten was mir mein Fitbit ausliest oder trau ich auch meinem Körper noch.
00:10:00: Und das finde ich voll wichtig, gerade auch in der Lebensphase an der wir uns befinden?
00:10:04: weil eigentlich ist es ja oder jedenfalls ich weiß nicht wie es bei dir ist aber für mich ist auch schon so ein Ziel mich von den äußeren Einflüssen bisschen zu befreien und eher aus meinem Inneren herauszuhandeln und wenn du dir dann aber die ganzen Devices drauf packst dann gehst du ja wieder komplett in die andere Richtung und ich trag auch teilweise den Eurer Ring weil ich total spannend finde auch mal reinzugucken was passiert wenn ich jetzt mich so und oder jene Supplement nehme, oder so und so viel Sport mache.
00:10:31: Aber ich leg das dann auch immer wieder ab weil ich denke okay nee ich möchte ja zu mir kommen und zu meinem Gefühl und nicht zu irgendeiner... also mir nicht von irgendeinem App sagen lassen ob ich jetzt gut geschlafen habe oder nicht?
00:10:43: Also ich hatte noch nie so ein Ding.
00:10:45: deshalb weiß ich nicht was dass alles so ausliest.
00:10:48: aber irgendjemand hat mir mal gesagt der sagt dann auch so Oh, dein Erschöpfungslevel ist heute extrem hoch.
00:10:54: Nimm dir mal zwei Tage frei oder sowas.
00:10:56: Das ist aber gerade Montag und du denkst so what?
00:10:58: Ich habe fünf Tage vor mir und die Woche ist Pick-A-Packer voll!
00:11:01: Ja genau eben und es geht dann vielleicht auch gar nicht so und das ist natürlich weiß ich nicht.
00:11:07: wenn du jetzt jemand bist der... nicht so einen guten Bezug zu seinem Inneren hat oder zu seinem Körper hat.
00:11:14: Oder so, dann kann das natürlich helfen.
00:11:16: also ich glaube dass solche Devices definitiv in gewissen Bereichen auch hilfreich sein können.
00:11:21: aber ich finde es eher erstrebenswert die Zeit die ich vielleicht nutze wenn ich den Aura Ring habe um in der App zu kontrollieren und schon wieder am Handy zu sein was jetzt gerade Sache ist vielleicht sich zu nehmen um mal eine Runde zum Meditieren um in sich selbst reinzuschauen Und dann eben diese Verbindung zu sich selbst aufzubauen weil Die ist am Ende wertvoller.
00:11:43: Gebe ich dir absolut recht.
00:11:45: Du machst ja nicht nur den Podcast, sondern du hast auch ein Buch geschrieben.
00:11:47: so alt war ich noch
00:11:48: nie.
00:11:49: Welches Aha-Erlebnis hat dazu geführt dass du dich mit dem Thema älter werden auseinandergesetzt hast oder gedacht hast du das ist mein Thema?
00:11:56: Das war so'n Konglomerat.
00:11:58: aber das erste Erlebnis war eigentlich dass sich bei meiner Gynäkologin saß an meinem vierzigsten Geburtstag oder in meinem vierzigten Lebensjahr zur Kontrolle untersuchung das macht man da einmal im Jahr und die er dann zu mir gesagt Frau Hilscher ab jetzt geht's bergab Und ich fand das ganz bescheuert, dass sie das gesagt hat.
00:12:18: Weil also ich meine, ich war erst vierzig.
00:12:21: Was soll denn da bergab gehen?
00:12:22: Vor allem ist es mit sechzig sein und dann geht's aber richtig bis oben.
00:12:25: Genau
00:12:25: oder mit achtzig oder wie auch immer.
00:12:27: Also ich meine wir werden ja ganz vergessen.
00:12:29: Habe ich auch schon gehört.
00:12:33: Aber das war so das und das habe ich so quasi für mich so mit daraus genommen diesen Satz und hab da gar nicht so aktiv darüber nachgedacht weil ich mir ganz andere Sachen beschäftigt.
00:12:43: Also ich war ja mit meinem Leben beschäftigt und da ging es eigentlich gar nicht bergab, sondern das war total schön.
00:12:48: Aber du sagst dir auch nicht gespiegelt wahrscheinlich oder?
00:12:50: Weil das wahrscheinlich so ein Moment war den nimmt man dann erst wahr wenn man schon im Auto sitzt oder in der Bahn oder zu Hause und
00:12:56: man hat
00:12:57: die gerade zu mir gesagt
00:12:59: Ja und noch nicht mal.
00:12:59: eigentlich zog sich das so durch und ich habe das viel später so gemerkt als ich dann irgendwann... Ich hatte vorher einen anderen Podcast und hab mich dann so mit Frauen Gesundheit beschäftigt bin irgendwann halt aufs Thema Wechseljahre gekommen Und irgendwie ist das dann so zusammengekommen dieser Satz von meiner Frauenärztin, die mich im Grunde ja abgeschrieben hat nachdem ich aus einem gebärfähigen Alter sozusagen raus war und dann irgendwie dieses Wissen was sich da aufgetan hat über die Wechseljahre.
00:13:26: Ich war halt so extrem erstaunt darüber wie viel Wissen es eigentlich gibt und wieviel von diesem Wissen überhaupt nicht bei den Frauen ist also da wo's eigentlich hingehört weil es gibt sehr viele Frauen die einfach unwissend in diese Zeit laufen Und ganz überrascht und überrannt sind von dem Wechsel, der da passiert.
00:13:46: Von all den Symptomen die die Wechslehre mit sich bringen können.
00:13:50: Da habe ich dann gedacht okay wenn ich das nicht weiß als informierte Frau in der Hauptstadt von Deutschland lebt und Zugang zu vielem hat wird es anderen auch so gehen.
00:14:01: Deswegen habe ich angefangen dazu zu arbeiten.
00:14:03: Ich
00:14:04: möchte Leute an meiner Talfahrt teilhaben lassen.
00:14:07: Genau, ich reiß alle mit in
00:14:09: den Abgrund.
00:14:11: Ich würde gerne mal deine Einschätzung dazuhören weil natürlich als meine Mutter in den Wechseljahren war das nicht wirklich... hab' ich da überhaupt noch zu Hause gewohnt?
00:14:22: Ja doch!
00:14:22: Natürlich habe ich dann noch zuhause gewöhnt aber das habe bekommen.
00:14:26: Und ich habe das Gefühl, dass das Thema Wechseljahre mittlerweile in der Gesellschaft oder in der öffentlichen Diskussion angekommen ist – also ich sehe es in Serien und in Diskussionsrunden, im Frühstücksfernsehen –.
00:14:41: hast du das Gefühl ,dass da mittlerweile mehr Aufklärung stattfindet?
00:14:44: Oder denke ich nur, weil ich einfach viele Freundinnen hab die mittlerweile selbst in ihren Wechseljarren
00:14:49: sind?".
00:14:54: Eine Frau, die zum Frühstücks-Fansign eingeladen wird und dann ist aber für drei Jahre auch erstmal wieder Ruhe.
00:14:58: Weil jetzt hat ja einmal jemand darüber geredet und das reicht!
00:15:03: Und es gibt dann eine Serie, die sich mit dem Wechseljahr beschäftigt.
00:15:07: also... Es ist noch nicht flächendeckend, aber es ist viel mehr geworden.
00:15:09: als ich angefangen habe, gab's einen Buch,
00:15:12: d.h.,
00:15:13: Women on Fire von Sheila Delis.
00:15:15: Das ist ein ganz großartiges Buch, das kann ich jedem empfehlen.
00:15:19: Sheila Deliss ist eine Frauenärztin die sehr witzig und einfühlsam und relatable sozusagen über diese Lebensphase schreibt und viel mehr gab es halt nicht.
00:15:28: Und jetzt ist es so dass in meiner Blasen der Ich mich so aufhalte ganz viel über dieses Thema gesprochen wird.
00:15:36: Ich bin aber mit dem Buch auch ein bisschen rumgereist und bin in eher ländliche Regionen gefahren usw.
00:15:42: Und die hatten wirklich noch gar keine Ahnung, also ich glaube dass wir die erste Stufe geschafft haben und das so die Leute in unserem Umkreis und die auch offen sind und sich beschäftigen möchten und vielleicht in dieser Lebensphase gerade sind, dass sie eine Ahnung davon haben?
00:16:02: Also ich würde mal sagen, vielleicht ein bisschen zehn Prozent Bescheid oder fünf.
00:16:05: Es ist natürlich
00:16:06: auch die Bubble
00:16:07: in der wir uns bewegen
00:16:08: und tatsächlich
00:16:09: wie das mit vielen Themen ist, mit denen wir uns in Großstädten ganz normal und einfach selbstverständlich unterhalten so ist es in ländlichen Regionen dann eben so ein bisschen anders.
00:16:23: Jetzt wird oft gesagt und wir haben's vielleicht selber auch vorhin schon so ein bisschen angetießt, dass man ein bisschen entspannter und gelassener wird mit dem Alter weil man weiß was man will.
00:16:33: Dafür fand ich meine Viertiger zum Beispiel oder finde ich meine viertiger immer noch total spannend das ich irgendwann gesagt habe so.
00:16:39: nee ich mach den ganzen scheiß nicht mehr der mir nicht gut tut auch was Sport angeht.
00:16:43: Also früher, ich muss auch sagen... Ich bin natürlich jetzt ein paar mal darauf angesprochen worden.
00:16:47: Jetzt nicht mehr so weil Leute haben sich glaube ich dran gewöhnt dass ich einen anderen Körper habe.
00:16:52: aber ich hatte das wirklich sehr sehr häufig dass ich offen auf meinen Körper angesprochen wurde also von ProduzentInnen oder von irgendwelchen Menschen die gesagt haben du bist aber schmal geworden Geht es dir nicht gut?
00:17:04: Bist du krank und ich hab einfach mein Sport umgestellt in meinen Dreißigern viermal die Woche pumpen und dementsprechend hatte ich natürlich breitere Schultern und größere Muskeln.
00:17:15: Und mittlerweile weiß ich, Montags ist Pilates, Dienstag mache ich was für die Ausdauer, Mittwochs mache ich Yoga, Donnerstag gehe ich schwimmen und einmal die Woche gehe ich pumpen.
00:17:25: Mir geht es aber viel besser!
00:17:26: Ich habe keine Nackenschmerzen mehr, ich schlafe besser, ich fühle mich immer im Körper besser.
00:17:30: hat sich mein Körper verändert?
00:17:31: ja und trotzdem finde Das Leute, es ist ganz egal ob man mehr Gewichtig ist oder weniger Gewicht hat.
00:17:38: Aber das Leute immer noch nicht verstanden haben selbst in unserer Bubble.
00:17:42: In unserer Bubble vielleicht schon aber ich sage mal im Mediengeschäft dass Leute immer doch nicht verstanden haben, dass mein Körper nicht mehr kommentiert.
00:17:48: Das macht mich irre!
00:17:49: Ja es ist total krass und es ist aber selbst wenn sie nicht kommentieren werden... Es ist ja so internalisiert.
00:17:55: also ich habe eine Freundin die nicht jeden Tag über ihren Körper nachdenkt und denkt, dass sie zu dick ist oder irgendwas anders machen müsste.
00:18:06: Ich kenne fast niemanden!
00:18:09: Also ich meine, ich sehe mich auch jeden Tag im Spiegel.
00:18:14: Andere Leute würden von aus wahrscheinlich sagen es doch alles fein.
00:18:17: Das ist ja meistens das Problem, dass man das selber nur sieht und andere würden das gar nicht so beurteilen oder bewerten wie man selbst mit sich ins Gericht geht.
00:18:25: Ja wobei ich glaube, dass diese Bewertung schon im Stillen auch noch ganz schön... Aber nicht
00:18:30: so hart vielleicht?
00:18:33: Von anderen Leuten?
00:18:34: Ja, also ich saß gerade gestern noch in so einer Gruppe und dann wurde ein Körper von der anderen Frau ganz extrem kommentiert.
00:18:44: Dann hab' ich voll ausgeflippt!
00:18:46: Ja
00:18:46: das glaube ich.
00:18:47: Also weil ich das ganz schlimm finde... Das macht man nicht.
00:18:50: Ja, ich habe gerade mit einer Freundin gesprochen und fand das auch super!
00:18:53: Die dated gerade neuen Typen.
00:18:54: also wahrscheinlich datet sie ihnen jetzt nicht mehr aber der war bei ihr zum Essen und die haben eine Folge Temptation Island zusammen geguckt.
00:19:02: Also da kann ich nur noch mal sagen guckt mit euren Partnern, mit eurem männlichen Partnern Reality TV und guckt wie die darauf reagieren weil der meinte dann auch so Warum ist denn da so eine kleine Dicke?
00:19:12: Ich dachte, die sind nur attraktive Leute.
00:19:14: Und bei ihr sofort Red Flag... Okay!
00:19:16: So ist er also eingestellt.
00:19:17: Okay
00:19:18: krass!
00:19:19: Fand ich super interessant und hat gesagt.. Also ich will den damit noch mal konfrontieren aber das scheint ja so internalisiert bei ihm zu sein dass er sich beim zweiten Date schon wohl fühlt irgendwie vor mir sowas zu sagen dass ich mit so einem Mann eigentlich nicht zusammen sein möchte.
00:19:34: Naja vielleicht ist er dann wieder so offen wenn er es so schnell schon sagt vielleicht auch darüber nachzudenken in den Dialog zu gehen.
00:19:41: Also vielleicht muss ich ihn ja auch gar nicht sofort abschreiben, sondern kann mit ihm reden und ihm erklären das ist Dorfel.
00:19:46: Stefanie wie toll dass du jetzt die Lanze für diesen Meso-Gönn-Kommentar bringst!
00:19:51: Nein aber ich finde weil es stehen so oft irgendwie diese Meinungen so gegeneinander... Ja das stimmt.
00:19:57: Und wir sind mittlerweile sehr schnell dabei Sachen einfach überhaupt nicht mehr zu besprechen, sondern einfach zu sagen tschau eben haste recht, haste Recht genau.
00:20:05: Aber was ich eigentlich hinaus wollte auch okay, wenn man in seinen Vierzigern vielleicht noch nicht zu sich gefunden hat oder auch sagt.
00:20:14: Bei Männern würde man dann sagen Midlife Crisis, wobei ich ja, ich nenne es ja Midlife Choices, dass man da nochmal so richtig rebellisch wird und ausrastet und sagt nee, ich werde gar nicht entspannter sondern ich drehe jetzt hier mein Leben nochmal komplett auf links.
00:20:25: Ja
00:20:25: voll!
00:20:25: Machen ja auch ganz ganz viele.
00:20:27: also ich finde das sich das auch gar nicht ausschließt.
00:20:31: Ich finde das dieses ruhiger und gelassener werden Das ist ja was, was danach kommt.
00:20:38: Also ich finde man muss ja vorher auch mal kurz ausrasten und die Dinge neu sortieren weil sonst kommt ja überhaupt gar keine Veränderung zustande.
00:20:46: du wirst ja nicht auf einmal dann nur ruhiger und gelassener sondern Du setzt dich ja mit den Dingen so wie sie sind jetzt auseinander und stellt sich denen neu gegenüber.
00:20:57: oder Du entscheidest auch, was du noch in deinem Leben haben willst und was nicht.
00:21:01: Und diese Entscheidungen die führen dazu aber ich finde das gerade die vierziger oder Wahrscheinlich ist es in jeder Lebensphase irgendwie natürlich auch möglich.
00:21:11: Aber Ich merke dass das so kulminiert sozusagen In unserem alter Genau also dass das Dass diese Rebellion ganz großer Teil davon ist.
00:21:23: ja Also das merk ich auch
00:21:24: ich weiß auf jeden Fall mittlerweile mehr Wer ich bin und stehe auch mehr für mich ein.
00:21:30: Ich glaube, ich stand immer schon für mich einen aber ich lasse mir einfach gewisse Sachen nicht mehr bieten Und das ist irgendwie schon ein tolles Gefühl.
00:21:36: und dann glaube ich einfach es kommt natürlich auch drauf an was man für den Job hat.
00:21:41: Aber ich bin auch mutiger geworden nein zu sagen und dass auszuhalten und ich habe mir oder ich hatte das glück dass sich mir vielleicht auch schon irgendwie so ein bisschen Geld zur Seite legen konnte dass ich dann vielleicht auch mal Sachen ausprobieren kann, mit denen ich auf die Nase falle.
00:22:02: Ich weiß dass das privilegiert ist oder nicht jeder kann aber... Vielleicht hätte ich das in den zwanzigern und dreißigern schon machen können Aber irgendwie war ich da so in diesem Hamsterrad Es ging immer höher schneller weiter und es ist mir mittlerweile einfach nicht mehr wichtig.
00:22:17: Mir sind Verbindungen wichtig, mir sind echte Gespräche wichtig, Menschen wichtig, die aufeinander achten Und das habe ich alles erst in den letzten Jahren geschnallt.
00:22:27: Wahrscheinlich hatte ich das immer schon in mir, aber es war nicht in meinem Bewusstsein.
00:22:32: Und was meinst du?
00:22:32: Warum das jetzt bei dir so kommt?
00:22:34: Ich glaube, weil ich einfach... na gut, jetzt habe ich natürlich auch eine Trennung hinter mir da muss man sowieso alles noch mal neu ordnen.
00:22:40: Aber ich glaube, dass ich einfach in meinen Vierzigern mehr zu mir gefunden habe.
00:22:45: Das war vielleicht... Vielleicht war's bei mir auch noch hormonelle Sache oder irgendwie so etwas, dass sich irgendwann geschnallen habe.
00:22:52: Oder vielleicht ist der Körper einem natürlich Grenzen aufzeigt und man einfach merkt andere Sachen sind mir mittlerweile wichtiger.
00:23:01: Ich kriege ja mittlerweile schon die Krise, wenn irgendjemand um zwanzig Uhr dreißig eine Tischreservierung macht.
00:23:06: Ein bisschen spät, ne?
00:23:07: Das finde ich auch.
00:23:07: Also
00:23:08: das ist einfach spät!
00:23:09: Also
00:23:09: gerne schon um neunzehn Uhr.
00:23:10: Spätestens zwanzundundunddreißig.
00:23:12: Ja bei zwanzi uhr dreißzig nee.
00:23:14: Das finde nicht zu spät.
00:23:15: Und ich habe natürlich auch junge Freunde und Freundinnen, die mir dann teilweise keine Ahnung... an einem wochentag mittwochs schreiben um zwanzig uhr hey bin gerade bei dir in die ecke noch bock auf den drink und ich denke wie so.
00:23:26: Bin schon in meinem pyjama oder ich habe noch zehn minuten von meiner lieblingsserie und dann möchte ich aber auch schnell einschlafen.
00:23:35: das hat sich halt einfach irgendwie verändert.
00:23:37: ja
00:23:39: jetzt haben wir schon ein bisschen überkörper geredet.
00:23:42: wir haben auch ein bisschen darüber gesprochen was wir vielleicht mittlerweile für uns brauchen.
00:23:48: Trotzdem schauen wir natürlich morgens in den Spiegel oder auch abends in den spiegel und denken, wow da hat sich ja was verändert.
00:23:54: Das geht ja... also ich weiß nicht wie es dir geht.
00:23:56: bei mir war das dann immer so dass ich von heute auf morgen gucke und denke so Hä?
00:24:00: Es war doch gestern noch anders.
00:24:01: Ja!
00:24:01: So falten zum Beispiel na?
00:24:03: Falten Bei Männern dann auch gerne Haare auf der Nase, auf dem Ohr die man natürlich mittlerweile nicht mehr so gut sieht.
00:24:11: Die sieht man dann mal wieder in einem Restaurant oder im Hotel ist und denkt man so oh ich müsste mir immer auch mal an die Augenbrauen gehen oder irgendwie sowas.
00:24:19: Wie gehst du vielleicht auch da mit dem Druck um jung aussehen zu müssen?
00:24:25: Oder auch zu wollen?
00:24:27: Habe ich nicht so.
00:24:29: Aber ich glaube Ich sah mein Leben lang immer junger aus, als ich bin.
00:24:36: Und ich glaube jetzt langsam wundert sich niemand mehr wenn ich sage dass ich acht und vierzig bin so.
00:24:44: Aber das ist für mich total okay.
00:24:46: also ich finde... eigentlich fühle ich mich sogar attraktiver als mit fünf zwanzig oder dreißig.
00:24:55: Ich weiß gar nicht genau woran es liegt.
00:24:57: Ich glaube es liegt vielleicht eher an meinem Inneren, also dass ich eine größere Selbstsicherheit habe und mehr weiß wer ich bin.
00:25:08: Und nee... Also natürlich benutze ich irgendwie auch ne Creme für die Augen und irgendwie diese Serum noch.
00:25:16: und ja das Badezimmer wird ein bisschen voller so mit kleinen Fläschchen und Ampulen usw.
00:25:23: und vielleicht gehe ich einmal mehr zur Kosmetikbehandlung.
00:25:27: aber Ich mag irgendwie diese Momente, in denen ich sowas mache auch total gerne für mich selber.
00:25:34: Also weil das ist für mich ein bisschen wie so eine Auszeit und was, was ich nur so für mich tue.
00:25:40: Und ich mag das total gerne!
00:25:42: Und ich weiß noch meine ganzen Freundinnen waren in ihren zwanzigern und dreißigern immer schon mit Ahren hast du die Kosmetik?
00:25:47: Und dass... Mich hat es überhaupt gar nicht interessiert.
00:25:50: Das kommt jetzt schon aber weiß ich nicht.
00:25:54: Ich habe nicht so'n krasses Problem.
00:25:56: Ich hab dann eher ein Problem damit, dass der Körper sich verändert.
00:25:59: Also bin einfach schwerer als noch vor zehn Jahren.
00:26:03: und das ist halt so.
00:26:07: Ich war bei einer Power-Pilatesstunde und da lagen einen Kilo Handeln rum.
00:26:14: Und ich war einer der Ersten, der kam ... Zwei andere Frauen noch da, ich war auch der einzige Mann.
00:26:19: Natürlich wie so oft in diesen Kursen hat mir dann so drei Kilo genommen und dann kam immer mehr Frauen.
00:26:24: Ich dachte zu meinem Gott die sind ja alle jungen.
00:26:26: also es war wirklich... Ich konnte nach zehn Minuten noch nicht mal mehr die ein Kilo Handeln stemmen.
00:26:31: Und die haben da ihre Sachen gemacht und das merke ich natürlich auch, was Ausdauer angeht und so es ist alles... Es hat sich einfach alles verändert.
00:26:39: Das merk ich körperlich.
00:26:40: Ich sehe auch junger aus, dass es auch vollkommen okay ist.
00:26:43: Ist dann eher manchmal in Gesprächen, dass ich wirklich das Gefühl habe oder dass ich mich alt fühle.
00:26:48: Ich war am ersten Mai mit einem jüngeren Freund unterwegs der wiederum noch jüngere Freundinnen mithatte Und irgendwie ging es dann ums Alter und wir saßen da zusammen, eine Frau sagte dann so ja ich bin sechsundzwanzig und du.
00:27:03: Und ich so... Ich bin siebenundvierzig!
00:27:06: Und die so echt krass hätte ich jetzt nicht gedacht.
00:27:08: Ich dachte Ende dreißig weil du bist zwei Jahre älter als meine Mutter.
00:27:11: Oh wow.
00:27:12: Und wenn ich dann halt irgendwie bei Spotify bin und irgendwie, also ich mach mich jetzt... Ich age-schelbe mich gerade selber.
00:27:17: aber wenn ich da bei Spotify Bin und irgendwie denke so, ich kenn diese ganzen Musikerinnen überhaupt nicht mehr die ganzen Abkürzungen wie auch immer sie heißen, da fühle ich mich dann echt alt.
00:27:28: So andererseits muss ich aber auch sagen, ich habe auch kein Bedürfnis mich damit auseinanderzusetzen.
00:27:33: deswegen ist es dann auch wieder irgendwie okay.
00:27:37: Aber man merkt das halt dass man eine andere Generation isst Total.
00:27:40: Also ich merke, dass unser Sohn ist jetzt dreizehn?
00:27:43: Oh ja!
00:27:44: Genau.
00:27:45: und da merkt man weiß also der wird jetzt...also der gleitet jetzt auch in dieses erwachsenen Alter langsam rein.
00:27:51: Also ein paar Jahre hat er noch Zeit aber der will halt Flügel, der entdeckt jetzt irgendwie auch die Stadt für sich macht mehr mit Freunden, entdeckte Kultur von der ich sozusagen keine Ahnung habe.
00:28:02: wir sind noch so stark im Austausch das heißt Ich krieg das schon auch mit, was gerade auf YouTube cool ist und welche Musikkünstler toll sind usw.
00:28:10: Aber irgendwann wird er mir das auch nicht mehr erzählen weißt du?
00:28:13: Und da merke ich schon einfach okay diese neue Generation die es jetzt einfach herangewachst und dann merke Also wir sind nicht gar nicht mehr die jungen Jochen.
00:28:30: Ich weiß, ich weiß!
00:28:32: Und die Sprache passt sich ja auch an.
00:28:34: und ich habe einen Freund der ist Journalist und wenn ich mich mit dem unterhalte spricht er total gut.
00:28:40: also gut und schlecht.
00:28:42: also sprich einfach normal.
00:28:44: I don't know.
00:28:45: Ich gehe mich im Kopf und krank und wende dir aber dann schreibt... Nicht alles klar oder verstehe sondern ercheckt ja checker checken und irgendwelche abkürzungen die ich dann googlen muss.
00:28:56: Das ist
00:28:58: so gut dass es dieses google gibt.
00:29:00: Ja, aber ich finde doch also ihr setzt sich nicht durch Aber ich finde das Ich finde das ich liebe dass sie da auch dass ich mit ihm befreundet bin.
00:29:06: ein andererseits denke ich mir aber so Ja krass Es ist einfach Ein anderes Leben.
00:29:13: wir haben sich freundschaften für dich verändert.
00:29:15: im alter
00:29:16: habe ich noch gar nicht so richtig viel drüber nachgedacht, ehrlich gesagt.
00:29:20: Also ich habe meine allerbeste Freundin noch aus der Schulzeit und wir sind auch noch viel in Kontakt.
00:29:27: Wo bist du aufgewachsen?
00:29:28: In Lippstadt das ist im Nordrhein-Westfalen in der Nähe von Soost.
00:29:35: Danke für diesen Exkurs!
00:29:36: Gerne es ganz schön da genau und ich hab natürlich schon eine halbe Ewigkeit in Berlin und hab hier auch viele Freunde Und habe aber in den letzten Jahren auch ganz viele neue Freunde und Freundinnen kennengelernt.
00:29:52: Also ich weiß noch früher gab es immer so das Bild, dass man so in der Schule oder im Studium oder wenn man anfängt zu arbeiten oder so dann quasi die letzten Leute kennenlernen.
00:30:06: Das kann hier überhaupt gar nicht unterschreiben.
00:30:08: also ich lerne wirklich so oft neue Leute kennen und Ich muss sagen das ist auch ganz ganz oft ... sehr schnell, sehr intim wird.
00:30:19: Weil ich gar keine Lust habe auf Smalltalk und irgendwie treffe... ...ich auch die Leute, die da auch keinen Bock drauf haben.
00:30:25: Und deswegen finde ich ja also mir geht's schon so dass ich viele neue Verbindungen eingehe und da auch überhaupt keine Angst hab.
00:30:36: Ich versuche gerade mich zu erinnern wie das war in der Jugend oder im jungen Erwachsenenalter.
00:30:41: Ob ich da vielleicht ein bisschen vorsichtiger war bevor ich mal was von mir erzählt habe oder so?
00:30:47: Das ist auf jeden Fall jetzt gar nicht so.
00:30:50: Also ich bin ein ganz krass offenes Buch und erzähle immer alles, also... Nicht über andere Leute oder nicht über Leute in meinem Umfeld oder meine Familie oder so.
00:30:59: aber über mich macht mir das überhaupt gar nichts aus!
00:31:03: Weil du weißt wie du bist?
00:31:03: Weil ich weiß wer ich bin und genau.
00:31:05: wahrscheinlich war das früher ein bisschen anders Wahrscheinlich war ich da vorsichtiger.
00:31:09: Ich meine jetzt haben wir eher in Berlin, also ich mein wie oft sind wir uns in den letzten drei Wochen über den Weg gelaufen?
00:31:15: und glaube auch dreimal oder so.
00:31:16: was ist heute das vierte Mal.
00:31:17: Also wir haben natürlich hier auch ein Angebot wenn du vielleicht auf dem Land lebst wobei du hast auch aufm Landangebote ob dass der Chor ist oder ob es Volksschulkurse sind oder andere Sachen.
00:31:27: also kannst natürlich auch egal wo du lebst
00:31:30: Genau, du musst halt rausgehen.
00:31:32: Das ist es schon.
00:31:33: Also ich erinnere mich als ich hier in Berlin angekommen bin weil ich total überfordert und ich war am Anfang super unglücklich.
00:31:38: Ich auch
00:31:39: einsam.
00:31:40: Oh!
00:31:40: Ich fand das so schlimm.
00:31:41: Ich kam dann ja auch irgendwie an.
00:31:43: Ich hatte meinen Grundstudium woanders gemacht und kam ins Hauptstudium und irgendwie hatten sich alle schon gefunden Und ich dann echt nach den Seminaren.
00:31:50: Hallo?
00:31:51: Ich bin Stephanie, wollen wir noch einen Kaffee trinken gehen?
00:31:53: Dann treten sich die Leute einfach um.
00:31:54: also wirklich schrecklich.
00:31:58: Ich hab total lange gebraucht, hier anzukommen.
00:32:00: Und ich fand dieses Überangebot auch krass!
00:32:02: Früher gab's doch diese Zeitung so Tipp und so weiter... ...und da bin ich ja mal durchgegangen was man alles machen konnte.. ..und in Libstadt damals, da konntest du halt eine Sache am Tag machen wenn es hochkam und hier zweihundert oder dreihundert und das hat mich so gelehmt dass ich erst gar nicht raus gegangen bin.
00:32:19: Das ist ja hier mal sofort gemacht.
00:32:21: Nee aber weißt du?
00:32:21: Du musst halt deine Nische dann auch erstmal so finden.
00:32:24: Ja klar.
00:32:25: So und das war bei mir mit Arbeit Eintritt sozusagen.
00:32:28: Ich habe dann bei MTV angefangen, mein Voluntariat nach dem Studium und da waren auf einmal alle meine Leute.
00:32:33: Es war ganz schön.
00:32:34: Du
00:32:34: hast natürlich auch tolle kreative coole Menschen
00:32:38: getroffen.
00:32:39: Ja, da waren die alle so, die vorher gesucht haben.
00:32:42: Vorher hab ich sie nicht gefunden im Studium.
00:32:44: habe halt das Gefühl, dass man im Alter manchmal auch so ein bisschen störrisch wird.
00:32:48: Also nicht unbedingt du jetzt vielleicht nicht aber dann eben.
00:32:52: man ist in der Partnerschaft die läuft vielleicht ganz gut man hat irgendwie seinen besten Freund seine beste Freundin mit der man sich austauscht.
00:32:58: Also im Zweifel ist das auch der Partner und man wird so ein bisschen unflexibler.
00:33:02: Das kriege ich irgendwie immer wieder mit, dass ich Menschen in ihren Vierzigern beobachte oder mir Gespräche anhöre oder Leute eben ihre Geschichte erzählen und sagen, ja dann habe ich mich mit dem da verworfen.
00:33:14: aber das ist mir mittlerweile auch egal weil... Ich hab mein Mann und da muss ich mich damit jetzt gar nicht weiter auseinandersetzen Und ich habe das Gefühl, dass man früher vielleicht noch mehr an Freundschaften gearbeitet hat.
00:33:26: oder wenn ich mir meine Mutter angucke beispielsweise, die keine Ahnung.
00:33:31: Niemand zu sich nach Hause einlädt weil es ihr zu viel ist, sich dann aber beschwert dass sie irgendwann auch nicht mehr eingeladen wird also man... Ich glaube Freundschaften im Alter Mel Robbins hat das mal gesagt Die orientieren sich an drei Dingen.
00:33:47: zum einen den Inhalt.
00:33:49: Also hat man noch die gleichen Themen.
00:33:52: Das habe ich natürlich auch viel gemerkt bei meinen Freundinnen.
00:33:54: Die Mutter wurden in ihren Dreißigern, mittlerweile sind die Kinder natürlich auch so alt wie dein Sohn und es geht nicht mehr nur um die Kinder.
00:34:04: Dann liegt an der Location also wo wohnt man?
00:34:08: Also wenn du sagst du bist noch mit deiner Schulfreundin befreundet super!
00:34:12: dass ihr diese Connection noch habt.
00:34:13: Aber das ist für viele Leute natürlich auch ein Umbruch, wenn dann eben auf einmal die beste Freundin oder der beste Freundschaft aber mit ihrem Partner irgendwo anders hinziehen.
00:34:23: und dann ist es halt auch die Energie.
00:34:24: wie viel Energie bringst du noch auf um diese Freundschaft irgendwie fruchtbar am Leben zu erhalten?
00:34:32: Und irgendwie macht man sich da in den zwanzigern oder dreißigern nicht soviel Gedanken.
00:34:36: drum hatte ich das Gefühl Oder rede ich mir das ein?
00:34:40: Also, ich glaube dass ich auch ein bisschen rigoroser geworden bin oder dann vielleicht auch störrisch wie du sagst.
00:34:45: Das ist auch
00:34:45: okay finde ich!
00:34:47: Weil dieses Energiethema finde ich wahnsinnig spannend.
00:34:51: Ja
00:34:51: Ich
00:34:52: bin nämlich sehr lange so Peeperpleaser gewesen Du hast es ja hier im Podcast auch schon
00:34:57: behandelt
00:34:59: und ich versuche mir das etwas abzugewöhnen.
00:35:01: Und ich finde manchmal ist es aber auch ein schwerer Grad zwischen Okay, ich versuche jetzt nicht mehr alles zu tun damit die Balance gehalten wird hin zum Egoismus.
00:35:12: Und ich finde einen Mittelweg zu finden manchmal gar nicht so leicht und bei mir ist zum Beispiel letztes Jahr auch eine Freundschaft in die Brüche gegangen aber nicht leichtfertig sondern das war ein totaler Prozess wo ich dann aber irgendwann gemerkt habe okay Ich muss mich hier auch schützen kriegt körperliche Symptome und mir tut das überhaupt gar nicht gut.
00:35:36: Und hier ist jetzt die Grenze, ich entscheide mich für mich und nicht für die Harmonie in der Beziehung, die mir sowieso nicht
00:35:42: guttut.".
00:35:44: Das hätte ich wahrscheinlich vor zehn Jahren noch nicht gemacht.
00:35:49: Und das finde ich eine total gute Entwicklung!
00:35:54: ist interessant, weil das jetzt natürlich so ein bisschen dem widerspricht vielleicht was ich gesagt habe.
00:35:59: Also ich finde schon dass man sich abgrenzen kann und dass man auch neu für sich definieren kann was einem gut tut und was nicht.
00:36:05: So und trotzdem würde ich mir manchmal wünschen Dass man dass man Vielleicht auch wieder ein bisschen mehr auf sich zugeht als manchmal einfach so schnell.
00:36:12: also Ich hab es nicht so in meinem Freundeskreis wir diskutieren immer alles aus und das finde ich auch ganz schön.
00:36:18: aber ich habe das Gefühl dass es im Alter eben manchmal so ein bißchen ja da ein bisschen weniger an Freundschaften gearbeitet wird, dass das manchmal so ein bisschen nebenher läuft.
00:36:29: Das
00:36:30: finde ich schade.
00:36:31: Ich erlebe das tatsächlich auch nicht so und dieser eine Fall war jetzt auch speziell.
00:36:37: aber ansonsten versuche ich auch in Kontakt zu sein und im Austausch zu sein.
00:36:41: Und genau wie der Mann bei Temptation Island bin ich ihm für sich dann auch noch mal reden weißt du?
00:36:47: Also ich finde Reden wahnsinnig wichtig!
00:36:50: Total auf welche Sache Würdest du heute verzichten, wo du dachtest in deinen zwanzigern oder dreißigern?
00:36:57: Das brauche ich auf jeden Fall im Leben.
00:37:00: Weißt Du... Ich hab mir irgendwie nie so Pläne gemacht!
00:37:04: Ich habe nie auf irgendwas so hingearbeitet oder so.
00:37:07: Also es gab nicht das was ich unbedingt erreichen wollte.
00:37:12: Ich war natürlich immer fleißig und hab versucht irgendwie gut zu arbeiten
00:37:17: usw.,
00:37:17: aber irgendwie ist vieles auch so gekommen was ich mir dann nehmen konnte und aus dem ich etwas machen konnte.
00:37:26: Aber ich habe nie so sieben Jahrespläne gehabt oder, Ich muss mit dreißig verheiratet sein oder ein Haus haben oder dann unter den Kindern und so und so viele Und dieses Auto muss es sein?
00:37:38: Oder dieser Geisteszustand... Ich hab das nicht!
00:37:42: Das hab' ich nicht.
00:37:44: Also ich bin da eher so bisschen fließender.
00:37:46: Also ich meine, du hast jetzt auch Status-Symbole genannt.
00:37:50: Ich und damit möchte ich überhaupt beispielsweise gar nicht diesen Job hier kleinreden aber ich habe einfach gemerkt, ich brauche nicht mehr dieses ständig höher schneller weiter was vielleicht auch in meinen Dreißigern als meine Moderationskarriere anfingen dann auch einfach so ein bisschen von selbst kam.
00:38:07: Aber ich hab mich dadurch schon sehr definiert Und fand es interessant, ich musste bei einem Workshop mal einen Vision Board basteln und dachte, das ist doch eigentlich was für zwölfjährige Mädchen in den Kinderzimmern entschuldigt.
00:38:22: Aber ich dachte so, was soll ich damit?
00:38:24: Und die Zeitschriften haben so zu mir gesprochen und diese Bilder haben so mit mir gesprochen.
00:38:28: Im Endeffekt ist eine Collage rausgekommen wo ganz viele Menschen zusammen kommen, die offenbar im Austausch sind, die miteinander essen, gut sind.
00:38:40: Ganz viel Natur Und der Beruf hat nur noch ein ganz bisschen Raum eingenommen und ich arbeite gerade, glaube ich mehr denn je.
00:38:51: Aber ausgewählte Projekte und Sachen die mir Spaß machen und ich merke einfach dass mir Der Umgang mit anderen Leuten einfach viel viel wichtiger geworden ist und das ich auch selber wieder.
00:39:02: Ich musste mich auch selber so ein bisschen ermahnen also jetzt natürlich auch nach sehr sehr vielen jahren Beziehungen und dann wieder single zu sein Dann auch zu sagen ja Das sind meine Freunde und das ist so wichtig, dass ich mich auch wieder mehr um die kümmere.
00:39:18: Das verstehe ich.
00:39:20: Und früher hätte ich es glaube ich eben anders rum.
00:39:23: Da hätte ich mich dann immer eher für den Job entschieden und weniger für die Freundschaften.
00:39:29: Ich habe bei mir das Gefühl... ...dass es vielleicht sogar andersrum ist!
00:39:34: Also ich bin mit vierund dreißig Mutter geworden und jetzt wird mein Sohn ein bisschen selbstständiger.
00:39:40: Jetzt wird bei mir Also, der steht natürlich immer noch an erster Stelle.
00:39:44: Aber ich habe das Gefühl dass meine Karrierenanführungsstrichen also jetzt größer ist als damals und ich mehr Zeit in die Arbeit investiere.
00:39:54: aber dadurch dass die Arbeit genau das ist womit ich mich sowieso beschäftige auch im privaten finde ich das auch gar nicht schlimm weil ich würde es auf dem Sofa im Zweifel für dich.
00:40:08: die gleichen Gespräche führen wir jetzt mit dir hier.
00:40:11: Aber das finde ich sowieso, also ich habe das Gefühl du bist in so einer Gruppe von Frauen oder beziehungsweise... ihr seid so eine Gruppe von Frauen, die sich gegenseitig so wahnsinnig upliftet und füreinander da ist.
00:40:23: Und das sind dann eben teilweise vielleicht auch mal von irgendwelchen Marken, die vielleicht auch ne Freundin selbst gegründet hat oder sowas.
00:40:33: Irgendwelche Events oder Dinners oder irgendwelche Exkursionen auf die man geht.
00:40:38: aber ihr seid da so eine gruppe wo ich bin überhaupt kanadischer Mensch, aber als Schulermann denke ich so ach das finde ich toll dass ihr da irgendwie Gruppe von inspirierenden Frauen seid, die sich austauschen und wie du sagst das ist dann vielleicht in einem beruflichen Setting.
00:40:54: Aber eigentlich sind es eben diese echten wahren Gespräche, die man vielleicht auch im Café um die Ecke führen würde.
00:41:00: Genau, aber du kannst ja immer dabei sein!
00:41:03: Ja weiß ich nicht... Ich habe das Gefühl dass das schon sehr frauenexklusiv ist.
00:41:06: Nee finde ich also ...ja?
00:41:09: Aber ich finde das kann sich ruhig auch ändern.
00:41:13: Ich habe ja auch ganz lange bei fünfzig über fünfzig nur mit Frauen gesprochen.
00:41:18: Und das war für den Moment total wichtig, diese Bühne zu bauen und die Frauen da raufzuheben weil sie halt so untergegangen waren.
00:41:26: aber am Ende ist es doch so dass uns alle braucht in allen Bereichen und deswegen finde ich du solltest ab jetzt immer mitkommen.
00:41:35: Das ist lieb!
00:41:36: Du hast gesagt du machst keine Pläne oder Hat es jetzt nie so, das muss dann und dann passieren.
00:41:41: Was ich übrigens super... Gesund finde gerade wenn man sich amerikanische Serien anguckt oder auch Dating-Formate wo... ...dreisundzwanzigjährige Personen dann sagen, mit dreißig wollen wir fahreradet sein und zwei Kinder unten eigenheim.
00:41:55: Aber wenn wir uns jetzt in zehn Jahren nochmal zusammensetzen würden über das gleiche Thema sprechen, dann geht es für uns beide auf
00:42:00: die sechzehnte.
00:42:03: Was glaubst du?
00:42:04: Wenn wir uns dann retrospectiv noch mal unsere vierte an gucken worüber werden wir lachen Und worüber, wenn wir vielleicht sogar Respekt haben das wird es gemacht haben.
00:42:17: Ich finde das schon spannend.
00:42:18: ich glaube wir sind genau da wo wir jetzt sein sollen und Es gibt ja nicht nur die Frage was ist in fünf Jahren sondern was würdest du jetzt auch deinem zwanzigjährigen Ich oder so sagen?
00:42:31: Und ich glaube es ist genau dass Du bist genau da wo du sein sollst und du machst das schon alles richtig.
00:42:39: Ich glaube, ich mache mir manchmal ein bisschen vielen Kopf.
00:42:43: also manchmal wünsche ich mir etwas mehr Leichtigkeit auch in dieser Phase.
00:42:47: aber es passiert halt auch so krass viel und man bearbeitet ja auch soviel um dann hoffentlich irgendwann diese Leichtigheit auch ein bisschen wieder gewinnen zu können.
00:42:56: Aber ich glaube man braucht all dieses Steps die wir jetzt gehen.
00:43:01: Da können wir uns irgendwie von unserem Future-Self wahrscheinlich gar nichts sagen lassen.
00:43:06: Weil ich glaube, wir müssen all die Erfahrungen genauso machen wie wir sie jetzt gerade machen um dann happy bei Achtendfünfzig anzukommen und siebenfünftig anzukomen dass das schon in zehn Jahren ist.
00:43:19: Total verrückt.
00:43:20: aber ich bin irgendwie entspannt muss ich sagen.
00:43:23: also ich denke ja wirklich sowieso wenn nach meinem Wertekompass weiter so lebe.
00:43:31: und das heißt nicht, dass man nicht auch mal einen Fehltritt macht oder auch mal was falsch macht.
00:43:33: Aber ich glaube solange wir versuchen irgendwie gute Menschen zu sein, regelt das Universum das schon.
00:43:42: Ich denke mir ganz oft so warum habe ich gewisse Sachen... nie bekommen oder nie erreicht.
00:43:48: Oder warum habe ich manche Sachen erst später erreicht?
00:43:50: Und dann denke ich mir immer so, ja weil ich damals einfach noch nicht bereit dazu war und ich hab letztens eine Podcast-Folge von Gido Maria Kretschmer und Ina Müller gehört die eben auch diese Frage unterhalten haben.
00:44:02: was würdest du deinem zwanzigjährigen?
00:44:03: Ich sagen und sie haben sich beide so eschofiert dass Sie mit der frage nichts anfangen können So und ich hätte mir da schon Gedanken drüber gemacht und ich glaube ich hätte damals meinem zwanziger jährigen Ich einfach gesagt halte durch das wird alles So, weil wir haben alle Phasen durch in denen es schrecklich war.
00:44:19: In denen wir Liebeskummer hatten, in denen wir vielleicht einen wichtigen Menschen verloren haben ob daran dass er verstorben ist oder einfach weil diese Person auf einmal nicht mehr in unserem Leben war.
00:44:30: Trennung Freundschaften wie auch immer.
00:44:32: aber wir lernen daraus und ich glaube genauso müssen was sehen als Learning Curve
00:44:40: Voll!
00:44:41: Ich glaube ich würde meinem zwanzigjährigen ich sagen Dass es sich selbst mehr vertrauen soll.
00:44:47: Und dass das richtig
00:44:48: ist.
00:44:48: Genau, das eben.
00:44:49: Vertrau dir und es wird alles gut.
00:44:51: Schön!
00:44:57: Stephanie du siehst hier unser Happy Jar und auch du darfst heute eine Frage stellen die vielleicht was mit diesem Thema zu tun hat?
00:45:04: Vielleicht aber auch gar nichts mit älter werden zu tun haben.
00:45:07: Gibt es etwas, dass du erst spät über dich verstanden hast weil du's von zu Hause übernommen hast?
00:45:15: Ich liebe das, dass die Fragen, die meine Gäste ziehen immer dann doch was mit dem Thema zu tun.
00:45:23: Oh Gott!
00:45:23: Also ich meine jetzt könnten wir schon noch ein paar Folgen aufnehmen.
00:45:26: aber vielleicht das was wir schon hatten das mit den people pleasing also dieses immer dafür sorgen dass die die Stimmung in Balance ist und so weiter und nicht sehr auf die eigene Bedürfnisse zu achten.
00:45:39: Das habe ich relativ spät bemerkt, also bzw.
00:45:45: so benennen können wie ich es jetzt gerade benenne.
00:45:49: Aber ich bin froh und ich glaube auch dass die Sachen, die passiert sind schon für was gut sind weil People-Plieser zu sein ist nicht nur etwas Schlechtes solange man sich selbst nicht dabei vergisst weißt du?
00:46:07: Man kann sich ja auch selber pließen Weißt du, also ich muss mich einfach nur inkludieren und dann ist ja gut.
00:46:13: Wir sprechen gleich in der Bonusfolge noch mal weiter darüber was konkret hilft mit dem älter werden klarzukommen.
00:46:19: vielleicht haben wir da so zwei drei oder du hast vielleicht so zwei Drei Tipps für unsere HörerInnen.
00:46:25: Vielleicht können wir auch nochmal drauf gucken ob es für Männer vielleicht anders ist Älter zu werden als als für Frauen Und wir können nochmal über Vorurteile Sprechen die man vielleicht über das Alter hat und die wir auf jeden Fall streichen.
00:46:40: Hier kommt eure Reflektionsfrage diese Woche.
00:47:15: Wie kann ich meinem eigenen Wandel mit mehr Freundlichkeit begegnen?
00:47:20: Du musst nicht jede Veränderung sofort lieben.
00:47:22: Aber vielleicht hilft dir dieses bewusste Inhalten dabei, dass Eltern werden nicht nur als Verlust zu sehen sondern auch als Wachstum tiefe und neue Gelassenheit!
00:47:33: Du bist genau richtig so wie du bist Und das dank all deiner Erfahrung die du im Leben machen durftest.
00:47:41: Das war's für die Hauptfolge von Happy Life in dieser Woche.
00:47:45: Wir bedanken uns, also Stefanie und ich dass ihr uns zugehört habt.
00:47:49: Und freuen uns natürlich wenn ihr uns noch in die Bonusfolge folgt.
00:47:53: Die gibt es exklusiv bei Podimo und in der Podimo App könnt ihr diese Folge natürlich auch als Video-Folge sehen wie jede andere Folge auch und das kostenlos.
00:48:03: Wenn euch diese Folge gefallen hat und dieser Podcast insgesamt Freude macht dann sagt es bitte weiter teilt ihn und bewertet ihn in der App eures Vertrauens mit der höchsten Sternezahl.
00:48:15: Wir freuen uns und ich sage bis gleich in der Bonusfolge.
00:48:19: Und für alle anderen, bis nächste Woche.
00:48:49: Tschüss!
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